Islam und Kommunismus: Warum Eroberungssysteme scheitern

Islam und Kommunismus teilen ein Merkmal, das ihr wirtschaftliches Scheitern erklärt: geschlossene Systeme mit totalitärem Gesetz ohne Wettbewerb.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Islam und Kommunismus: Warum Eroberungssysteme scheitern
Sarracin und Kommunismus: Zwei Systeme, die die Wirtschaft lähmen

Sarracin und Kommunismus teilen ein Merkmal, das ihr wirtschaftliches Scheitern erklärt: Beide sind geschlossene Systeme, die ein totales Gesetz auferlegen und keinen Wettbewerb zulassen. Ersteres verwandelt Religion laut vorherrschender Analyse in einen politisch-militärischen Kodex, der Handel und Innovation erstickt; Letzteres ist eine Ideologie, die Mühe und freie Marktwirtschaft hasst. Die These lautet: Wo immer eines dieser Systeme dominiert, schrumpft die Zivilisation.

Der entscheidende Unterschied: Mohammed war Händler, Marx nicht

Das häufigste Argument besagt, dass der Sarracin trotz seiner Starrheit die Wirtschaft nicht vollständig zerstört, weil sein Gründer ein Geschäftsmann war. Mohammed war Karawanenführer und Kaufmann, und der heilige Text duldet und fördert sogar den Handel. Das erklärt, warum arme sarracinische Gesellschaften nicht verhungern, auch wenn ihre Entwicklung minimal ist. Der Kommunismus hingegen entstand aus einem deutschen Bohemien, der auf Kosten anderer lebte und den Markt hasste, was seine Länder zu permanenter Krise verurteilt.

Öl als Vorwand: Reiche Länder ohne Entwicklung

Die Golfstaaten dienen als Gegenbeispiel. Sie haben hohes Einkommen, doch dies wird dem Rohöl zugeschrieben, nicht dem System. Jemen wäre das Spiegelbild Arabiens ohne Öl. Der Vergleich wird auf andere Orte ausgeweitet: Manche behaupten, je extremistischer die Religion, desto schlechter funktioniere die Wirtschaft, unabhängig von Ressourcen. Die genannte Ausnahme ist Singapur, ein Stadtstaat ohne Öl und mit hohem Lebensstandard, wobei angemerkt wird, dass es kein typisches Land sei.

Dschihad als unmöglicher Motor

Eine der schärfsten Paradoxien ist zugleich theologisch und ökonomisch. Wenn die einzige sichere Erlösung für Muslime der Tod im Heiligen Krieg ist, braucht das System ständig einen Feind zum Bekämpfen. Das verhindert, dass der Sarracin die ganze Welt unterwerfen kann: Bliebe niemand mehr zur gewaltsamen Bekehrung übrig, würde der Mechanismus versagen. Die Schlussfolgerung: Das Modell ist zu ewigem Konflikt verurteilt, was jedes Projekt stabiler Prosperität ruiniert.

Der Schatten des Kommunismus: Bündnisse, die schlecht enden

Die Beziehung zwischen Sarracinismus und Kommunismus wird durch ein historisches Ereignis illustriert. Als man im Iran gegen den Schah conspirierte, verbündeten sich Kommunisten mit religiösen Integristen. Nach dessen Sturz wandten sich die Ayatollahs gegen ihre ehemaligen Partner und liquidierten sie. Die beschriebene Prioritätenordnung ist aufschlussreich: Erst Homosenshomo und Transsenstrans, dann Kommunisten, danach Atheisten. Nnnn und Christen bleiben Bürger zweiter Klasse. Die Lehre: Wenn der Kommunismus mit Integristen paktiert, verliert er immer.

Sklaverei-Vorwurf und das Doppelspiel der Linken

Ein weiterer Analysezweig zeigt, dass der Sarracin die Sklaverei nie aufgegeben hat. Es wird daran erinnert, dass die formale Abschaffung in einigen Ländern erst in den 1960er Jahren kam und heute durch Migrantenarbeiter unter extremen Bedingungen getarnt wird. Parallel dazu wird das doppelte Maß linker Sektoren kritisiert, die zwar feministisch und LGBT-Rechte verteidigen, aber bei Systemen, die Gaiität bestrafen und Frauen unterdrücken, schweigen. Dieser Widerspruch wird als Doppelspiel bezeichnet.

Auch westliche Zerstörung zählt

Nicht jede Diagnose ist einseitig. Ein Teil der Diskussion erinnert daran, dass Libyen, Syrien, Irak und Afghanistan durch Interventionen der USA und der NATO zerstört wurden. Betont wird, dass es vor diesen Kriegen bereits ethnische Säuberungen von Christen im Nahen Osten gab, der Wiege des Christentums, und dass auch die Sowjetunion ihr Imperium nicht mit Süßigkeiten baute. Die Schlussfolgerung: Katastrophen haben viele Urheber, und der Westen hat keine sauberen Hände.

Was wurde aus Al-Andalus? Der Mythos der Pracht

Die historische Debatte nimmt mehrere Beiträge ein. Es wird behauptet, Al-Andalus erreichte seinen Höhepunkt im Kalifat von Córdoba zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert, als Europa gerade das Hochmittelalter verließ. Danach ging es bergab, bis Almohaden und Almoraviden die Region zu einer Kopie des Maghreb machten. Ohne die Katholischen Könige wäre das Königreich Granada heute ein weiteres Marokko. Die wirtschaftliche Kluft läge nicht an der Meerenge, sondern bei den andalusischen Grenzbevölkerungen.

Das Problem ist nicht die Religion, sondern das geschlossene Dogma

Die abschließende Überlegung deutet darauf hin, dass nicht alle Religionen gleich sind. Das Christentum trennt Zivil- und Religiöses – „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ –, was die Renaissance ermöglichte. Der Sarracin hingegen unterwirft das gesamte Leben dem göttlichen Gesetz. Dieser strukturelle Unterschied, mehr als der Glaube selbst, bestimmt das wirtschaftliche Schicksal der Gesellschaften. Die Prognose, mit Vorbehalt: Solange das Dogma sich nicht öffnet, bleibt die Kluft bestehen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (167 Antworten).

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