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Keine Theorie erklärt die 3 Millionen Blöcke der Cheops-Pyramide
357 Blöcke am Tag über 23 Jahre: die Rechnung, die keine Theorie zum Bau der Pyramiden je ganz aufgehen lässt
Die hydraulische Theorie der Pyramiden scheitert an der Uhr
Die Pyramiden wurden nicht mit Wasser unter Druck errichtet. Dafür gibt es nicht einen einzigen Beweis, und eine einfache Rechnung erledigt die Hypothese in drei Zeilen. Und trotzdem kursiert die Idee, wird leidenschaftlich verteidigt und zwingt zu etwas, das fast niemand tut: Zahlen auf den Tisch zu legen. Das ist das Wertvolle, nicht das Ergebnis. Die neueste Version des Rätsels behauptet, die Königinnen- und die Köninskammer seien wasserdichte Behälter gewesen, die Lüftungsschächte Wasserleitungen, und zwei Schaufelräder von 8 Metern, angetrieben von Strahlen mit 6 bar, hätten Blöcke von über 100 Tonnen durch die Große Galerie gehoben. Das klingt wie viktorianische Ingenieurskunst im Alten Reich. Und dort beginnt der Konflikt.
Sechs bar, ein Hahn von 11 Zentimetern und 346 Liter pro Sekunde
Der Kern des hydraulischen Vorschlags ist eine abgedichtete Kammer, die sich per Schwerkraft aus etwa 60 Metern Höhe füllt und die Innenluft auf 6 bar verdichtet. Mit diesen Parametern würde eine Auslassöffnung von 100 cm² — ein Durchmesser von 11 Zentimetern — eine Kraft von 600 Kilo tragen und 346 Liter pro Sekunde bei einer Geschwindigkeit von 34 Metern pro Sekunde abgeben. Die Aufschlüsselung dieser Rechnung, mit Querschnitt, Geschwindigkeit und Durchsatz in einer Kette, lässt keinen Spielraum für Fantasie und ist Stück für Stück für jeden nachprüfbar.
Der endgültige Schlag dagegen stammt aus dem Physiklehrbuch des ersten Semesters: Wasser 60 Meter hoch zu pumpen, um es danach fallen zu lassen und ein Rad anzutreiben, heißt die Arbeit doppelt leisten, um das Ergebnis einmal zu bekommen. Wer das Wasser heben kann, kann auch den Stein heben. Dazu kommen die Lecks, die Wartung von Dichtungen an einem Granitbau und das Fehlen jeder Spur eines hydraulischen Kreislaufs in den ägyptischen Aufzeichnungen. Die beschriebene Maschinerie hätte eine technische Kultur erfordert, die weder schriftliche Spuren noch zeitgenössische Parallelen hinterlassen hat.
Der Engpass ist nicht der Kran, sondern der Kalender
Cheops regierte, nach der Chronologie, mit der hier gerechnet wird, zwischen 2590 und 2567 vor Christus. Dreiundzwanzig Jahre. Die Pyramide enthält rund 3 Millionen Blöcke aus Kalkstein und Granit, mit Gewichten von 2.000 bis 40.000 Kilo. Die Division ist unbarmherzig: 357 Blöcke täglich, zwölf Stunden ohne Pause, einer alle zwei Minuten. Und das unter der Annahme, dass Steinbruch, Transport und Behauen wie ein perfektes Fließband funktionierten, ohne Pannen und ohne Materialengpässe.
Die ausführlichsten Bearbeitungen des Problems setzen die Mindestzeit pro Block mit der verfügbaren Technik auf zwei Stunden. Das ist das Argument, das alle Theorien überlebt, die offiziellen eingeschlossen. Der Wasservorschlag löst diese Arithmetik nicht: Er verlagert sie nur. Die Frage ändert sich von „wie wurden sie hochgehoben“ zu „wie lange dauerte das Hochheben“, und auf diesem Terrain schneidet keine antike Maschine gut ab.
Flüssiger Stein: der chemische Weg, der seit Jahren nicht ganz widerlegt ist
Es gibt einen dritten Weg, und er ist der unbequemste. Der Kalkstein der großen Pyramiden enthielte deutlich mehr Wasser als natürlicher Kalkstein, laut den petrografischen Analysen, die in dieser Debatte zitiert werden. Das deutet auf hergestellte Blöcke hin — wiedergebundener Kalkstein durch eine einfache Reaktion mit Natron und Malachit, zwei Rohstoffe, die das Land im Überfluss hatte — und nicht auf gebrochene und behauene Blöcke. Manche argumentieren zudem, die Erschöpfung der Minen auf dem Sinai erkläre, warum spätere Pyramiden kleiner wurden und aus schlechterem Material bestanden.
Die Hypothese hat eine schwache Flanke, und ihre eigenen Verfechter geben es zu: Die Verkleidungsblöcke und späteren Reparaturen scheinen tatsächlich maßgeschneidert. Der Großteil des Materials auf dem Gizeh-Plateau steckt außerdem weiterhin im natürlichen Fels, sichtbar in den umliegenden Wänden. Niemand hat bewiesen, dass die Blöcke künstlich sind. Auch das Gegenteil nicht.
Herodot, ein Hebel pro Schicht und ein Wasserrad, das noch nicht existierte
Die älteste Erklärung bleibt die langweiligste. Herodot beschrieb Hebelmaschinen auf jeder Stufe, die die Blöcke Schicht für Schicht hochhoben: eine langsame, reproduzierbare, skalierbare und ausfallsichere Methode. Eine Heimwerkerversion dieser Idee — zwei geneigte Balken, ohne Stufen, und ein Hebel, der den Stein von Ebene zu Ebene rollt — kursiert seit Jahren in Amateurvideos und löst das Heben ohne Wasser, ohne Druck und ohne Mysterium.
Zwei Einwände bremsen sie. Der erste: Das Rad, selbst in Form eines Wasserrads, ist im Ägypten jener Zeit nicht belegt, wohl aber in Mesopotamien. Der zweite ist philologisch und sehr ergiebig: Im griechischen Text der Historien erscheint der Name des Pharaos als Χέοπα, und Formen wie „Cheops“ oder „Khufu“ sind moderne Rekonstruktionen, wie die Hieroglyphen geklungen haben könnten. Die klassischen Griechen hatten bereits die Aeolipile, die erste dokumentierte Dampfmaschine, und nutzten sie zu nichts Produktivem. Dass eine Technik existiert, heißt nicht, dass sie angewendet wird.
Niemand hat den Bauplan gefunden, und wahrscheinlich wird es auch niemand. Angesichts dieser Präzedenzfälle wird die nächste Theorie — hydraulisch, chemisch oder schlicht mechanisch — in wenigen Monaten auftauchen und erneut an dieselbe Mauer stoßen: 357 Blöcke am Tag über 23 Jahre. Wenn jemand diese Rechnung mit Steinbruchmannschaften und Kupferwerkzeugen aufgehen lässt, hat er die Geschichte neu geschrieben. Bis dahin steigt das Wasser nicht von allein.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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