Kommt die große Krise, bricht die Motivation junger Arbeitnehmer völlig ein

Ein junger Berufstätiger in Spanien beschreibt Autos ab 40.000 Euro, Hypotheken von 400.000 Euro in Madrid und Fertiggerichte. Was passiert, wenn selbst ein Gehalt keine Freude mehr bringt?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die eigentliche Klage ist nicht nur wirtschaftlicher Natur: Ein Job garantiert längst keinen Zugang mehr zu Gütern, die früher als selbstverständlich galten, und die Angst ist, dass eine große Krise eine ohnehin schon als prekär empfundene Lage noch verschlimmert.

Es gibt eine Generation, die arbeitet und trotzdem das Gefühl hat, sich das Leben nicht leisten zu können, das ihr versprochen wurde. Wir sprechen nicht von Genies oder gut Vernetzten. Wir sprechen von einem ganz normalen jungen Menschen, der studiert, sich im Büro abrackert und feststellt, dass die Anstrengung nicht mehr das kauft, was sie früher kaufte. Der Unmut kommt nicht daher, keinen Job zu haben. Er kommt daher, einen zu haben und trotzdem nicht auszukommen.

## Autos: 40.000 Euro für etwas, das keine Freude mehr macht

Ein Audi A3, der kein Luxusobjekt ist, kommt auf **40.000 Euro** – mit Motoren, die der Käufer als peinlich empfindet. Will man etwas Ordentliches mit Extras, steigt die Summe auf **60.000 Euro**. Und das Problem ist nicht nur der Preis: Man verkauft einem laut dieser Klage schlicht Schrott.

Dazu kommt die Lähmung. Benzin oder Diesel, obwohl man weiß, dass die eigene Wahl verboten werden könnte? Ein E-Auto einer chinesischen Marke, das nicht überzeugt? Die Vorfreude auf ein neues Auto ist zu einer Risikoberechnung geworden.

## Wohnen: 80.000 Euro Anzahlung für eine Wohnung außerhalb der M-30

In Madrid, außerhalb der **M-30**, kostet jede Wohnung, die nicht gerade zum Ekeln ist, **400.000 Euro**. Das erfordert eine Anzahlung von **80.000 Euro**, um die Hypothek tragen zu können. Innerhalb der M-30 ist das gar kein Thema mehr.

Die Kritik betrifft nicht nur den Preis, sondern die Qualität: Neubauten mit perversos Ausstattung, lächerlich kleine Zimmer, offene Küchen, deren Frittiergeruch im Wohnzimmer hängt, Rigipsplatten als Standard und Mehrschichtverbundrohre statt Kupfer. Dazu das Gefühl, dass in der Branche kaum noch Profis arbeiten.

## Gastronomie, Computer und der restliche Alltag

Eine hausgemachte Kroquette oder selbstgemachte Bratkartoffeln zu finden, ist fast unmöglich geworden. Die vertrauten Lokale schließen nach und nach, wenn ihre Besitzer in Rente gehen, und was bleibt, ist Fertig- und Tiefkühlkost – abgesehen von Top-Restaurants oder dem Stammlokal von eh und je.

Auch Computer bleiben nicht verschont. **RAM** kostet astronomische Preise, und die Zuverlässigkeit vieler Geräte ist gleich null. Ein weiterer Bereich, in dem Geld keine Qualität mehr kauft.

## Die Angst vor dem, was noch kommt

All das geschieht, während man einen Job hat. Die starke Inflation und die große Welle von Entlassungen durch **KI** stehen laut dieser Befürchtung noch bevor. Das beschriebene Szenario ist also der Ausgangspunkt, nicht der Tiefpunkt.

Wenn der Boden ins Wanken gerät, geht die Motivation des jungen Arbeitnehmers nicht erst in die Hölle – sie ist längst dort. Die Frage ist, was passiert, wenn die große Krise diejenigen trifft, die ohnehin das Gefühl haben, nichts mehr zu verlieren.

Dieser Artikel beschreibt eine subjektive Wahrnehmung von Preisen und Lebensqualität. Für Kauf-, Hypotheken- oder Anlageentscheidungen empfiehlt es sich, offizielle Quellen heranzuziehen und professionelle Beratung einzuholen.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (6 Antworten).

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