Jo-Jo-Effekt im Sommer: 6 Kilo abnehmen, 7 zunehmen

Von 88 auf 82 und zurück auf 89 kg: Der Jo-Jo-Effekt im Sommer erklärt. Leptin, Wassereinlagerungen und Eiscreme sind die Hauptursachen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Jo-Jo-Effekt im Sommer: 6 Kilo abnehmen, 7 zunehmen
Der Jo-Jo-Effekt im Sommer: Von 88 auf 82 und zurück auf 89 in drei Monaten

Am 1. Juni wog jemand 88 Kilogramm. Am 1. August, nach zwei Monaten Schwimmen, Wandern und weniger Essen, zeigte die Waage 82 an. Einen Monat später beträgt das Gewicht 89. Die „Operation Bikini“ hat sich in einen Jo-Jo-Effekt verwandelt, der den Bauch mit Zinsen zurückgebracht hat. Die Frage ist, ob dies ein persönliches Versagen oder eine vorhersehbare physiologische Reaktion ist.



Die Debatte über den Jo-Jo-Effekt: Realität oder Mythos?

Eine intensive und kurze Kalorienrestriktion löst sowohl einen psychologischen als auch einen hormonellen Jo-Jo-Effekt aus. Das Leptin, das Hormon, das den Appetit reguliert, wird bei der Mehrheit der westlichen Bevölkerung gestört, die an eine Ernährung mit hochverarbeiteten Lebensmitteln und Kohlenhydraten gewöhnt ist. Der Körper reagiert mit einem ancestralen Überlebens-„Chip“, indem er Fett speichert, selbst wenn wieder normal gegessen wird. Manche behaupten, der Jo-Jo-Effekt sei Unsinn ohne Grundlage, aber die empirischen Erfahrungen derer, die ihn erlebt haben, deuten darauf hin, dass es die realste Sache der Welt ist: zwei Tage wenig essen und am nächsten Tag eine Völlerei.

Die Rolle von Wasser und Kohlenhydraten beim saisonalen Gewicht

Ein Teil der im Sommer verlorenen Kilos ist einfach nur Wasser. Der Konsum von Bier, Eiscreme, Melone, Wassermelone und Reisgerichten — alles Kohlenhydrate — führt dazu, dass der Organismus Flüssigkeit einlagert. So ist es durchaus möglich, in einem Monat sieben Kilos zuzunehmen, aber ein großer Teil davon ist angesammeltes Wasser. Im konkreten Fall gab der Protagonist zu, pro Woche zwei Eimer (je ein Liter) Schokoladeneis gegessen zu haben. Das sind etwa 2.000 zusätzliche Kalorien pro Woche allein durch Eis, ohne die Wurstwaren und anderen sommerlichen Exzesse zu zählen.

Diät vs. Bewegung: Was die Erfahrung zeigt

Die einzige Strategie, die langfristig funktioniert, ist das Zählen der Kalorien: etwas weniger essen, als man täglich verbraucht, ohne Hunger zu leiden, langsam aber sicher. Ein kleines tägliches Defizit ist der beste Trick, weil sich der Körper anpasst und kein Jo-Jo-Effekt entsteht. Im Gegensatz dazu sind restriktive Diäten über zwei Monate, wie sie mit Schwimmen und Wandern durchgeführt wurden, nicht tragfähig. Außerdem ist die Qualität des Essens wichtiger als die Menge: Wenn man gesund isst — Linsen, Haferflocken, Obst, Gemüse, Huhn, Fisch — ist es schwierig, in einem Monat sieben Kilos zuzunehmen, egal wie viel man isst.

Alter und Muskelmasse: Der vergessene Faktor

Mit 54 Jahren ist der Stoffwechsel nicht mehr derselbe wie mit zwanzig. Krafttraining mit schweren Gewichten und wenigen Wiederholungen ist entscheidend für den Erhalt der Muskelmasse, die als metabolische Reserve bei Krankheiten und Operationen dient. Eine gut entwickelte Muskulatur reduziert Gebrechlichkeit und chronische Entzündungen. Allerdings spielen Faulheit und Tabak gegen uns: Rauchen unterdrückt den Appetit, zerstört aber auch Muskeln und Gesundheit. Die Kombination aus Alter, Inaktivität und schlechten Gewohnheiten ist ein Teufelskreis.



Das verblüffende Detail: Betrachtet man die gesamte Bilanz des Sommers, hat man im Vergleich zum 1. Juni nur ein Kilo zugenommen. All die Mühe der „Operation Bikini“, all das Leiden der Restriktion, um genau dort zu enden, wo man angefangen hat, aber mit einem Monat voller Exzesse dazwischen. Der Körper verzeiht nichts, gibt aber auch nicht auf.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (110 Antworten).

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