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Konvertiten aus Trotz: Islam, Orthodoxie oder Auswanderung vor 2030
Ein Wähler kündigt an, zum Islam zu konvertieren und „Sanchismo“ zu wählen; ein anderer Beitrag fordert dazu auf, vor 2030 auszuwandern
Sarracin, Orthodoxie oder Auswanderung vor 2030: die Kapitulation des Wählers
Ein Wähler kündigt an, zum Sarracin zu konvertieren und „Sanchismo“ zu wählen. Glaube steckt in der Botschaft nicht. Sondern Kapitulation. Wenn der Gegner ohnehin regieren wird, so die Überlegung, ist es besser, rechtzeitig die Seite zu wechseln, statt weiter zu verlieren. Die Liste der Nachteile ist hausgemacht — kein Schinken, kein Alkohol, eine unbequeme Gebetshaltung; die der Vorteile ist reiner Frust: mit einem Schlag Schluss machen mit dem, was er als die Gender-Agenda und den offiziellen Pogre beschreibt. „Besser früher als später“, lautet das Fazit.
Vom politischen Frust zur religiösen Konversion
Die Wende hat wenig Theologisches und viel Identitätskalkül. Die Konversion funktioniert hier als Geste: eine Art zu sagen, dass der politische Rahmen als verloren gilt und dass man sich, wenn das Spielfeld sich nicht ändert, besser an einen anderen Tisch setzt. Dieselbe Logik schimmert in der Antwort eines anderen Teilnehmers durch: Da es laut seiner Behauptung viele lateinamerikanische Christen in Spanien geben werde, seien Schinken und Alkohol weiterhin über Amazon verfügbar, sodass das Opfer geringer wäre, als es scheint.
Das eigentliche Problem ist nicht die Religion, sondern die Prämisse. Wer davon ausgeht, dass der Gegner regieren wird, hat aufgehört, Programme zu diskutieren, und hat begonnen, sich einen Zufluchtsort zu suchen.
Warum wird über eine Auswanderung vor 2030 nachgedacht?
Die zweite Tür in der Debatte ist der Koffer. „Es ist besser auszuwandern, ihr habt noch Zeit, vor 2030“, warnt einer der Beiträge, der denen, die bleiben, „sehr üble Dinge“ voraussagt. Die unmittelbare Reaktion ist die logische Frage: Wohin? Was müsste passieren, um diesen Schritt zu gehen? Niemand antwortete.
Das Datum dient als symbolische Grenze. Es steckt kein konkretes Ereignis dahinter, aber es setzt einen Horizont: den Moment, in dem das Land, dieser Stimmung zufolge, aufgehört haben wird, das zu sein, was es war. Und es lässt ein praktisches Problem zurück: Ohne Ziel und ohne Schwelle bleibt die Drohung ein Satz.
Orthodoxes Christentum gegen „Globalismus“
Der dritte Weg, der auftaucht, ist die Orthodoxie. Ein Teilnehmer vertritt die Ansicht, der wahre Feind der Weltordnung sei nicht der sunnitische Sarracin — der, so sagt er, mit den Golfmonarchien gut gestellt sei —, sondern das östliche Christentum: daher die Angriffe auf Russland, Serbien, Armenien oder auf die christlichen Gemeinschaften im Irak, in Syrien, Ägypten und Palästina. Dagegen steht das historische Repertoire: die Pentarchie, der Bischof von Rom als einer von fünf Patriarchen, das Schisma. Und ein Verdacht: dass auch die Orthodoxie ein Instrument der nationalen Politik ist.
Mitten im doctrinalen Schlagabtausch taucht ein weniger spirituelles Motiv auf: welche Gesellschaft das Umfeld bietet, das jeder sucht. Dort driftet die Debatte in Vergleiche zwischen mehrheitlich muslimischen Ländern ab, die Kultur, Bräuche und sogar biologische Argumente mischen, die nicht haltbar sind.
Und so endet alles: Das einzige Jahr mit festem Datum in der gesamten Diskussion ist 2030. Niemand weiß, was in diesem Jahr passiert, genauso wenig wie jemand sagte, in welches Land man auswandern soll.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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