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Kleine Benziner verschwinden: Kein Up GTI und kein Adam mehr
Mit dem Aus für den Up GTI und Opel Adam stirbt der kleine Benziner aus. Welche kompakten Modelle unter 4 Metern gibt es noch?
Der kleine Benziner stirbt aus und es gibt keinen Ersatz
Wer heute einen Benziner unter vier Metern Länge mit mindestens 90 PS und ohne Hybridisierung sucht, findet einen Markt vor, der nach unten hin leergefegt wurde. Die Modelle, die diese Nische einst definierten, sind nacheinander verschwunden: Der Opel Adam wird nicht mehr gebaut, der Volkswagen Up GTI und der Seat Mii Cupra sind Geschichte, und der Fiat 500 zeigt seine Jahre. Die Beschwerde ist konkret: „Ich will einen kleinen, aber leistungsstarken Wagen, und es gibt keinen mehr“.
Das verbleibende Angebot konzentriert sich auf eine Handvoll Namen. Der Skoda Fabia Monte Carlo mit dem 95 PS starken 1.0 TSI Motor beginnt laut aktuellen Marktdaten bei 12.800 Euro, ist aber auf fast vier Meter angewachsen und nur als fünftürige Karosserie erhältlich. Der 110 PS starke Toyota Yaris misst 3.945 mm und ist damit das kompakteste Modell mit mittlerer Leistung, wobei er die hinteren Scheibenbremsen der Hybridversion vorbehält. Der Kia Picanto mit 3,5 Metern und einer 100-PS-Version kostet etwa 12.500 Euro. Der 140 PS starke Suzuki Swift stellt eine sportliche Alternative dar.
Warum Benziner-Kleinwagen verschwinden
Die dominierende Erklärung ist regulatorischer Natur. Die Anti-Emissions-Vorschriften drängen die Hersteller dazu, leistungsstärkere Motoren aus ihren kleinen Modellreihen zu nehmen: Auf der Skoda-Website gibt es nur noch den 95 PS starken 1.0 TSI, ohne Diesel oder Performance-Versionen. Die Folge ist laut Kritikern, dass die zur Emissionssenkung konzipierten Regeln genau die Autos eliminieren, die bei der Herstellung am wenigsten Rohmaterial verbrauchen und pro Einheit am wenigsten Schadstoffe ausstoßen.
Das praktische Ergebnis ist ein kommerzielles Paradoxon. Tausende Fahrer, die alleine reisen und ein Stadtauto benötigen, stellen fest, dass das einzige wachsende Angebot die der SUVs ist – größer, schwerer und teurer. Der eigentliche Unmut ist nicht nostalgisch: Es ist die Tatsache, dass das A- und B-Segment bei den Benzinern keinen erschwinglichen Nachfolger mehr hat.
Die Debatte über hintere Trommelbremsen
Ein Teil der Diskussion verliert sich in einem technischen Detail, das die Meinungen spaltet. Es gibt Stimmen, die behaupten, dass hintere Trommelbremsen ausreichen, da bei einem Frontantrieb zwischen 80 % und 90 % der Bremsleistung auf die Vorderachse entfällt, zudem die Felgen sauberer bleiben und sie mehr Kilometer ohne Wartung halten. Dem steht das Argument entgegen, dass eine Trommel bei Erwärmung an Effektivität verliert, leicht ungleichmäßig arbeitet und Probleme bei der ITV (der spanischen Hauptuntersuchung) bereiten kann, und dass ihr Austausch – die Bremsbacken nach etwa 150.000 Kilometern – teurer und fehleranfälliger ist als ein einfacher Belagwechsel.
Die Diskussion driftet in den Bereich des Fahrgefühls ab: Die einen erinnern sich an Trommelbremsen aus den 90ern, die 18 Jahre lang hielten, während andere entgegnen, dass eine Trommel beim Ziehen der Handbremse niemals die nötige Bisskraft liefert. Ein Stillstand tritt ein, wenn man feststellt, dass die Hersteller sie aus Kostengründen einbauen, nicht wegen der Leistung.
Was bleibt, wenn das Budget steigt
Wenn die Grenze von 15.000 Euro überschritten wird, ordnet sich das Spektrum neu. Der 180 PS starke Alfa Romeo MiTo QV erscheint als Gebrauchtwagenoption mit guten Argumenten: ein mit Fiat und Suzuki geteilter Motor, moderate Wartungskosten und kompakte Maße. Der Abarth 595 Esseesse wird als Hommage an das Fahrgefühl genannt, mit Preisen zwischen 32.000 und 38.000 Euro je nach Version. Der Toyota GR Yaris, der auf der Plattform des Yaris und des Corolla basiert, bewegt sich in derselben hohen Preisklasse.
Die Rechnung, die über dem gesamten Gespräch schwebt, ist unangenehm: Die Ausstattung eines Kleinwagens mit moderner Technik – Spurhalteassistent, Totwinkel-Warner – treibt den Endpreis weit über den Listenpreis. Ein i10 in der stärksten Zwei-Ton-Version kostet fast 18.000 Euro, obwohl die Website ab 9.900 Euro bewirbt. Ein gut ausgestatteter Megane mit 140 PS startet bei 18.108 Euro, landet aber mit Extras bei 25.000 Euro.
Die Nische des kleinen, leistungsstarken Benziners ist nicht vor Alter gestorben. Sie wurde von oben her durch Vorschriften und Margen ausgeknipst, bis der Käufer allein vor der Wahl steht: mehr bezahlen für weniger zu bekommen oder in einen SUV umzusteigen, den er eigentlich gar nicht wollte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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