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Katalonien: Mieten steigen vor Einführung der Obergrenze
In Katalonien schießen die Mietpreise in die Höhe, bevor im Februar die neue Begrenzungsregelung in Kraft tritt. Vermieter nutzen das Zeitfenster für Preiserhöhungen.
Katalonien: Mieten steigen vor Einführung der Obergrenze
Das Inkrafttreten des Gesetzes zur Begrenzung der Mietpreise in 140 katalanischen Gemeinden, geplant für Februar, hat einen paradoxen Effekt ausgelöst: Eigentümer haben die Mieten ungewöhnlich schnell erhöht. Die Vereinbarung zwischen Wohnungsbauministerin Isabel Rodríguez und Regionalministerin Ester Capella zur Anwendung der Vorschriften in angespannten Gebieten wurde von einigen Vermietern genutzt, um Preissteigerungen zu antizipieren, bevor die verbindliche Regulierung greift.
Der „Preisschuss“ vor der Regulierung
Die Gewerkschaft der Mieter in Katalonien (Sindicato de Alquiladas) kritisiert über ihren Sprecher Enric Aragonès Jové, dass die Preise seit Bekanntwerden des Umsetzungsdatums „explodiert“ sind. Es gibt Fälle von Mietern, die unter Druck gesetzt werden, neue Verträge mit höheren Raten zu unterschreiben, obwohl ihre bestehenden Verträge noch bis März oder April gültig waren. Die Strategie besteht darin, das Zeitfenster zwischen Ankündigung und tatsächlicher Umsetzung zu nutzen, um die Mieten zu maximieren, bevor die gesetzliche Obergrenze gilt.
Im Gegensatz zum katalanischen Gesetz von 2020, das am Tag seiner Verabschiedung im Amtsblatt veröffentlicht wurde, gab diese neue Regelung den Eigentümern Zeit zu reagieren. Das Ergebnis war eine durchschnittliche monatliche Steigerung von 176 Euro durch die Vorwegnahme, ein vom Gewerkschaftsbund als schädlich für Mieter eingestufter Wert.
Unzureichende Obergrenze bei fehlender Wirtschaftlichkeit
Über die Einfrierung hinaus betont die Gewerkschaft, dass die Maßnahme unzureichend ist, wenn nicht auch der Basispreis gesenkt wird. Derzeit geben mehr als die Hälfte der Mieter über 30 % ihres Einkommens für Miete aus, in Extremfällen sogar über 50 %. Dies macht Wohnraum zu einem Faktor der Verarmung, selbst für Arbeitnehmer mit stabiler Beschäftigung und mittlerem Einkommen. Die „positive“ Regulierung kommt spät und adressiert nicht die reale Tragfähigkeit der Mieten für die Mehrheit der Gesellschaft.
Angespannte Gebiete und Referenzpreisindex
Das Gesetz betrifft 140 Gemeinden, einschließlich der vier Hauptstädte Barcelona, Tarragona, Lleida und Girona sowie großer Städte wie Terrassa, Badalona, Hospitalet de Llobregat, Sabadell und Cancelar. Damit die Norm angewendet werden kann, muss das Wohnungsbauministerium den Referenzpreisindex genehmigen. Nach dessen Veröffentlichung werden die Mieten in diesen Gebieten für mindestens drei Jahre gedeckelt.
Unterdessen warnen andere Branchen, wie etwa die Betreiber von Ferienwohnungen, vor dem Verlust von Großveranstaltungen durch die Regulierung der Kurzzeitvermietung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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