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Iran greift Nevatim an: F-35-Ersatz unbestätigt
Der iranische Angriff auf Israel trifft Nevatim und wirft Fragen zur Zerstörung von F-35 sowie zur Wirksamkeit des Iron Dome gegen ballistische Raketen auf.
Iran greift Nevatim an, das Narrativ vom Iron Dome bröckelt
Ein Video niedriger Qualität zeigte den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu bei einer Erklärung mit zitternder Stimme und sich bewegenden Papieren; laut einer verbreiteten Version habe sein Presseteam die Kameraeinstellung geändert, um das Zittern zu verbergen. Das Wesentliche war bereits passiert. Dutzende iranischer Raketen durchbrachen die israelischen Verteidigungslinien und trafen den Luftwaffenstützpunkt Nevatim sowie weitere militärische Ziele. Der Angriff Irans auf Israel hinterlässt eine unbequeme Frage: Wenn der Iron Dome alles abfängt, warum gibt es bestätigte Einschläge in einer der sensibelsten Anlagen der Streitkräfte?
Was kostet die Ersatzbeschaffung eines am Boden zerstörten F-35?
Der Preis für das Tarnkappenflugzeug liegt bei etwa 80 Millionen US-Dollar in der Basisversion und übersteigt 100 Millionen in komplexen Konfigurationen, wobei die Zahlen je nach Quelle variieren. Manche schätzen die Kosten pro Gerät auf bis zu 140 Millionen Dollar, während andere behaupten, Kunden außerhalb des amerikanischen Schutzes müssten fast das Doppelte zahlen: Der griechische Fall wird als Beispiel für diesen Aufschlag genannt. Eine im Diskurs kursierende Berechnung beziffert den Schaden auf mindestens 4 Milliarden Dollar, falls rund zwanzig Maschinen getroffen wurden. Und es ist nicht nur das Flugzeug, betonen Experten: Es sind die Logistik, die ausgebildeten Piloten und die Ersatzteile.
Warum stoppt der Iron Dome keine ballistischen Raketen?
Weil sein Design auf eine andere Bedrohung ausgerichtet ist. Das System ist für billige Kurzstreckenraketen konzipiert und erfüllt diesen Zweck, allerdings zu unverhältnismäßigen Kosten: Jeder Abfangjäger wird auf etwa 60.000 Euro geschätzt, während eine handwerklich hergestellte Rakete nur 100 Euro kosten kann. Diese Asymmetrie erklärt die Strategie von Hamas und Hisbollah, die darauf abzielen, die israelischen Kassen zu belasten und die Bevölkerung an Schutzräume zu gewöhnen. Gegen gut gestartete ballistische Raketen ändert sich die Gleichung vollständig. Gegen eine Salve hypersonischer Projektile hat die Luftabwehr keinen Spielraum mehr, und dies ist die Schlussfolgerung aus dem Vergleich der Kosten des Abfangjägers mit denen des Projektils.
Waren die Jets in gepanzerten Hangars oder im Freien?
Hier widerspricht die weitverbreitete Darstellung der Routine eines modernen Luftwaffenstützpunkts. Die 80-Millionen-Dollar-Maschinen schlafen nicht im Freien: Sie werden in gehärteten Hangars untergebracht, getrennt durch Sandhügel, die höher sind als das Flugzeug selbst, damit ein Treffer nicht die gesamte Flotte erfasst. Als Präzedenzfall wird der Vorfall mit heftigen Regenfällen angeführt, der mehrere Einrichtungen überschwemmte und acht beschädigte Flugzeuge hinterließ. Angesichts dieser Daten müsste jemand, der die Zerstörung dutzender Jets einigen wenigen Einschlägen zuschreibt, erklären, wie die Panzerungen überwunden wurden.
Hyperschallraketen mit Mach 5: Der Faktor, der die Rechnung ändert
Unter den eingesetzten Geschossen wurde mindestens eine Hyperschallrakete identifiziert, die laut kursierenden Schätzungen etwa Mach 5 erreicht. Analysen zufolge stammt die Technologie aus Russland, das sie Teheran überlassen haben soll. Der Kontrast ist erheblich: Nach einer verbreiteten Version hat die USA noch kein Hyperschallwaffensystem stationiert, das alle Tests bestanden hat. Dieses technologische Fenster erklärt, warum eine Verteidigung, die Raketen zwar abwehrt, Probleme hatte, diese Art von Bedrohung zu stoppen. Und auch, warum der Vorfall von einem Grenzgefecht zu einem Problem der Militärdoktrin wurde.
Vom „totalen Erfolg“ zur nie endenden Schadensbilanz
Die offizielle Version, verstärkt durch westliche Medien, besteht darauf, dass die meisten Raketen abgefangen wurden und der Angriff gescheitert sei. Die verfügbaren Bilder deuten auf etwas anderes hin: Einschläge in militärischen Anlagen, Kraftstoffplattformen und Kasernen. Ein Oberst der Armee behauptete in einer Sendung, kein Ziel sei getroffen worden, und korrigierte sich später in derselben Show. Dies wäre kein Einzelfall: Die israelische Militärzensur schränkt den Zugang ein, und die Schadensbilanz entwickelt sich zu einem Glaubensakt. Ein Teil der Kommentare driftete zudem in feindselige Verallgemeinerungen über die gesamte israelische Bevölkerung ab, ohne jegliche Grundlage und fernab jeder technischen Analyse des Angriffs.
Die iranische Heimatfront: 39 % Wahlbeteiligung und 61 % Enthaltung
Keine der beiden Seiten führt diesen Kampf nur nach außen. Im Iran wurde der Präsident mit 39 % der Stimmen gewählt, während die übrigen 61 % sich der Stimme enthielten; diese stille Mehrheit hat genug von Sanktionen, Einschränkungen und Kriegen, die sie nicht versteht. Der Generationenwechsel vollzieht sich rasant Richtung Westen, begleitet von Programmen zur Umgehung der Zensur, und die Regierung plant, den Wehrdienst von zwei Jahren auf vierzehn Monate zu verkürzen. Ein solches Land stürzt sich nicht leichtfertig in einen offenen Konflikt mit einem kleineren, aber viel besser bewaffneten Nachbarn: Es muss jeden Raketenstart im Inland rechtfertigen. Und in Israel ist es weder militärisch noch politisch kostenlos, monatelang mehrere Fronten offen zu halten.
Der Iran feuerte etwa 180 Projektile ab und erklärte unmittelbar danach, er strebe keinen Krieg mit Israel an. Israel hat die Anzahl der verlorenen Flugzeuge weder bestätigt noch dementiert. Die einzige Zahl, die niemand anzweifelt, ist die, die niemand veröffentlicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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