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Kit Digital: 3.000 € Hilfe als verstecktes Leasing
Das Kit Digital verspricht spanischen KMU 3.000 €, doch der Computer-Bonus ist ein teures Leasing mit Überwachung.
Kit Digital: Die 3.000-€-Hilfe für einen Computer, der sich als verstecktes Leasing entpuppt
Wurde Ihnen der digitale Gutschein gewährt und Sie glauben, endlich einen neuen Computer mit 3.000 € öffentlichen Mitteln kaufen zu können? Die Realität ist deutlich trüber: Es handelt sich nicht um einen Kauf, sondern um ein Leasing mit einem Jahr Überwachung und einem Aufpreis, der nach Abzocke riecht.
Das Versprechen des digitalen Gutscheins: 3.000 € auf einmal
Das aus EU-Mitteln finanzierte Programm Kit Digital versprach bis zu 3.000 € für die Digitalisierung von KMU und Selbstständigen in Spanien. Wer ein Jahr lang gewartet hatte, erlebte eine Überraschung: Der Gutschein stieg von 2.000 auf 3.000 € und umfasste eine zusätzliche Position von 1.000 € für den „Kauf eines Geräts“. Doch das Kleingedruckte verbarg ein für Vermittler sehr profitables Geschäftsmodell.
Kein Kauf, sondern Überlassung: Das subventionierte Leasing
Die 1.000 € des „Geräte-Gutscheins“ erlauben es nicht, in einen Laden zu gehen und ein Gerät auszuwählen. Sie werden über Digitalisierungsagenten (ADAs) abgewickelt, die einen „sicheren Arbeitsplatz“ anbieten: einen für ein Jahr überlassenen Computer mit Schulungssoftware und zentral verwaltetem Antivirenprogramm. Nach Ablauf der 12 Monate kann der Begünstigte das Gerät behalten, indem er einen Restwert zwischen 0 und 150 € zahlt, je nach ADA.
Das Problem zeigt sich bei den Zahlen. Laut verschiedenen Analysen kostet die Hardware des Computers etwa 600 €, während der Software- und Schulungsservice mit 400 € bewertet wird. Dennoch deckt der Gutschein 1.000 € für die Überlassung ab, und auf diesen Betrag wird eine Mehrwertsteuer von 21 % (210 €) erhoben, die der Selbstständige vorstreckt oder abzieht. Der Aufpreis ist offensichtlich: Der Staat zahlt 1.000 € für ein Paket, das auf dem freien Markt nur etwa 600–700 € kosten würde.
Der Bicho, der keiner ist: Pflicht zur Fernüberwachung
Einer der umstrittensten Punkte ist die Sicherheitssoftware, die auf den Geräten installiert wird. Es handelt sich um einen professionellen Bicho mit zentraler Verwaltung, der die Systemaktivität protokolliert und während des gesamten Nachweiszeitraums Logs an den ADA sendet. Er kann nicht deinstalliert werden, ohne die Subvention zu verlieren. Viele betrachten dies als ein verstecktes Überwachungsinstrument, das Netzwerkverbindungen und Prozesse erfassen und sogar andere Geräte im selben Netzwerk scannen kann. Die Debatte darüber, ob dies die Privatsphäre verletzt, ist eröffnet.
Unterschiedliche Erfahrungen: Von der Rückgabe bis zum Lenovo Mini-PC
Während einige Selbstständige das Kit als „Betrug“ bezeichnen und das Gerät aufgrund bürokratischer Hürden zurückgegeben haben, konnten andere nach einem Jahr einen Lenovo ThinkCentre Mini-PC für 0 € behalten und nutzen ihn als Hauptgerät. Der Schlüssel liegt im gewählten ADA: Einige setzen einen Restwert von 0 % an, andere verlangen 150 €. Es gibt auch Fälle von Digitalisierungsagenten auf den Kanarischen Inseln, die durch Umkehr der Steuerschuld von der Mehrwertsteuer befreien.
Die Bürokratie ist jedoch gnadenlos: Der Computer muss mindestens während der letzten 3 Monate des Nachweiszeitraums genutzt werden, und die Logs des Antivirenprogramms sind der Beweis. Wer ihn nicht anschließt, riskiert, die Subvention mit Zinsen zurückzahlen zu müssen.
Das Kleingedruckte des Schnäppchens
Insgesamt hat die Hilfe den Anschein einer „sozialen Ingenieurskunst, um unter Freunden Geld zu verteilen“, wie in den Analysen argumentiert wird. Große Beratungsfirmen, Betreiber wie Vodafone und Distributoren wie TD Synnex sind die Hauptbegünstigten. Kleine Selbstständige stehen vor übermäßigem Papierkram, engen Fristen und Bedingungen, die oft nicht das halten, was versprochen wurde.
Am Ende ist der digitale Gutschein wie ein Schnäppchen, das sich nur lohnt, wenn man das Kleingedruckte nicht liest … oder wenn man Bienenstöcke überwachen muss, wie ein Nutzer demonstrierte, der plante, den PC zur Messung von Bienenvibrationen zu verwenden. Die Ironie besteht darin, dass das System so konzipiert scheint, dass die Mehrheit am Ende das Geld zurückzahlen muss.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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