iMac für 2.000 €: Schwache Hardware und langsamer Festplatte

Ein iMac für knapp 2.000 € mit veralteter CPU, integrierter Grafik und HDD entlarvt den Aufpreis des meistverkauften Design-Rechners.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

iMac für 2.000 €: Schwache Hardware und langsamer Festplatte
Zweitausend Euro für eine veraltete CPU und eine Laptop-Festplatte

Ein Desktop-PC für fast 2.000 Euro mit einem Intel Core i5-Prozessor, der nicht auf Skylake-Basis ist, einer integrierten Grafiklösung und einer Festplatte mit 5.400 Umdrehungen pro Minute. Das ist die nüchterne technische Beschreibung vieler iMac-Modelle, die zum Zeitpunkt dieser Diskussion im Sortiment waren. Der Käufer fragte nicht, ob sich das lohnt, sondern welche Konfiguration er wählen sollte. In einem Markt, in dem die Marke mehr wiegt als die Spezifikationen, drehte sich die Debatte um eine unbequeme Frage: Wie viel zahlt man für die Hardware und wie viel für das Logo?

Was bekommt man wirklich für 2.000 Euro?

Die am häufigsten gegebene Empfehlung war simpel: Je teurer, desto besser. Ein 27-Zoll-Retina-5K-Display, ein Vier-Kern-i7-Prozessor, 32 GB RAM, 1 TB Flash-Speicher und eine Grafikkarte mit mindestens 4 GB VRAM. Mit dieser Ausstattung, so hieß es, könne man produktiv arbeiten. Die Rechnung inklusive verlängerter Garantie sprengt mühelos die Zweitausend-Euro-Marke.

Das Problem zeigt sich, wenn man die Komponenten genauer betrachtet. Ein i5, der nicht einmal Skylake ist – bereits überholt, als er verkauft wurde –, zwei 8-GB-Module und eine Festplatte, die eigentlich für Laptops gedacht ist. Kritiker argumentieren, dass diese Kombination bei großen Bild- oder Videodateien unweigerlich zu Engpässen führt. Ein erfahrener Profi riet daher: Wer professionell arbeitet, sollte nicht auf den iMac schauen.

Der Vergleich, der empört: 450 Euro und mehr Leistung

Die zentrale Berechnung in der Diskussion lautet immer gleich: Diese Hardware, einzeln gekauft, kostet in jedem Component-Shop nur etwa 450 Euro. Die Verteidigung des hohen Preises stützt sich auf das Gesamtpaket: einen 21,5-Zoll-4K-Monitor, bessere Peripheriegeräte, das Betriebssystem und eine Office-Suite. Doch selbst wenn man das zugesteht, bleibt das Missverhältnis schwer zu akzeptieren.

Besonders hitzig wird die Debatte wegen eines Details: 240 Euro für 8 GB zusätzlichen RAM. Im Vergleich zum freien Speichermarkt wirkt dieser Preis absurd hoch. Entscheidend dabei: Bei den 21-Zoll-Modellen sind die Speicherchips fest auf das Mainboard gelötet, sodass eine nachträgliche Aufrüstung durch den Nutzer unmöglich ist.

Software, die auf Mac schlicht nicht existiert

Hier kommt das Argument, das kaum diskutiert wird, weil es faktisch ist. Programme für Modellierung und Architektur wie 3D Max oder Revit von Autodesk haben keine macOS-Version. Wenn die tägliche Arbeit darauf basiert, ist die Entscheidung schon vorab gefallen: Es geht nicht um Preis oder System, sondern darum, dass das Werkzeug fehlt. Wer mit diesen Suiten in 3D designet, muss aus Notwendigkeit Windows nutzen, nicht aus Vorliebe.

Der zweite technische Kritikpunkt ist die Grafikkarte. Das Narrativ der überlegenen Leistung bricht zusammen, wenn man bedenkt, dass Design-Programme seit Jahren Last auf die GPU verlagern. Die High-End-iMacs verbauten eine AMD R9 290M – eine Laptop-GPU – mit bis zu 110 W Verbrauch. Dies erklärt, warum die Kühlung des schlanken Gehäuses dazu führt, dass die Lüfter unter Dauerlast laut werden.

Warum gibt es an Universitäten nur iMacs?]

Die kurze Antwort: Institutionelle Verträge. Die Wahrnehmung, dass halbe Kunstfakultäten auf das angebissene Apple-Logo setzen, beweist keine technische Überlegenheit, sondern die Fähigkeit, Großhandelsverträge mit Bildungseinrichtungen abzuschließen, inklusive verhandelten Preisen und Support. Dieselbe Logik gilt, wenn Hersteller ihre gesamte Flotte an Behörden verkaufen: Es ist kein Leistungstest, sondern ein Vertrag.

Hat man den Nimbus abgestreift, bleibt der Inhalt: Intel-Prozessoren, die jeder kaufen kann, Platinen asiatischer Hersteller und Standardkomponenten. Im Inneren eines iMac steckt keine geheime Ingenieurskunst, sondern ein gut designedes Gehäuse und vertikale Integration, die Rechner und Monitor zu einer Einheit verschmelzen lässt.



Und hier liegt die letzte Paradoxie. Die überzeugtesten Fans berichten von einem zehn Jahre alten iMac, der ohne Formatierungen oder Probleme noch läuft, während andere Besitzer desselben Modells ihn nur noch im Schrank haben, weil sie ihn nicht mehr nutzen. Jedes Mal beim PC-Wechsel den Aufpreis für einen neuen Monitor zu zahlen, ist die unsichtbare Rechnung dieser Architektur. Wer das zweimal erlebt hat, weiß davon zu berichten. Die Frage ist, ob sich das in fünf Jahren noch lohnt. Die Datenblätter sagen ja, die Eigentümer nein.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (374 Antworten).

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