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Kike Méndez und CEDADE-Video von 1989: Debatte über Vergangenheit
Kike Méndez, mit VOX verbunden, wäre 1989 17 Jahre alt gewesen. Die Frage nach seiner Identität im Neonazi-Video bleibt unbeantwortet.
Kike Méndez, VOX und das CEDADE-Video von 1989: Was bekannt ist und was nicht
Im Jahr 1989 organisierte die neonazistische Gruppe CEDADE in Madrid eine Veranstaltung zum Geburtstag Adolf Hitlers. Von diesem Treffen existiert ein Video, auf dem ein junger Mann den Hitlergruß zeigt und Parolen ruft. Drei Jahrzehnte später stellt sich die Frage, ob dieser junge Mann Francisco Paula Méndez-Monasterio, bekannt als Kike Méndez, ist, der heute der Partei VOX nahesteht. Das Argument für diese Hypothese basiert auf seinem Geburtsjahr: 1972. Im Jahr 1989 wäre er 17 Jahre alt gewesen, ein Alter, das zu dem des Jugendlichen auf den Aufnahmen passt.
Was über Kike Méndez und seinen Werdegang bekannt ist
Die im Diskurs kursierenden Informationen besagen, dass diese Person 1998 Mitglied der Alianza por la Unidad Nacional war, einer Gruppe unter der Führung von Ynestrillas. Im selben Jahr wurde er wegen eines Angriffs an der Universität auf Pablo Iglesias verurteilt, damals ein Student, der Plakate zur Freilassung Pinochets entfernte. Das bedeutet, dass er zehn Jahre nach dem Video bereits in rechtsensrecht Kreisen aktiv war und eine Verurteilung vorweisen konnte.
Der Wechsel zu VOX und seine Abwesenheit auf Wahllisten nähren Spekulationen. Manche behaupten, dass jemand mit einem solchen Hintergrund nicht als Kandidat auftritt, um einen Skandal zu vermeiden, falls ein Abgeordneter bei einer neonazistischen Veranstaltung gefilmt worden wäre. Dies ist jedoch eine Hypothese, kein bewiesener Fakt. Die Frage bleibt offen: Ist er derjenige im Video?
Doppelte Standards als wiederkehrendes Argument
Die Diskussion driftet schnell in Vergleiche mit anderen Fällen ab. Es wird erwähnt, dass auch Jorge Verstrynge, ein Ideologe von Podemos, bei CEDADE aktiv war und dass seine Tochter in derselben Partei tätig ist, die er unterstützt. Einige fragen, warum manche Vergangenheiten toleriert werden und andere nicht.
Das Argument des doppelten Maßstabs wird weiter ausgeführt: Es wird daran erinnert, dass CEDADE bei den ersten Wahlen nach Francos Tod die SPD (PSOE) unterstützte, mit dem Slogan „Vor national sind wir sozialistisch“. Auch der Fall Otegui wird verglichen, der an einer Entführung beteiligt war und entscheidende Informationen für einen Mord lieferte, heute aber als Friedensmann dargestellt wird. Manche ziehen daraus die Schlussfolgerung, dass die Bewertung je nach politischer Farbe unterschiedlich ausfällt.
Alter und Zeitablauf als mildernde Umstände
Ein anderer Analyseansatz besagt, dass Handlungen im Alter von 17 oder 18 Jahren nicht lebenslang entwertend sein sollten. Es wird argumentiert, dass es in diesem Alter normal sei, radikalen Gruppen beizutreten, und dass eine Beurteilung aufgrund von Bildern aus mehr als drei Jahrzehnten zurückliegender Zeit eine rückwirkende Gerechtigkeit ohne Garantien darstelle.
Die Antwort darauf lautet, dass es nicht nur um das Video geht: 1998 war er bereits Mitglied einer faschistischen Gruppe und wurde wegen eines Angriffs verurteilt. Es handelt sich nicht um einen isolierten Jugendsünden, sondern um eine Entwicklung. Die Debatte bleibt ungelöst.
Die Frage, ob Kike Méndez der junge Mann im CEDADE-Video ist, hat keine bestätigte Antwort. Es gibt Indizien: Das Alter passt, der Kontext passt, der spätere Werdegang passt. Aber niemand hat einen schlüssigen Beweis vorgelegt. Unterdessen ist die Diskussion zu einem Schlachtfeld darüber geworden, welche Vergangenheiten verziehen werden können und welche nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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