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Chinesische E-Autos und die 300-Euro-Rechnung bei der Inspektion
Die Inspektion eines chinesischen Elektroautos kostet 300 Euro, genauso viel wie bei einem Diesel: Wofür das Geld ausgegeben wird und ob sich die Rechnung umgehen lässt.
Die Inspektion eines chinesischen E-Autos kostet 300 Euro, und dagegen kommt man nicht an
Ein Besitzer eines chinesischen Elektro-SUVs mit 30.000 Kilometern lässt sein Auto zur ersten Inspektion in den offiziellen Service bringen. Das Angebot umfasst eine „Allgemeine Prüfung“, einen „Batteriezustandscheck“ und ein „Software-Update“. Kein Öl, keine Filter, keine Riemen. Die Rechnung übersteigt dennoch 300 Euro. Das Versprechen eines günstigen Autos mit fast null Wartungskosten ist an der Realität des Autohauses gescheitert.
Der Preis der Einfachheit: Das Problem ist nicht nur bei den Chinesen
Die Mechanik eines Elektroautos ist einfacher als die eines Diesels, doch die Inspektionsrechnung spiegelt das nicht wider. Die Zahlen, die unter Fahrern kursieren, sind hartnäckig: 375 Euro für einen Benziner-Ford Focus, bei dem nur Filter und Öl gewechselt wurden; rund 500 Euro bei einem Audi und bis zu 800 bei einem Mercedes. Das chinesische E-Auto, mit weniger zu prüfenden Komponenten, verlangt 300. Der Unterschied liegt darin, wofür man zahlt: Beim Verbrenner gibt es Verschleißteile, beim E-Auto zahlt man vor allem für den elektronischen Check.
Was hinter den 300 Euro steckt
Es ist kein kurzer Blick drauf. Die Batterie, die teuerste Komponente, rückt ins Zentrum der Inspektion: Der Ausgleich zwischen den Modulen und Zellen wird mit einer speziellen Diagnose getestet, die Spezialausrüstung erfordert. Diese Ausrüstung hat eine gewöhnliche Werkstatt nicht, und deshalb kann das Autohaus verlangen, was es will. Dazu kommen Software-Updates und manchmal das Neuaufspielen des Steuergeräts. Dass ein ähnlicher Vorgang in einer freien Werkstatt mit einem OBD-Lesegerät 30 Euro kostet, stimmt – aber ebenso, dass damit der Hochvoltbereich nicht geprüft wird.
Das Problem ist nicht chinesisch, es liegt im Vertriebssystem
Die sich durchsetzende Erklärung ist strukturell: Chinesische Hersteller kommen mit sehr knappen Margen nach Europa, um Zölle zu umgehen und die Brüsseler Lobbyverbände nicht zu verärgern, und überlassen den Gruppen, die ihre Autos vertreiben, die Möglichkeit, durch die Hintertür zu verdienen. Wartung und Ersatzteile sind die eigentliche Goldgrube. Das ist kein Einzelfall: Hyundai- und KIA-Teile haben schon manchen zur Verzweiflung getrieben. Und Plug-in-Hybride sind bei der Inspektion noch teurer.
Der Spielraum, der Rechnung zu entgehen, ist derzeit minimal. Nach aktuellen Daten der Aftermarket-Branche hat nur 22 Prozent der spanischen Werkstätten einen professionellen Ladepunkt; bei den freien Werkstätten sinkt der Anteil auf 14 Prozent. Die offiziellen Autohäuser, mit 96 Prozent ausgestatteter Werkstätten, behalten das faktische Monopol, solange das Auto in der Garantie ist.
Nach Ablauf der Garantie werden viele rechnen: 300 Euro alle 30.000 Kilometer, Strom für 2 Euro je 100, Reifen für 600 alle 40.000 und Bremsen, die kaum verschleißen. Die Wartungskosten lassen sich auf null drücken, wenn man die Inspektion überspringt. Doch dann taucht das Kleingedruckte an anderer Stelle auf: die Ersatzteile in fünf oder zehn Jahren. Und die veröffentlicht niemand.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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