Hausbau in Spanien: 2.500 €/m² und 18 Monate Bauzeit

Beim Selbstbau eines Hauses in Spanien übersteigen die reinen Baukosten oft 2.500 Euro pro Quadratmeter, bei einer Dauer von anderthalb Jahren.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Hausbau in Spanien: 2.500 €/m² und 18 Monate Bauzeit
Selbstbau in Spanien: 2.500 € pro m² und ein halbes Jahr Bauzeit

Lohnt es sich eher, ein Haus von Grund auf zu bauen als ein fertiges zu kaufen? Die Intuition dessen, der dies erwägt, ist oft, dass die Bauarbeiten selbst günstig sind und die Mehrkosten vom Papierkram stammen. Die Zahlen derer, die diesen Prozess bereits durchlaufen haben, zeigen jedoch das Gegenteil. Ein Teilnehmer beziffert sein eigenes fertiggestelltes Einfamilienhaus auf mehr als 2.500 Euro pro Quadratmeter allein für die Baukonstruktion, und diese Zahl fällt noch vor dem Hinzufügen von Grundstück, Erdaushub, Genehmigungen, Lizenzen, Architekt und Bauleiter.

Die zweite Überraschung liegt im Budget. Ein Teilnehmer, der angibt, in der Branche zu arbeiten, warnt, dass zu einem Startbudget von 150.000 Euro weitere 100.000 Euro hinzukommen. Seine Diagnose lautet, dass die Preise explodiert sind und das Anfangsbudget selten hält.

Wie lange dauert es und was zehrt an den Nerven?

Der Zeitplan ist ein weiteres Problem. Ein Teilnehmer, der dies bereits erlebt hat, spricht von anderthalb Jahren Bauzeit, und nicht gerade von einem friedlichen Zusammenleben mit den Handwerkern. Sein Fazit war eindeutig: Was man spart, wird man mit Zinsen für die Gesundheit bezahlen, und die tägliche Auseinandersetzung mit diesem Gewerbe über diesen Zeitraum hinweg beschreibt er als das Schlimmste, was ihm im Leben widerfahren ist.

Hinzu kommen Posten, die laut einem Nutzer in keinem Budget auftauchen: 5.000 Euro jährlich an die Gemeinde für die Offenhaltung der Baustelle und 400 Euro monatlich, um das Grundstück überwacht zu halten und böse Überraschungen zu vermeiden. Bei solchen Fristen dehnen sich die Kosten von selbst aus, ohne dass jemand einen zusätzlichen Stein setzt.

Genehmigungen, Abnahme und Unterschriften: Das Verwaltungs-Labyrinth

Hier verwandelt sich der Traum in Bürokratie. Man benötigt eine Baugenehmigung und eine Abnahmebescheinigung, die vom technischen Leiter unterschrieben wird, normalerweise ein Architekt oder Bauleiter. Es gibt Uneinigkeit darüber, ob auch der Maurer dieses Zertifikat unterzeichnen muss: Einige behaupten, der Bauunterzeichner muss zwingend unterschreiben, andere erinnern daran, dass beim Selbstbau der Bauherr zum Bauunternehmer wird, sodass eine fremde Unterschrift nur für die Statik erforderlich wäre.

Elektrizität ist ein weiterer Engpass: Das Installationsprotokoll muss von einem Elektriker abgestempelt werden, der kaum eine Installation bestätigen wird, die er nicht selbst durchgeführt hat. Bei der Sanitärinstallation ist die Pflicht weniger klar. Und darunter liegt der rechtliche Rahmen: Das spanische Baugesetz (Ley de Ordenación de la Edificación) wird als Unternehmenskrieg zwischen Bauunternehmen und Bauleitung beschrieben. In Deutschland, so wird argumentiert, geht der Privatmann zum Bauunternehmer, und dieser stellt alle ein; dort gibt es diesen Konflikt nicht.

Ist Renovieren günstiger als Bauen?

Dies ist die Alternative mit der größten Unterstützung, mit einem gewichtigen Argument: Zwanzig Jahre Arbeit auf der Baustelle reichen aus, um keinen Selbstbau mehr wollen und stattdessen eine Kernsanierung eines Bestandsgebäudes mit einer kleinen Baugenehmigung bevorzugen zu wollen. Der Kauf eines alten Hauses, auch wenn es baufällig ist, ermöglicht es, ohne neues Projekt voranzukommen und es nach Belieben wiederaufzubauen.

Manche gehen weiter: Eine so tiefgreifende Renovierung, dass sie Größe und Position der Fenster ändert, das Satteldach durch ein Flachdach ersetzt und tragende Wände durch Stahl- und Glasrahmen austauscht. Es bleibt schneller als ein Neubau von Grund auf, der sich oft endlos hinzieht. Die genaue Berechnung, wie viel man auf diesem Weg spart, passt nicht in einen Absatz.

Fertighäuser, Modulare Bauten und Holzhäuser

Der alternative Katalog existiert, aber er ist nicht das Schnäppchen, das er verspricht. Ein Nutzer schlägt ein gebrauchtes Modulhaus für 25.000 Euro vor, das lediglich an die Kanalisation angeschlossen werden müsste. Häuser aus Nut-und-Feder-Holz werden auf einer Bodenplatte montiert und können erweitert werden, wenn man geschickt ist, und Häuser aus Paneelen mit Dämmstoffen werden als perfekter im Finish als Backstein verkauft.

Das Problem ist der Preis: Da sie nicht in Tausenden identischen Einheiten wie Autos hergestellt werden, sind sie nicht billiger als traditionelle Bauweise, und zudem erfordern sie denselben Architektenentwurf und dieselbe Genehmigung. Bei Holz muss man außerdem gegen die Wahrnehmung anderer kämpfen, die es als Fertigbau abstempeln, sowie gegen Knarren und Pfeifen, die ein Nutzer mit dieser Art von Häusern assoziiert.

Der Selbstbau, kurz gesagt, wird weiterhin als Weg des geduldigen Sparens verkauft. Nur dass, wie ein anderer Teilnehmer zusammenfasst, es immer schwieriger wird, einen Maurer zu finden, der Angebote macht und tatsächlich Stunden ableistet.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (107 Antworten).

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