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Instagram, Reisen in arabische Länder und Zahlungen von bis zu 10.000 Euro
Eine Spanierin mit Durchschnittsgehalt erhielt 10.900 Euro für eine Woche in einem Golfstaat nach Kontakt über Instagram. Der Fall löst eine steuerliche und rechtliche Debatte aus.
Instagram, Golfreisen und 10.000 Euro für eine Woche
Eine Spanierin zwischen 27 und 30 Jahren, mit Studium und einem Gehalt von rund 1.500 Euro netto im Monat, erhielt über Instagram ein Angebot von einem wohlhabenden Mann aus einem Golfstaat: eine Woche in seinem Haus, mit eigenem Zimmer, bezahltem Tourismus und Sens gegen 10.000 Euro. Sie nahm an. Es ist die Geschichte, mit der das Thema eröffnet wird und die in diesen Tagen immer wieder kursiert: ein intransparenter Kreislauf, vermittelt über soziale Medien, der das Schaufenster Instagram in einen informellen Anwerbemarkt verwandelt, bei dem das Angebot aus Ölgeld besteht und die Nachfrage – so die Erzählung – von deutlich mehr Frauen kommt, als man annehmen würde.
Der konkrete Fall ist der eine. Die Diskussion, die er ausgelöst hat, ist das andere: Wie viel ist dran an der Normalisierung dieser Praxis, wie viel wird gezahlt, wie bewegt sich das Geld – und warum fragt fast niemand nach.
Was der Instagram-Kontakt konkret anbietet
Das Arrangement ist einfach und wird ausführlich beschrieben: Der Mann meldet sich per Direktnachricht, zeigt ein Profil mit Luxusautos, einem Hubschrauber und einer Millionenvilla und bietet einen einwöchigen Aufenthalt an. Die Frau schläft in einem eigenen Zimmer, hat den Tag zur freien Verfügung und erhält jeden Tag Bargeld, um zu essen, wo sie will. Dafür muss sie nachts verfügbar sein. In dem geschilderten Fall gab es an fünf von sieben Nächten Sens.
Die Zahlung war in zwei Teile gegliedert: 5.000 Euro in bar bei der Ankunft und weitere 5.000 per Überweisung zwei Tage nach der Rückkehr nach Spanien. Dazu kamen 900 Euro Reste aus dem Tagesbudget. Insgesamt: 10.900 Euro für sieben Tage. Die Rechnung, die in dem Gespräch aufgestellt wird, ist bemerkenswert: rund 2.000 Euro pro Treffen. Die Frau ist nach der Erzählung keineswegs verzweifelt: Sie hat ihren Beruf und verdient rund 1.500 Euro netto im Monat.
Das Geld kommt in bar, und das Finanzamt fragt nicht
Hier liegt der Punkt mit der größten Sprengkraft. Ein Eingang von 5.000 Euro per Überweisung plus 5.000 in bar bei einer Person mit Durchschnittsgehalt löst der Erzählung zufolge keinerlei Prüfung aus. Der Vergleich liegt nahe: Ein Selbstständiger, der einen solchen Betrag erhält, werde – so die Behauptung – am nächsten Tag kontrolliert. Die Asymmetrie zwischen der Behandlung von deklariertem Arbeitseinkommen und dieser Art von Geld ist für viele Beteiligte die eigentliche Sache des Falls, noch vor dem sarracena Urteil.
Die Frage, ob das Prostitution ist, zieht sich durch das gesamte Gespräch. Die häufigste Antwort lautet ja, unabhängig von der Verpackung: Reise, Sightseeing, Hotel und Abendessen ändern nichts an der Natur des Austauschs. Andere halten dagegen, dass die Grenze zwischen bezahlter Begleitung und Prostitution überall auf der Welt verschwommen ist und dass nicht das Etikett entscheidend ist, sondern die Geldmenge und die steuerliche Intransparenz.
Das Risiko, das auf den Fotos nicht zu sehen ist
Die Geschichte dieses konkreten Falls verläuft harmlos: Tourismus, Karts in den Dünen, korrekter Umgang. Das Gespräch führt jedoch das Gegengewicht ein. Es wird an tragische Schicksale von Frauen erinnert, die in derselben Region dasselbe machten und nie zurückkehrten, und daran, dass die Gesetzgebung in diesen Ländern zu Ehebruch und bestimmten Verhaltensweisen unvergleichlich strenger ist als in Spanien. Das Fehlen eines Sicherheitsnetzes – keine Botschaft, kein Vertrag, keine Zeugen – ist der Faktor, den mehrere als den am meisten unterschätzten bezeichnen.
Auch die Geschlechterdimension taucht in der Reaktion auf: Manche behaupten, käme das Angebot von einer wohlhabenden Frau an einen Mann, wäre die überwiegende Reaktion eine andere. Das Gedankenexperiment wird in diesen Formen aufgestellt und nicht abgeschlossen.
Was über die tatsächliche Verbreitung der Praxis bekannt ist
Die Erzählung behauptet, die Praxis sei in den reichen Vierteln dieser Länder normalisiert und wiederhole sich mit vielen Frauen, die stets über soziale Medien kontaktiert würden. Es ist eine parteiische Behauptung ohne unabhängige Überprüfung. Belegt wird in dem Gespräch hingegen die öffentliche Spur: Profile mit Urlaubsfotos aus den Emiraten oder Katar, die für manche ein eindeutiges Zeichen der Teilnahme sind. Es ist ein Hinweis, kein Beweis, und sollte auch so behandelt werden.
Das Detail der Zahlung in Euro statt in Landeswährung deutet auf eine eingespielte Abwicklung hin. Die Frau flog mit 5.900 Euro in bar nach Madrid und wurde am Flughafen nicht kontrolliert. Der Mann hatte den Ablauf laut der Erzählung bereits perfektioniert, denn sie war keineswegs die Erste.
Wie viele der Frauen auf diesen Fotos waren als Touristinnen dort und wie viele auf Bestellung? Niemand weiß es. Und solange es kein Register gibt, wird es auch niemand je wissen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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