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Kleinere Portionen in Spaniens Gastronomie bei gleichbleibend hohen Preisen
In spanischen Restaurants schrumpfen die Portionen, während Preise für Bier und Tapas steigen. Die Rechnung bleibt hoch, der Teller leer.
Kleinere Portionen, höhere Preise: Spaniens Gastronomie spart am Essen
Zahlen Sie mehr für dasselbe oder erhalten Sie weniger für denselben Preis? In der spanischen Gastronomie hat sich die Wahrnehmung durchgesetzt, dass es das Zweite ist: schrumpfende Portionen in Ketten, ausländischen Restaurants und besonders im traditionellen spanischen Lokal, während die Endrechnung nicht sinkt. Das wiederkehrende Urteil lautet: Die goldene Ära waren die 2000er-Jahre, als Qualität und Menge Hand in Hand gingen. Wer heute hungrig ausgeht und nachlegen möchte, geht oft leer aus.
Vom 25-Euro-Kalbsfleisch-Teller zum Teller mit vier Dingen
Der häufigste Vergleich betrifft das traditionelle spanische Restaurant. Früher sättigte ein Kalbsfleischgericht für 20 bis 25 Euro; heute erhält man für dasselbe Geld laut verbreiteter Klagen „vier Dinge“ auf dem Teller zu einem horrenden Preis. Der Dessert bestätigt den Eindruck: Unter 6,95 Euro gibt es kaum noch etwas Vernünftiges. Das Problem beschränkt sich nicht nur auf die Gastronomie. Im Supermarkt stieg der Preis für Kalbfleisch in einer zirkulierenden Berechnung von 10 auf 25 Euro, was die Marge zwischen Selbstkochen und Ausgehen schmal hält.
Mickrige Rippchen in Ketten und schrumpfende Pizzen
Bei Rippchen-Franchiseketten wird oft das Beispiel eines halben Rippchens angeführt, das eigentlich nur ein Drittel ist, garniert mit einer Handvoll Pommes. Auch ausländische Küche ist nicht verschont: Fast 40 Euro pro Person und hungrig nach Hause gehen fasst viele Erfahrungen zusammen. Italienische und pseudo-italienische Pizzen werden kleiner und haben weniger Belag; Pasta bestellen empfindet ein Teil der Kundschaft als Abzocke: Es gibt Erinnerungen an Mehlspeisen, die dem Restaurant einen Euro kosten, aber ab 10 Euro verkauft werden. Zum Kontrast: In Neapel kostet eine Vier-Käse-Pizza serviert am Tisch mit zwei Bier und zwei Spritz nur 21 Euro.
Der Kampf des Stammlokals gegen das Gastropub
Gegenüber Design-Lokalen behauptet sich die traditionelle Taverne (tasca). Manche ziehen es vor, direkt an der Theke zu bestellen — Ohr, Schweineschwarte, Kroketten, Tortilla — statt 10 Euro für 150 Gramm Portion zu zahlen, was 60 Euro pro Kilo entspricht. Die Marge schrumpft auch im Stadtteil-Bistro: Das Pincho de tortilla mit einem Glas Bier (caña), das früher 3,50 Euro kostete, liegt nun bei 5,80 Euro, und die Tortilla ist nicht mehr hausgemacht. Einige Lokale schließen nach über 50 Jahren an belebten Straßen, wenn Kunden die Preiserhöhungen nicht mehr akzeptieren.
Die Paella-Rechnung: 3,50 Euro pro Person zu Hause
Die überzeugendste Aufstellung betrifft eine Paella für zehn Personen: 1,5 kg Reis für 2,50 Euro, 0,5 kg Tintenfischringe für 4 Euro, 0,5 kg Muscheln für 8,50 Euro, 0,5 kg Garnelen für 5 Euro, 300 g geschälte Riesengarnelen für 2,50 Euro, 1 kg Miesmuscheln für 3 Euro, Brühe für 5 Euro und Sonstiges für 2 Euro. Gesamt: 35 Euro inklusive Energiekosten und etwa 3,50 Euro pro Person, wobei die meisten Nachschlag nehmen. Die detaillierte Aufschlüsselung zeigt eine überraschende Differenz. Das Fazit ist nicht, dass der Preis unwichtig ist, sondern dass der Teller gefüllt sein muss: Man akzeptiert 15 oder 20 Euro pro Kopf, aber nicht, hungrig nach Hause zu gehen.
Warum die Rechnung steigt: Tourismus, Kosten und Mindestlohn
Die Erklärungen überschneiden sich. Eine verweist auf den ausländischen Tourismus, dessen höhere Kaufkraft die Preise treibt, die dann Einheimische zahlen müssen. Eine andere nennt die Betriebskosten — Steuern, Regulierungen der Gastronomie, Arbeitszeitkontrollen — und erinnert daran, dass die Marge nie beim Essen lag, sondern bei Kaffee und Getränken; wenn Portionen gekürzt werden, stimmt etwas nicht. Ein dritter Ansatz führt die Verteuerung auf den Anstieg des Mindestlohns zurück. Ein vierter, grober Ansatz schiebt alles auf Staatsverschuldung und Defizit. Niemand kann die Aufteilung vollständig erklären.
Ausgehen als Ausnahme: Die häufigste Strategie
Die praktischste Antwort ist keine Beschwerde, sondern Kochen. Zu Hause essen, vor dem Treffen mit Freunden Abendessen und nur einen Kaffee bestellen, Lunchbox mitnehmen oder das Bier auf der eigenen Terrasse trinken sind die wiederkehrenden Formeln, um nicht 30 Euro pro Kopf auszugeben. Manche vertrauen auf den Markt: Wenn niemand hingeht, kommen Angebote. Andere meiden bestimmte Lokale komplett, denn für Pommes und Salat hat sie ihre eigene Küche. Der Markt reguliere sich selbst, sagen sie. Wir werden sehen, ob das nächste Angebot mit vollen Tellern oder nur mit Algen kommt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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