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Hiroshima vor 80 Jahren: die Kapitulation, die die Bomben nicht erwähnte
Am 6. und 9. August 1945 warfen die USA die einzigen Atombomben der Geschichte ab. 80 Jahre später bleibt die Frage: Waren sie notwendig, oder gab es eine Alternative?
Achtzig Jahre Hiroshima: Was die offizielle Geschichtsschreibung ausließt
Auf den Fotografien, die The New York Times zum 80. Jahrestag veröffentlicht hat, erscheinen Hiroshima und Nagasaki in Schwarz-Weiß. Das Bild trügt nicht: Am 6. und 9. August 1945 warfen die Vereinigten Staaten über beiden Städten die einzigen Atombomben der Geschichte ab. Die Zahl der Toten, mit der gerechnet wird —200.000 Menschen—, ist auch acht Jahrzehnte später die Referenz. Was weiterhin offen ist, ist das Warum.
Der Zufall, der keiner war: von Kokura nach Nagasaki
Eine der meist wiederholten Theorien besagt, dass die Auswahl der Ziele dunklen Interessen diente. Nagasaki hatte eine bedeutende christliche Gemeinde: eine Warnung an den Vatikan. Die These hält jedoch keiner Prüfung stand. Hiroshima hatte kaum christliche Bevölkerung. Und Nagasaki war nicht das Hauptziel: das war Kokura. Am Morgen des 9. August war die Stadt vom Rauch der Brände verdeckt, die das Bombardement von Yawata am Vortag ausgelöst hatte. Auf Anordnung, ohne visuelle Referenz nicht abzuwerfen, brach der Bomber ab und steuerte das Ausweichziel an. Die Auswahl Nagasakis war Meteorologie, keine Theologie.
Die Kapitulation, die die Bomben nicht erwähnte
Das Argument, die Atombomben seien notwendig gewesen, um eine Invasion Japans zu vermeiden, stößt auf ein unbequemes Dokument. Im Reskript vom 17. August 1945 führte Kaiser Hirohito die Kapitulation auf den Kriegseintritt der Sowjetunion zurück, ohne die Atombomben zu erwähnen. „Da nun auch die UdSSR gegen uns in den Krieg eingetreten ist, bedeutet weiteres Widerstehen, die Grundlage der Existenz unseres Reiches selbst zu gefährden.“ Der Text zwingt nicht nur dazu, die Kausalität zu überdenken; er entwertet auch die Version, Hiroshima und Nagasaki hätten den Krieg entschieden.
Taktische Notwendigkeit oder industrielle Demonstration?
Zwei Bomben in drei Tagen sind eine Produktionsfrequenz, die 1945 kein anderes Land erreichen konnte. Manche deuten das als Signal an die Sowjetunion: keine taktische Notwendigkeit, sondern eine Demonstration industrieller Kapazität. Die Gegenlesung, die ebenfalls existiert, erinnert an den Kontext: Auf Okinawa hatte die japanische Armee Zivilisten als menschliche Schutzschilde eingesetzt, und die kaiserliche Propaganda kündigte das Opfer von hundert Millionen Leben an. Für die Denkweise des amerikanischen Kommandos war die Entscheidung einfach. Der Dissens besteht fort.
Die Strahlung, die sich nicht wie im Märchen verhielt
Eine weitere offene Baustelle ist die Atomangst. Atombomben verbrauchen fast das gesamte Material im Moment der Explosion und hinterlassen weit weniger Reststrahlung, als der Kalte Krieg als unbewohnbare Welt verkaufte. Die Isotopenreste verteilten sich und verdünnten sich; heute ist Hiroshima eine blühende Stadt. Der Kontrast zu den Abfällen aus Kernkraftwerken, die ihr Material langsam verbrauchen und über Jahrtausende abbauen, erklärt einen Großteil der Verwirrung. Die Angstmär erfüllte ihre abschreckende Funktion, aber sie hält den Fakten nicht stand.
Der 80. Jahrestag endet mit einem unbequemen Paradox. Die Bombe wurde als Abkürzung gerechtfertigt, die den Krieg beenden würde. Aber das Kapitulationsdokument Japans, vom Kaiser selbst unterzeichnet, sagt etwas anderes. Wenn der Eintritt der UdSSR die Kapitulation entschied, lassen sich die 200.000 Toten von Hiroshima und Nagasaki nicht mit der Militärlogik erklären. Sie erklären sich, wie viele anmerken, mit der Logik der Demonstration. Und diese Frage hat bis heute keine offizielle Antwort.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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