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Hohe Einkommen in Spanien verlieren 32% des Bruttogehalts
Ein Bruttogehalt von 60.000 € verliert 19.500 € durch IRPF und Sozialversicherung, während der Arbeitgeber 21.000 € zahlt. Steuerlast auf hohe Einkommen.
32,45 % des Bruttogehalts verschwinden vor dem Lohnzettel
Ein Bruttogehalt von 60.000 Euro bleibt bei 40.500 Euro netto nach Abzug von IRPF (spanische Einkommensteuer), Sozialversicherung und MEI (Solidaritätsbeitrag). In dieser Rechnung fehlt eine Position, die der Arbeitnehmer nie sieht: etwa 21.000 Euro jährlich an Beiträgen zulasten des Arbeitgebers, was 35 % des Bruttobetrags entspricht. Wenn die öffentliche Debatte jemanden mit diesem Gehalt als „Privilegierten“ bezeichnet, lautet die Antwort aus den steuerlichen Gräben immer gleich: Zeig mir das Netto.
Die Steuerlast auf Arbeitseinkommen ist zum Kern eines Unmuts geworden, der nicht mehr zwischen Geringverdienern und Managern unterscheidet. Die Grundbeschwerde ist nicht neu, aber die Zahlen in den mittleren bis hohen Steuerstufen überraschen jene, die noch nie einen vierstelligen Nettolohn gesehen haben.
Wie viel behält der Staat von einem Bruttogehalt von 60.000 Euro?
Die kurze Antwort: etwa 40.500 Euro an Einbehaltungen und Beiträgen, wenn man beide Seiten der Lohnabrechnung zusammenzählt. Auf der Arbeitnehmerseite liegt der gemeinsame Abzug von IRPF, Sozialversicherung und MEI bei rund 32,45 % des Bruttobetrags, was ungefähr 19.500 Euro jährlich kostet. Auf der Unternehmensseite wird der Arbeitgeberanteil für die Anmeldung einer Person auf zusätzliche 35 % des Bruttogehalts geschätzt. Eine Berechnung, die, wie ironisch eingeräumt wird, besser nicht im Detail erläutert werden sollte, „damit nicht jemandem der Kopf platzt“.
Auf niedrigeren Stufen verschwindet der Biss nicht. Mit einem Medianlohn verliert man bereits 25 % direkt beim Bezug durch MEI, Beiträge und IRPF. Manche sagen, dass ein Einbehalt von 14 % auf dem Lohnzettel Empörung auslöst; mit Tariferhöhungen stieg derselbe Einbehalt auf 15 %.
Was gilt in Spanien als hohes Einkommen?
Das 90. Perzentil des Einkommens liegt unter 50.000 Euro pro Jahr, ein Betrag, der in einer Stadt mit angespanntem Immobilienmarkt nicht viel kauft. Ein monatliches Nettogehalt von 2.000 Euro entspricht etwa 30.000 Euro brutto, ein Niveau, das laut Argumentation fast jedem zugänglich ist und kein komfortables Sparen ermöglicht. Wer die Schwelle für „hohe Einkommen“ unter 6.000 oder 10.000 Euro monatlich ansetzt, denkt angeblich mit der Mentalität eines Niedrigverdieners.
Die offizielle Statistik lädt zur Verwirrung ein, da sie Teilzeitjobs und befristete Verträge vermischt. Daten für Vollzeitbeschäftigte zu isolieren, ist laut jenen, die es versucht haben, keineswegs einfach.
IRPF-Stufen: Wer zahlt wirklich 40 %?
Es lohnt sich, ein verbreitetes Missverständnis auszuräumen. Niemand zahlt 40 % auf sein Gesamteinkommen. Die ersten 10.000 oder 12.000 Euro sind praktisch steuerfrei; zwischen 20.000 und 30.000 Euro bewegt sich der Satz um 15 %; und ein Bruttoeinkommen von 60.000 Euro kann am Ende rund 25 % des Gesamtbetrags kosten, je nach persönlichen Umständen. Der Sprung kommt oben: Bei 90.000–110.000 Euro liegt der Durchschnittssatz zwischen 30 % und 35 % mit Grenzsätzen von 43,5 % bis 48 %, und die jährliche IRPF-Rechnung bewegt sich zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Es auf der Steuererklärung zu sehen, schmerzt, heißt es.
Die Aufschlüsselung nach Steuerstufe, mit dem genauen Punkt, ab dem jeder zusätzliche Euro sich nicht mehr lohnt, ist die meistverbreitete Berechnung und erklärt am besten, warum man ab einem bestimmten Niveau lieber weniger Stunden arbeitet.
Gründung einer Gesellschaft für Dividenden: Wann lohnt es sich?
Es gibt eine Formel, ab der die Lohnabrechnung kein effizientes Vehikel mehr ist. Sie besteht darin, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu gründen und sich über Dividenden zu vergüten: Der Gewinn wird bei Gesellschaften mit 25 % besteuert, die Ausschüttung läuft über IRPF, aber das Geld kann in der Gesellschaft geparkt und bei Bedarf entnommen werden, wobei sogar Verluste aus Vorjahren verrechnet werden können. Es ist keine universelle Lösung und hängt vom Volumen und dem Zeithorizont ab.
Portugal, Andorra und die tatsächlichen Kosten des Umzugs
Steuerflucht taucht immer wieder auf. Ein zitierter Fall betrifft Unternehmer aus dem Agrarsektor, die alles verkauften und tausende Hektar superintensiver Olivenhaine auf der anderen Seite der Grenze kauften. Sie waren zwar frustriert, aber nach Kalkulation weiß niemand, ob der radikale Schnitt sich lohnt, denn die MwSt. in Portugal liegt bei 23 %. Manche führen es einfach darauf zurück, dass sie das Land bevorzugten.
Wofür es ausgegeben wird: Von Renten zu Subventionen
Viel Ärger richtet sich nicht gegen den Steuersatz, sondern gegen die Verwendung. Es wird hinterfragt, ob die Einnahmen Subventionen für bestimmte Sektoren, Ausbildungsprogramme oder Renten finanzieren, die viele als großzügig empfinden. Als Gegenbeispiel dient oft der Fall des ehemaligen Direktors der Faffe, der zu sechs Jahren Haft verurteilt wurde, weil er Partys in Rotlichtlokalen mit Geldern der Junta de Andalucía bezahlte.
Hier zahlen und dort zahlen: Der Faktor, der in der Rechnung fehlt
Es gibt eine Nuance, die alle Schemata bricht. Wer in Finnland oder Japan Steuern gezahlt hat, Ländern mit höherer Steuerlast, versichert, dass er dort nie dieses Gefühl des Ausplünderns hatte. Der Unterschied liegt nicht im Prozentsatz, sondern in der Wahrnehmung, dass das Geld einem Zweck dient.
Was, wenn das Problem nicht ist, wie viel man zahlt, sondern was man dafür bekommt?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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