Haus heizen: von Heizöl für 0,10 €/kWh bis zu Holzschnitzeln für 0,015 €/kWh

Kiefernholzschnitzel kosten 0,015 €/kWh, Heizöl dagegen 0,100 €/kWh. Die Preistabelle zum Heizen des Hauses, die Rolle der Wärmepumpe und die Grenze der…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Haus heizen: von Heizöl für 0,10 €/kWh bis zu Holzschnitzeln für 0,015 €/kWh
Haus heizen: Holzschnitzel sind siebenmal günstiger als Heizöl

Im Sommer 2006, als die Energierechnung bereits Warnsignale sendete, beschloss ein Hauseigentümer, seine Heizanlage zu zerlegen und die Zahlen auf den Tisch zu legen. Die Schlussfolgerung dieser Übung ist bis heute unbequem: Erst dämmen, dann heizen. Und danach den Brennstoff mit dem Taschenrechner wählen, nicht mit dem Werbeprospekt. Die Preisspanne pro erzeugter Kilowattstunde lag damals zwischen 0,015 €/kWh für Kiefernholzschnitzel und 0,14 €/kWh für Strom in konventionellen Heizkörpern, dazwischen Erdgas aus dem Netz mit 0,042 €/kWh.

Was eine Kilowattstunde Wärme wirklich kostet

Die Liste, vom niedrigsten zum höchsten Kosten sortiert, lässt kaum Zweifel, wo es am Geldbeutel zerrt. Gespaltenes Kiefernholz liegt bei rund 0,02 €/kWh; gespaltenes Edelholz bei 0,03 €/kWh; der Pelletofen kommt laut der zitierten Studie des IDAE (spanische Energieagentur) auf etwa 0,035 €/kWh. Danach folgt die Wärmepumpe mit rund 0,056 €/kWh, weiter oben Flüssiggas mit 0,0639 €/kWh und Heizöl mit 0,100 €/kWh.

Heizöl scheidet aus Gründen des Preises und der Preisentwicklung aus. Direkter Strom mit 17,19 € Grundpreis pro Monat für 10 kW plus 0,14 €/kWh ist die teuerste Option. Der Haken: Der thermische Wirkungsgrad des Systems kann die Rangfolge umdrehen. Ein schlecht genutzter offener Kamin leitet einen Großteil der bezahlten Wärme über den Schornstein nach draußen, während eine Fußbodenheizung durch niedrige Vorlauftemperaturen 20 bis 30 % Effizienz gewinnt.

Wärmepumpe: Die COP fällt, wenn die Kälte kommt

Die Wärmepumpe schneidet im Vergleich gut ab, weil sie keinen Strom in Wärme umwandelt, sondern einen Kompressor antreibt, um Energie von außen zu gewinnen. Ihre angegebene Leistung liegt beim 1,5- bis 3-Fachen des Stromverbrauchs, was sie zur besten Option in gemäßigten Klimazonen macht. Der Haken kommt bei extremen Temperaturen: Die COP bricht ein, und die Hersteller müssen das Gas stärker verdichten, was Rohre erfordert, die höheren Drücken standhalten. Die Technologie, so heißt es, stecke noch in den Kinderschuhen.

Die Biomasse-Alternative erfordert einen Abzug mit hoher Abgastemperatur, was sie auf Einfamilienhäuser beschränkt. Pelletofen bieten gegenüber gespaltenem Brennholz mehr Autonomie — von zwei Tagen bis zu Monaten, je nach Füllbehälter. Katalytische Gasöfen gelten als Lösung für kleine Budgets: 100 % Wirkungsgrad, doppelte Sicherheit und fünf Minuten Lüftung alle acht Stunden.

Brennwertkessel: Die 109 %, die nicht alle überzeugen

Der am stärksten umstrittene Punkt sind die Brennwertkessel. Das technische Argument: Ihr Wirkungsgrad wird auf den Brennwert bezogen und kann 100 % überschreiten, im besten Fall bis zu 109 %. Das Gegenargument: Dieser Spielplatz lässt sich nur mit Wasser um die 40 Grad nutzen, also mit Fußbodenheizung; mit konventionellen Heizkörpern schrumpft die Ersparnis auf ein paar Frühlingstage und einen Unterschied, der gegenüber einem Festbrennstoffkessel als lächerlich bezeichnet wird.

Erst die Fenster, dann der Kessel

Die häufigste Kritik am ursprünglichen Ansatz zielt auf die Fenster. Ihre Dämmung ist schlechter als die der schlechtesten Wand, und in Altbauten herrschen Einfachverglasung, Schiebefenster und Aluminiumrahmen ohne thermische Trennung. Der Wechsel zu Dreh-Kipp-Fenstern mit 12 Millimetern Scheibenzwischenraum oder mehr oder der gute alte zweite Fenstersatz bringt einen Komfortsprung, den man auf der Rechnung spürt.

Die Fußbodenkühlung, jener angebliche Sommer-Zweifach-Nutzen, scheitert an der Kondensation: Wasser darf nur oberhalb des Taupunkts zirkulieren, bei 50 % Luftfeuchtigkeit etwa 17 °C, was sie in Küstengebieten unbrauchbar macht.

Hier klemmt die Rechnung: Der billigste Brennstoff verlangt Arbeit, der bequemste verlangt eine Installation, und der effizienteste hängt vom Thermometer draußen ab.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (28 Antworten).

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