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Immobilienkauf in Spanien ergibt immer weniger Sinn
Steigende IBI-Grundsteuer, eine 2%-Mietbremse und hohe Preise: So sieht die Immobilieninvestition in Spanien inzwischen aus.
Spanische Immobilien sind kein sicherer Hafen mehr: eine Hypothek mit dem Finanzamt
Ein Freund hat gerade die Mitteilung erhalten: Der von der PP (konservative Partei Spaniens) frisch übernommene Gemeinderat erhöht seine IBI (lokale Grundsteuer) um 220 Euro, um ein PAI (städtisches Entwicklungsprojekt) fertigzustellen, das seiner Ansicht nach die PSOE ausgeplündert hinterlassen hat. Die Anekdote verdichtet, was das Verhältnis des kleinen Sparers zum Wohneigentum vergiftet: Lasten, die mit jeder Regierung wechseln, öffentliche Projekte, die der Nachbar aus eigener Tasche zahlt, und das Gefühl, dass Immobilien mehr fesseln als schützen.
Jahrelang haben die Zinsen auf Tiefstand viele Sparer dazu gedrängt, zu kaufen und zu vermieten. Das Geschäft funktionierte nicht über die Mieteinnahmen, sondern über die Wertsteigerung. Dieses Szenario ist ausgereizt. Die Preise sind hoch, die künftige Wertsteigerung dürfte gering ausfallen und obendrein gibt es eine direkte Marktintervention: eine Obergrenze von 2 % für Mieterhöhungen bis Ende 2027. Eine sichere Wette: Die Grenze wird verlängert werden.
Währenddessen drückt die Steuerpolitik weiter. In manchen Gemeinden übersteigen die Abgaben für ein Haus 1.000 Euro pro Jahr, mit Erhöhungen von bis zu 20 % innerhalb eines Jahres. Andere, die Wenigen, haben es geschafft, keine IBI zu zahlen. Der Unterschied liegt darin, dass man genau hinschauen muss – aber auch in der Willkür.
Der Ausweg? Manche blicken inzwischen Richtung Nordeuropa, nicht ohne einzuräumen, dass man auch dort von den jeweiligen Staaten ausgepresst wird. Die Auswanderung ist keine Universallösung: Im Westen sind die Regierungen bis zum Hals verschuldet und jagen jeden letzten Cent nach.
Die unbequeme Frage ist eine andere: Wenn Eigentum weder Rendite noch Liquidität noch Sicherheit vor Regeländerungen mehr garantiert, was bleibt dann von dem alten Spruch „In Immobilien investieren ist das Einzige, was nie fehlschlägt“? In Spanien vielleicht nur noch eine Erinnerung.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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