Julio Iglesias prüft Klage gegen Univision und elDiario.es

Julio Iglesias droht mit einer Verleumdungsklage über 200 Millionen Dollar gegen elDiario.es und Univision. Der Fall könnte vor US-Gerichten landen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Julio Iglesias schlägt zurück: Prüft Klage gegen elDiario.es und Univision

Die Veröffentlichung einer Podcast-Reihe durch elDiario.es löste in nur drei Tagen mehr als 4.400 Nachrichtenmeldungen aus und erreichte eine globale Reichweite. Nun bereitet der Sänger Julio Iglesias eine Verleumdungsklage gegen das von Nacho Escolar geleitete Medium und den Sender Univision vor, mit einer anfänglichen Forderung von 200 Millionen Dollar. Der Fall, der in Spanien mangels Zuständigkeit eingestellt wurde, droht vor US-Gerichte zu wandern, wo Entschädigungen für Rufschädigung astronomische Höhen erreichen können.

Der Ursprung: Ein Unternehmenskonflikt hinter den Vorwürfen
Laut Quellen im Umfeld des Falls war die mediale Anschuldigung kein bloßer Akt investigativen Journalismus, sondern der Höhepunkt jahrelanger Spannungen zwischen Julio Iglesias und der Familie Rainieri, Eigentümerin von Univision. Der Sänger war Partner der Familie in einem Resort in Punta Cana und besaß ein angrenzendes Anwesen. Die Familie hätte versucht, seine Anteile erfolglos aufzukaufen, was eine Kampagne zur Erzwingung seines Ausstiegs ausgelöst haben soll. Die Veröffentlichung der Audios und Zeugenaussagen würde in diese Strategie passen.

Das rechtliche Dilemma: Spanische oder US-Gerichte?
Die spanische Audiencia Nacional erklärte ihre fehlende Zuständigkeit für die gemeldeten Vorfälle, da diese angeblich in der Dominikanischen Republik und auf den Bahamas stattfanden. Dennoch hat sich der Rufschaden global ausgeweitet. Die Anwälte von Iglesias prüfen, ob sie die Klage in den USA einreichen, wo die Pressefreiheit die Verbreitung falscher Informationen nicht schützt und eine Entschädigung von 200 Millionen Dollar nicht unrealistisch wäre. Tatsächlich wurden allein in den USA innerhalb von drei Tagen 174 Nachrichtenartikel über den Fall veröffentlicht.

Die Risiken einer Gegenklage
Nicht alle Analysen sprechen für Iglesias. Einige Experten warnen, dass bei Erfolg der Klage die Medien gezwungen sein könnten, ihre Beweismittel offenzulegen, einschließlich echter Aufnahmen und zusätzlicher Zeugenaussagen, die ihre Version untermauern würden. Zudem könnte das Verfahren in den USA für das Medium ruinös teuer sein, aber auch Iglesias exponieren, falls das Gericht feststellt, dass die Berichte ausreichend begründet waren.


Die Frage, die niemand beantwortet, ist, ob das Vermögen von Julio Iglesias, geschätzt auf 750 Millionen Dollar, ausreicht, um einen transatlantischen Rechtsstreit zu finanzieren, der sich über Jahre hinziehen könnte. Währenddessen nähren das Schweigen von Univision und die Zurückhaltung von Escolar den Verdacht, dass hier mehr als Sens und Geld im Spiel sind.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (235 Antworten).

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