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Immobilienpreise in Benidorms Poniente-Viertel steigen in 16 Monaten um über 30 %
Das Poniente-Viertel in Benidorm, Spanien, ist in einem Jahr um 19 % und in 30 Monaten um bis zu 50 % gestiegen. Ein europäisches Miami oder eine neue Blase?
Benidorm Poniente, das neue europäische Miami, das nicht zum Stillstand kommen will
Eine Ein-Zimmer-Wohnung für 700.000 Euro. Eine komplette Wohnanlage in zehn Tagen ausverkauft. Ein Penthouse in neun Tagen weiterverkauft. Das ist nicht Miami oder Dubai: Das ist das Poniente-Viertel von Benidorm, die Ecke der Costa Blanca, die den Preisen seit zwei Jahren keine Pause gönnt. Die Daten der letzten 30 Monate deuten auf eine Wertsteigerung von nahezu 50 % hin, allein 19 % im letzten Jahr. Die Frage ist nicht, ob es eine Blase gibt, sondern wann sie platzt.
Warum Poniente Levante verdrängt hat
Der Boom findet nicht mehr am Levante-Strand statt, mit seinen Bars, in denen das Bier zwei Euro kostet, und seinem Trubel. Poniente hat ein anderes Profil gefunden: neue Hochhäuser, Gemeinschaftsanlagen, die mit einem Vier-Sterne-Hotel konkurrieren, und eine ruhigere Atmosphäre. Die ausländische Nachfrage, vor allem aus Polen, der Ukraine und den nordischen Ländern, hat das Viertel zum Epizentrum der Feriendomizile gemacht. Die Projekte Sunset Waves und Benidorm Beach waren nur der Vorspeise.
Blitzresales und Kauf vom Plan: So steigen die Preise
Die Resale-Beispiele sind schwer zu schlucken. Frisch beurkundete Wohnungen für 500.000 Euro werden für 700.000 weiterverkauft. Die Ein-Zimmer-Wohnungen im Gran Delfin Tower erreichen 700.000 Euro, und der Turm war in zehn Tagen ausverkauft. Wer vor einem Jahr in der TM Tower vom Plan kaufte, spricht von einem Anstieg von fast 300.000 Euro pro Einheit. Das Angebot ist bewusst knapp gehalten: Im Fall der TM Tower nur 280 Einheiten. Das Argument der Optimisten ist einfach: Solange das Angebot so begrenzt bleibt, wird die ausländische Nachfrage weiter drücken.
Der Schatten des Urteils über 330 Millionen und die Verzögerungen
Aber nicht alles sind Sofortgewinne. Der Oberste Gerichtshof Spaniens hat die Stadtverwaltung von Benidorm verurteilt, 330 Millionen Euro an einen Bauträger zu zahlen, wegen eines Grundstücks, das zum Naturpark wurde. Die angekündigten Projekte wie der Gran Delfin Tower und die TM Tower hatten Baubeginne geplant, doch die städtebauliche Maschinerie zeigt Risse: Manche bemerkten, dass auf dem Gelände des ehemaligen Hotels kein einziger Kran zu sehen war. Der Präzedenzfall des Delfin Tower beruhigt nicht: Vorverkauf 2017, Übergabe 2022 oder 2023 und Terrassendefekte, die Abstützungen nötig machten. Wer vom Plan kauft, kauft auch Unsicherheit.
So bleibt die Frage in der Luft: Stehen wir vor einem Modellwechsel, der Benidorm in das europäische Miami verwandelt, oder vor dem letzten Bild, bevor das Urteil, die Verzögerungen und das Überangebot ihre Arbeit tun? Die Preise warten nicht. Aber die Geschichte des Wohnungsmarkts in Spanien verzeiht auch nichts.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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