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Israel diskreditiert UN nach Gaza-Waffenstillstandsaufruf
Nach der UN-Resolution für einen Waffenstillstand in Gaza greift Israel die Organisation an, obwohl sie vor 74 Jahren den Staat gründete.
Die Antwort kam von den Vereinten Nationen. Die Generalversammlung verabschiedete mit großer Mehrheit eine sofortige humanitäre Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Israels Reaktion bestand darin, genau jene Organisation zu diskreditieren, die 74 Jahre zuvor seine Existenz legitimiert hatte. Der Botschafter **Gilad Erdan** formulierte es unmissverständlich: Die UN habe „keinen Funken Legitimität oder Relevanz“ mehr. Der Staat, der aus einer Abstimmung hervorging, erklärte nun die Urne für nutzlos, die ihn einst ins Leben rief. Diese Paradoxie ist das Kernproblem und lässt sich nicht mit Schlagworten lösen.
Was die Generalversammlung forderte und warum es niemanden bindet
Die Generalversammlung verlangte eine sofortige humanitäre Feuerpause. Symbolisch ja, verbindlich nein. Befolgt werden nur Resolutionen des **Sicherheitsrats**, wo **die USA** ihr Veto gegen jede israelkritische Entscheidung beibehalten. Die interne Debatte bringt es auf den Punkt: Selbst Kleinstaaten ignorieren die Generalversammlung; das einzige wirksame Gremium sind die fünf Vetomächte. Die UN-Resolution zu Gaza ist daher ein helles Foto ohne Zähne.
Daher klingt die Erklärung zur „unerwünschten Person“ (non grato) eher wie ein rhetorischer Paukenschlag als eine überprüfbare Trennung. Niemand hat Ausweise eingezogen oder Sitze verlassen.
Die Waffe, die sich nach hinten richtet
Hier klafft der Widerspruch. Wenn die UN „keinen Funken“ Legitimität besitzt, gilt dies auch für die Aufteilung Palästinas, die einen jüdischen Staat schuf – wobei laut einem Diskussionsbeitrag **mehr als die Hälfte des Territoriums** einer Bevölkerung zugewiesen wurde, die **weniger als die Hälfte** der Gesamtbevölkerung des alten Mandatsgebiets ausmachte. Das Argument folgt einer unbequemen Logik, die niemand ganz umgehen kann: Der Maßstab, der heute die Organisation delegitimiert, würde morgen ihren eigenen Ursprung infrage stellen.
Manche gehen weiter: Stützt sich Israel auf die UN, um seine Präsenz auf Land zu rechtfertigen, auf dem einst andere lebten, so öffnet der Verzicht auf diese Rechtfertigung eine Tür, die sich nicht schließen lässt. Man beruft sich auf das Völkerrecht, wenn es passt, und erklärt es für irrelevant, wenn es stört. Dies ist kein ausschließliches Merkmal Israels, aber hier kommt es teuer zu stehen.
Geschichte, Eroberung und eingeschleuste Verschwörungstheorien
Das Gespräch sprang innerhalb weniger Beiträge vom aktuellen Geschehen zum Jahr 1000 v. Chr. Es wurden das christliche Königreich Jerusalem, Judäa, die Philister, die babylonische Besatzung und Nationalitätsgesetze erwähnt, die Nachkommen sephardischer Nnnn offenstehen. Jeder nutzt Eroberungen als Argument und fremde Eroberungen als Beschwerde. Wenn das Recht der Eroberung als Maßstab dient, wird es rückwirkend und vorausschauend angewandt, bis alle Hände gleich beschmutzt sind.
Im selben Kontext tauchte, ohne jeglichen Beweis, die These auf, Israel habe die Hamas, den IS und False-Flag-Anschläge in Europa geschaffen. Dies bewegt sich im Bereich des Gerüchts und sollte klar benannt werden.
Vom 7. Oktober zum Konflikt, den niemand entschärft
Im Zentrum des Austauschs steht der Angriff vom 7. Oktober und dessen Wellenschlag. Einige fokussieren auf die Opfer des Überfalls, darunter Besucher eines Musikfestivals; andere auf die anschließende israelische Operation in Gaza. Beides ist gleichzeitig wahr, und jeder wählt seinen Blickwinkel. Dies ist der Mechanismus, der die Situation heiß hält: Nicht was geschah, wird diskutiert, sondern wer sich damit auseinandersetzen muss.
Instrumentale Verteidigung und pauschale Verurteilung
Unter denen, die Israel verteidigen, herrscht wenig Enthusiasmus, dafür viel Zweckmäßigkeit: Man unterstützt Israel wegen seiner Rolle gegenüber bestimmten Nachbarn, nicht aus Sympathie. Andere lehnen den Staat frontal ab und fordern gar seine Auflösung. Beide Strömungen existieren und äußern sich frei, auch wenn wir keine teilen. Die Diskussion degeneriert jedoch schnell, wenn jemand Erklärungen von Akteuren verlangt, die nichts regieren.
Was zu erwarten ist
Bei diesem Kräftemessen wird Israel voraussichtlich weiterhin die UN beanspruchen, wenn es ihm nützt, und sie verachten, wenn nicht. Der Druck der Generalversammlung wird keinen Stein bewegen, solange das Veto intakt bleibt. Und am Tag, an dem eine weitere Schutzresolution nötig ist, wird man sehen, wen man dann korrupt nennt. Die einzige Gewissheit ist, dass neither Tel Aviv noch New York den Countdown kontrollieren.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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