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Jordi Wild: Ignorant oder cleverer Selbstständiger? Spanien diskutiert
In einem Forum streiten Nutzer: Einer behauptet, Wild verdiene mehr als 90 % der Schauspieler; andere nennen ihn ignorant. Auch seine Absage an einen Produzenten wird diskutiert.
Jordi Wild: zehn Jahre YouTube und die Frage, ob er ein Ignorant ist
Ein YouTuber, der seit einem Jahrzehnt von der Kamera lebt, der laut einem Teilnehmer mehr verdient als ein guter Teil der spanischen Schauspielerschaft und der nach eigener Erzählung auf die Schauspielerei verzichtete, weil er die Annäherungsversuche eines Produzenten zurückwies. Das ist keine Kleinigkeit: zehn Jahre durchgehende Karriere auf einer Plattform, die ihre Kreativen alle paar Saisons verschlingt. Das Paradox, das derzeit diskutiert wird, ist ein anderes: Kann so jemand ein hoffnungsloser Ignorant sein?
Ausgangspunkt ist ein wiederholt erzähltes Geständnis. Wild hat mehrfach erzählt, dass sein Traum war, Schauspieler zu werden, und dass ein bekannter Produzent ihn bei einem Gespräch mit Annäherungsversuchen bedrängte, die er zurückwies – fast bis hin zur Gewalt. Hätte er sich darauf eingelassen, so spekuliert die zynischste Version der Geschichte, wäre er heute ein Star. Der Schluss, den man daraus zieht – er sei stumpfsinnig gewesen, weil er nicht mitgemacht habe –, sagt mehr über den aus, der ihn zieht, als über den, um den es geht.
Von der Absage an den Produzenten zum Selbstständigen-Einkommen
Darauf aufbauend prallen zwei Lager aufeinander. Das erste hält Wild für einen Banausen mit Größenwahn, einen Ahnungslosen, der in Interviews den Gelehrten spielt, dabei nichts Unangenehmes fragt und dessen Gäste gerade deshalb kommen, weil ihnen nichts weggeschnitten wird. Seine gesellschaftliche Funktion sei es, so diese Lesart, einer Generation glauben zu machen, man könne dem Hamsterrad mit Charisma und einem T-Shirt entkommen.
Das zweite Lager ist nüchterner. Er lebt seit einem Jahrzehnt von YouTube, ist sein eigener Chef und verdient auf dem Niveau, das er erreicht hat, mehr als 90 % der spanischen Schauspieler. Er mag kein Gelehrter sein, aber in seinem Metier gehört er zu den Besten. Und die Welt ist voller grobschlächtiger Menschen, die obendrein in ihrem Job mittelmäßig sind.
Das Gegenargument folgt sofort: Wenn er wirklich Geld hätte, würde er ein Unternehmen mit Dutzenden Angestellten führen, statt sich vor einer Webcam zum Affen zu machen. Er ist Selbstständiger, kein Unternehmer. Die Diskussion verschiebt sich dann zur Frage, wer echte Macht hat und wer nur den Schein davon – mit Namen wie Broncano oder Resines als Vergleichsgrößen.
Der Name, der nie fällt: aufgespart für den Jüngsten Tag
Ein roter Faden zieht sich durch das ganze Gespräch: Wild hat nie verraten, wer der Produzent war. Man spekuliert, er warte auf dessen Tod, um alles zu erzählen. Die kalte Rechnung: Schweigen bringt ihm etwas ein. Nennt er einen Namen und kann es nicht beweisen, droht eine Klage; stimmt es, aber ist verjährt, gewinnt er nichts. Währenddessen spekuliert die Gemeinde, und der Algorithmus bedankt sich für das Engagement.
Das Ergebnis ist ein unbequemes Porträt der Aufmerksamkeitsökonomie. Ein Kreativer, der nicht gebildet sein muss, um profitabel zu sein, ein Publikum, das Schein mit Macht verwechselt, und eine Branche – die Schauspielerei –, in der die Prekarität das Einkommen eines YouTubers wie einen Witz wirken lässt. Wie viele spanische Schauspieler würden heute Wilds Vertrag unterschreiben?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).
2040 ist nur vierzehn Jahre entfernt, und wer heute 44 ist, wird dann 58 sein. Die Kalenderarithmetik verunsichert: Der berufliche Countdown läuft bereits.
Pintxo oder Tapa: Je nach Region heißt die Portion anders, und auch beim Getränk herrscht Verwirrung. Der Preis bleibt unbeantwortet, und Cruzcampo wird scherzhaft kritisiert.
Ein Forumsnutzer sagt, er sei im Ruhestand und habe trotzdem einen Minijob. Er plant, in den Madrider Retiro-Park zu gehen und Empanada, Enchilada, Mate und Postobón zu genießen.