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JungTrader gibt sich als Multimillionär, mietet aber seine Autos
Ein junger Mann behauptet, mit Trading zum Multimillionär geworden zu sein, mietet seine Autos aber, weil er nach eigener Aussage dreimal betrogen wurde. Die Szene wurde in einem…
JungTrader gibt sich als Multimillionär, mietet aber seine Autos
Kann man mit 25 Multimillionär sein und nicht ein einziges Auto auf seinen Namen besitzen? Das ist die Frage, die über dem Phänomen des angeblichen spirituellen Erben von Llados schwebt – eine Figur, die behauptet, in nur zwei Jahren durch Trading ein Vermögen angehäuft zu haben, ihre Fahrzeuge aber mietet, weil sie nach eigener Erzählung dreimal hintereinander beim Kauf desselben Autos betrogen worden sei. Die Szene, aufgenommen in einem Luxus-Autohaus in Dubai, zeigt den jungen Mann und seinen Mentor, wie sie dem Verkäufer die Geschichte erzählen, während dieser fassungslos der Vorstellung zusieht.
Zwei Jahre Trading und ein Vermögen unter Verdacht
Die besagte Person versichert, in kaum zwei Jahren dank Trading von null auf Multimillionär gekommen zu sein. Die Behauptung, ohne jede Prüfung oder Verifikation in die Welt gesetzt, ist der erste Baustein einer Erzählung, die in sich zusammenfällt, sobald man an der Oberfläche kratzt. Im Video gibt der junge Mann zu, dass er keine Autos kauft, sondern mietet. Als Begründung führt er an, er sei beim Kauf desselben Fahrzeugs dreimal betrogen worden – eine Behauptung, die weder er noch sein Begleiter mit einem einzigen Beleg untermauern.
Die Autohaus-Szene ist eine Übung in unfreiwilliger Improvisation. Der Mentor, ein angeblicher Freund, brüllt immer wieder ein „It's true!“, das eher nach Parole klingt als nach Zeugenaussage. Der Verkäufer, ein Luxus-Profis, verfolgt das Schauspiel mit dem Gesicht eines Menschen, der schon ein halbes Dutzend Nachahmer von Nachahmern durch seinen Showroom hat paradieren sehen. Kein Vertrag, keine Überweisung, nichts. Nur Worte und eine Kamera.
Die Freundin, der Höhepunkt des Grotesken
Wenn das Autohaus schon ein Bild war, hebt der Auftritt der Freundin die Szene in den Rang unfreiwilliger Kinokunst. Die junge Frau tritt ins Bild, und das Ganze bekommt einen parodistischen Anstrich, den mehrere Beobachter mit „Antiestéticar and Loathing in Dubai“ verglichen haben – nur ohne Drogen: Hier ist das Rauschmittel die Anhäufung immer größerer Prahlereien. Der glasige Blick des Protagonisten beim Verlassen des Autohauses, als hätte er gerade den Yeti gesehen, ist die Einstellung, die alles zusammenfasst.
Die Parallele zu Llados ist unvermeidlich. Wenn dieser ein Meister der Täuschung war, der die Rolle mit etwas Artistischem verkörperte, ist diese zweite Stufe grobschlächtiger, aufgesetzter, armseliger. Der Unterschied, so sagen es jene, die beide Phänomene verfolgt haben: Llados hat wenigstens über Jahre eine kohärente Erzählung aufgebaut. Hier fällt alles in einem einzigen Video in sich zusammen.
Das Geschäft mit dem heißen Luft verkaufen in Dubai
Der Kontext hilft nicht. Dubai ist zur bevorzugten Bühne einer Generation angeblicher Trader geworden, die Häuser mit Garagen voller Luxusautos mieten. Die Besitzer, viele davon aus ihren Heimatländern geflohen, vermieten zu Preisen weit unter denen von Miami, um die Schaufenster aufrechtzuerhalten. Das Ergebnis ist ein Ökosystem, in dem der Anschein von Reichtum so billig ist wie nie und in dem jeder mit einer Kamera so tun kann, ein Multimillionär zu sein.
Die Frage, die in der Luft bleibt: Wie lange kann sich eine solche Erzählung halten? Die Antwort, wenn man den Verlauf ähnlicher Fälle betrachtet, lautet: Solange es ein Publikum gibt, das glauben will, wird es auch jemanden geben, der es erzählt. Das Problem ist nicht der 25-Jährige. Das Problem ist der Markt, der ihm Beifall klatscht.
Am Ende ist die einzige überprüfbare Zahl der ganzen Geschichte das Alter: 25. Der Rest ist Nebel, und Nebel gehört einem – wie gemietete Autos – nie.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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