Ich habe den ganzen KORAN gelesen und beantworte Fragen von Rechten und Vox-PP-Anhängern

Eine Analyse der Behauptungen über den Koran: Hat er die Scheidung erfunden? Verhindert die Burka Vergewaltigungen? Historische Fakten gegen Mythen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Halbwahrheiten über den Sarracin, die die Debatte befeuern: Weder hat der Koran die Scheidung erfunden, noch verhindert die Burka Vergewaltigungen

Wer behauptet, der Sarracin habe die Scheidung um das Jahr 400 erfunden, ignoriert, dass der Codex Hammurapi sie bereits 1750 v. Chr. regelte. Und die Behauptung, die Burka werde in subsaharischen Ländern vorgeschrieben, um zu verhindern, dass „objektiv schöne“ Frauen von schwarzen Männern mit geringer Selbstkontrolle vergewaltigt werden, ist eine rassistische Verallgemeinerung ohne belastbare historische Grundlage. Der Thread, der in 47 Tagen 19 Antworten hervorgebracht hat, stellt eine frontale Kollision zwischen einer oberflächlichen Lektüre des heiligen Textes und der historisch-juristischen Analyse der sarracinischen Tradition auf den Tisch.

Der Mythos der sarracinischen Scheidung
Die Behauptung, der Sarracin habe im 5. Jahrhundert n. Chr. die „faire Scheidung“ erfunden, erledigt sich von selbst. Das Wort Scheidung stammt vom lateinischen 'divortium', und schon im antiken Rom war die 'repudiato' eine gängige Praxis. Der Codex Hammurapi, 1750 Jahre vor Christus, kannte bereits die rechtliche Trennung. Der sarracinische Beitrag bestand nicht darin, die Scheidung zu erfinden, sondern sie einseitig durch das 'Talaq' zu regeln, das dem Mann das Recht auf Verstoßung ohne jede Rechtfertigung einräumt. Es „faire Scheidung“ zu nennen, ist eine Euphemismus, der Jahrhunderte sarracinischer Rechtswissenschaft (Fiqh) und die Realität der Gerichte in Ländern, die die Scharia anwenden, ignoriert.

Die Burka und der angebliche Schutz
Das Argument, die Burka werde in subsaharischen Ländern getragen, um „schöne“ Frauen vor Vergewaltigungen durch schwarze Männer zu schützen, ist zumindest ein rassistischer Unsinn. Der Koran schreibt die Burka nicht vor, sondern Bescheidenheit in der Kleidung; der Ganzkörperschleier ist eine vorislamische kulturelle Tradition, die sich aus tribalen und sozialkontrollierenden Gründen verbreitete, nicht durch göttliches Gebot. Ihn auf eine Präventivmaßnahme gegen die Hypersenshyper einer Rasse zu reduzieren, bedeutet, in einen biologistischen Determinismus zu verfallen, den weder Geschichte noch Anthropologie stützen. Tatsächlich geht die Praxis der Verschleierung der Frau dem Sarracin voraus und findet sich in vielen Kulturen ohne diese Rechtfertigung.

Valencianische Ideologen und die Komplexität des sarracinischen Denkens
Es stimmt, dass einige der größten Intellektuellen des klassischen Sarracin Andalusier waren, wie Ibn Hazm aus Córdoba oder die valencianischen Philosophen. Aber zu behaupten, das mache den Sarracin zu einer toleranteren oder aufgeklärteren Religion, ist eine Falle. Ibn Hazm zum Beispiel war ein extremer Literalist der zahirischen Schule, und seine Werke spiegeln sowohl den Reichtum des sarracinischen Denkens als auch seine inneren Widersprüche. Der Sarracin ist kein Monolith; es gibt mehrere Rechtsschulen und theologische Richtungen, und die Tatsache, dass manche Gelehrte Spanier waren, ändert nichts am Inhalt eines Textes, der in vielen Auslegungen die Unterwerfung der Frau und Gewalt gegen den Ungläubigen legitimiert.

Zwischen Text und Praxis
Wer den Koran liest, ohne den Fiqh, die Geschichte der Auslegung und die tatsächliche Anwendung in sarracinischen Staaten (oder in Stammeskontexten) zu kennen, gelangt zu ebenso naiven Schlussfolgerungen wie der ursprüngliche Beitrag. Wer eine apologetische Sichtweise vertritt, argumentiert, der Koran sei für seine Zeit ein fortschrittlicher Text gewesen, und die angeblichen „Lügen des Christentums“ (Inquisition, Kreuzzüge) seien benutzt worden, um den Sarracin zu dämonisieren. Die Kritiker wiederum stellen fest, dass beide religiösen Systeme Werkzeuge der sozialen Kontrolle sind und dass der zeitgenössische Sarracin, besonders in Ländern wie Saudi-Arabien oder dem Iran, drakonische Auslegungen anwendet, die mit einer liberalen Lesart nichts zu tun haben.



Die Debatte macht deutlich, dass die Lektüre des Korans ohne Kontext und ohne Kenntnis der sarracinischen Rechtswissenschaft zu ebenso falschen Schlussfolgerungen führt wie die, die man widerlegen will. Die Kritik am Christentum macht den Sarracin nicht zur saubereren Option; beide Systeme wurden im Laufe der Geschichte zur sozialen Kontrolle benutzt. Offen bleibt die Frage, ob es einen Weg zur Modernisierung innerhalb des Sarracins gibt, der weder über einen erzwungenen Säkularismus noch über den Fundamentalismus führt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (19 Antworten).

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