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Haushaltsersparnisse in Spanien: Der Durchschnitt täuscht, die Schulden tilgen sie
Nur 17,7 % der spanischen Familien haben mehr als 100.000 Euro auf der Bank. Der Durchschnitt täuscht: Schulden und andere Vermögenswerte verändern das Bild der Ersparnisse.
Haushaltsersparnisse in Spanien: Der Durchschnitt täuscht, die Schulden tilgen sie
Wie viel hat eine spanische Familie durchschnittlich gespart? Die Antwort hängt davon ab, was man mitzählt. Daten des CIS (spanisches Soziologie-Forschungsinstitut) zeigen, dass nur 17,7 % der Haushalte mehr als 100.000 Euro auf der Bank haben. Aber Ersparnisse sind nicht nur das: Schulden müssen abgezogen und andere Vermögenswerte hinzugerechnet werden.
Der Durchschnitt ist eine Falle. Die Verteilung der Ersparnisse ist so ungleich, dass wenige mit Millioneneinlagen den Durchschnittswert hochtreiben, während die Mehrheit mit dem Nötigsten auskommt. Der Median wäre deutlich aussagekräftiger, wird aber nicht veröffentlicht. Und das CIS misst nur Einlagen, kein Nettovermögen.
Die Definition von Ersparnissen ist ein offenes Thema: Manche haben 10.000 Euro auf der Bank und schulden 90.000; ihr Nettovermögen ist negativ. Andere zogen es bei einem Zinssatz von 0 % vor, ihr Guthaben aufzulösen, statt Zinsen zu zahlen. Und es gibt diejenigen, die ihr Vermögen in Aktien, Krypto oder Metallen halten, was die offiziellen Statistiken nicht erfassen.
Die Frage bleibt offen: Denn die Nettoersparnisse, die wirklich zählen, werden in keiner Umfrage veröffentlicht. Die Zahl von 100.000 Euro klingt gut, aber für die meisten ist sie ein Trugbild. Solange das Nettovermögen nicht gemessen wird, wird uns der Durchschnitt weiter anlügen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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