Kehlschnitt-Jubel bleibt unbestraft

Nicola Jackson feierte zwei Tore gegen Aston Villa mit einer Kehlschnitt-Geste und erhielt keine Karte. Für die Doppelmoral beim Torjubel gibt es weiterhin keine offizielle Antwort.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Nicola Jackson feierte zwei Tore mit einer Kehlschnitt-Geste Richtung Tribüne, und weder die UEFA noch die Schiedsrichter bestraften ihn. Dieselbe Geste von Rüdiger im Metropolitano hatte ebenfalls keine disziplinarischen Folgen.

Im Fußball gibt es einen nie geschriebenen Kodex für Jubel. Was erlaubt ist und was bestraft wird, hängt weniger von den Regeln ab als vom Ermessen des Schiedsrichters an jenem Tag. Mit der Zeit entstehen so Ungleichbehandlungen, die die Menschen nicht vergessen.

## Jacksons Geste und das Schweigen der Schiedsrichter

**Nicola Jackson**, ehemaliger Stürmer des **Villarreal**, erzielte zwei Tore beim 6-Tore-Sieg des **Aston Villa** gegen die Türken. Bei beiden Toren machte er die Kehlschnitt-Geste Richtung Tribüne. Keine Gelbe Karte. Keine Rote Karte. Keine Erklärung der **UEFA**. Auch die Kommentatoren erwähnten den Vorfall nicht.

**Rüdiger** machte dieselbe Geste im letzten Jahr im **Metropolitano**. Auch damals geschah nichts. Zwei Fälle, null Sanktionen.

## Was tatsächlich bestraft wird

**Di Canio** rief nach einem Tor ein Taxi und es entbrannte eine landesweite Debatte. Ein Spieler hält sich den Mund zu und wird ohne Beweise bestraft, mit der Begründung, die Geste allein reiche als Strafgrund. Die Unschuldsvermutung gilt offenbar nicht für alle Gesten gleichermaßen.

Die Frage, die im Raum steht: Warum lösen manche Gesten Pressekonferenzen aus, während andere nicht einmal kommentiert werden? Es gibt keine offizielle Antwort. Nur Schweigen.

## Der Jubel als Stimmungsbarometer

Jubel sind ein Barometer dafür, was eine Epoche toleriert. Die Kehlschnitt-Geste ist gewalttätig und unangenehm, doch sie ist seit Jahren auf den Plätzen zu sehen, ohne Folgen. Unterdessen haben andere, kleinere Gesten Spiele und Geldstrafen gekostet.

Ohne klare Kriterien wächst das Gefühl der Ungleichbehandlung. Und in einem Sport, in dem Millionen jeden Blick registrieren, ist das kein kleines Problem.

Disziplinarische Sanktionen im Fußball liegen bei den zuständigen Gremien und deren Protokollen. Jede Deutung möglicher Diskriminierung erfordert Beweise, die es hier nicht gibt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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