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Instagrammer besprüht Taschendiebe in der Metro von Barcelona
Ein Selbstjustizler besprüht Taschendiebe in der Metro von Barcelona und filmt es. Die Polizei nimmt sie nicht fest, und er riskiert eine Verurteilung.
Der Taschendieb-Jäger der Barceloneser Metro besprüht und filmt
Ein Gerechtigkeitssinn, der an Rache grenzt. Ein Instagrammer ist viral gegangen, weil er in der Metro von Barcelona Taschendieben hinterherjagt und sie von oben bis unten mit Spray besprüht. Die Videos zeigen die mutmaßlichen Diebinnen, wie sie versuchen, ihn anzugreifen, und die Polizei, die sie zur Ruhe auffordert. Die unbequeme Frage liegt auf dem Tisch: Held oder Straftäter?
Taschendiebe, die ständig in die Wache kommen und wieder gehen
Das Argument des Protagonisten ist schwer zu widerlegen: Die Polizei nimmt dieselben Taschendiebe immer wieder fest und lässt sie wieder frei. Mit symbolischen Strafen für geringfügigen Diebstahl herrscht Rückfallkriminalität frei. Wer dem Selbstjustizler Beifall zollt, hält dagegen, dass die Polizei machtlos sei und dass das Bild der Unsicherheit bereits auf den Einzelhandel in Barcelona drücke.
Selbstjustiz wird auch gefilmt
Der Mann weiß, dass sein Kreuzzug schlecht enden kann. Ein kürzlicher Präzedenzfall erinnert daran: Ein anderer Stadt-Vigilant wurde erstochen und von den Gerichten ruiniert. Wenn die Anzeigen der Diebinnen selbst vor Gericht landen, schaut das Gesetz nicht darauf, wer recht hat. Eine Anzeige wegen Körperverletzung oder sogar wegen Hassdelikts ist plausibel. Und die Aufnahme des Helden ist der perfekte Beweis gegen ihn.
Unterdessen zeigt der Vorfall das Sicherheitsvakuum in der Metro. Die verstörende Pointe: Der Selbstjustizler stellt seine Taten ins Internet und setzt sich damit einer Anzeige mit Bildbeweis aus. Gerechtigkeit, Rache oder Spektakel: Wo die Grenze verläuft, wird ein Richter entscheiden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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