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Harvard: Der Einstieg ist schwer, nicht der Abschluss
Laut Diskussion zahlt Harvard nur bei Bedarf; die Familie trägt den Großteil. Die Hürde liegt bei der Zulassung, nicht im Studium.
Wer zahlt das Studium in Harvard (und warum niemand durchfällt)
Wer finanziert das Studium an der Harvard University? Kurz gesagt, basierend auf dem Material, das die Debatte ausgelöst hat, übernimmt die Universität die Kosten, die sich Studierende nicht leisten können, aber der Großteil wird von der Familie getragen. Es gibt Unterstützung, aber keine Gratis-Leistungen. Das ist nur die erste Ebene.
Die zweite Ebene ist unbequemer: An der Harvard University scheint niemand durchzufallen. Der Titel der Diskussion fasst einen alten Verdacht zusammen: Wenn für die Aufnahme Bestnoten verlangt werden, wie kann dann jemand unterwegs scheitern? Argumentiert wird, dass der Filter am Eingang liegt, nicht im Hörsaal.
Ist es schwierig, in Harvard abzuschließen oder nur aufgenommen zu werden?
Die meistgeäußerte These besagt, dass der Zulassungsprozess eine brutale Selektion ist und dass es selten vorkommt, dass jemand nach der Aufnahme versagt. Manche vergleichen dies mit großen Beratungsfirmen oder Beamtenprüfungen: Man leidet beim Eintritt, und danach ebnet sich der Weg. Eine andere Strömung behauptet, sie bringe keine Unternehmer hervor, sondern produziere eine Intelligenzija, die sich zwischen Preisen, Auszeichnungen und Urkunden an der Wand sonnt. Die 161 Nobelpreisträger, die in ihrer Vitrine hängen, beantworten nicht die Frage, ob ein mittelmäßiger Student seinen Abschluss machen würde.
Warum steigen die Durchschnittsnoten an Elite-Universitäten?
Der Mechanismus, den Kritiker hervorheben, ist ökonomischer Natur. Die Studiengebühren einer Elite-Universität kosteten vor 70 Jahren zwei Monatsgehälter des Durchschnittsverdieners, heute mehr als ein Jahresgehalt. Wenn der Zahlende bestimmt, sind Dozenten gezwungen, selbst Unbegabte bestehen zu lassen, und der Anteil guter Noten explodiert. Ein kursierendes Beispiel ist das MIT, wo ein Professor verpflichtet wäre, seine gesamte Klasse mit Bestnoten zu bewerten: Andernfalls würden sich Studenten nicht für seinen Kurs einschreiben und er würde seinen Job verlieren. Ein weiteres wiederkehrendes Argument: Prestige wird durch außergewöhnliche Studenten gestützt, die bereits vorher so waren.
Warum fielen in Spanien mehr als die Hälfte der Klassen durch?
Der spanische Kontrast ist der zweite große Schwerpunkt. Im Jahr 1991 gab es Prüfungen von über drei Stunden an der Polytechnischen Universität Madrid (Universidad Politécnica de Madrid), mit Lehrplänen, die damals Science-Fiction wirkten und Jahre später alltäglich wurden. Fünfjährige Studiengänge in den Naturwissenschaften, aus denen laut Berichten eines Teilnehmers nur 30% erfolgreich hervorgingen, wobei manche Studenten 15 Jahre für ihren Abschluss brauchten. Es gab Zeiten, so erinnert man sich, in denen so viele Leute zugelassen wurden, dass systematisch über 90% durchfielen, allein um die Hörsäle zu leeren. Ein Professor gab in den 2000er-Jahren zu, dass das Studium schwierig sein musste, weil der Ingenieurberuf nicht mehr existierte und einen ohnehin gesättigten Markt nicht weiter überschwemmen konnte: Die akademische Ausbildung sei, so sagte er, zu einem weiteren Geschäft geworden.
Ist das Durchfallen der halben Klasse Anspruchsniveau oder didaktisches Versagen?
Hier herrscht vollständige Uneinigkeit. Eine Strömung vertritt die Ansicht, dass wenn ein Lehrer mehr als die Hälfte der Gruppe bei jeder Prüfung durchfallen lässt, das Problem bei ihm liegt: Er hat nicht unterrichtet, was er prüft. Die Gegenposition argumentiert, dass diese Logik dazu geführt hat, dass in der Sekundarstufe bestandene Prüfungen verschenkt wurden und die Universitäten nun keine andere Wahl haben, als durchfallen zu lassen, um auch den Abschluss nicht zu verschenken. Im Kern geht es darum, ob Anforderungen als Qualitätsfilter funktionieren oder als Vorwand dienen, keinen Unterricht zu geben. Die schnelle Antwort —so läuft es in Spanien— klärt wenig.
Massenausbildung versus Elite-Ausbildung
Im Gegensatz zu diesem Filter erscheint das angelsächsische Modell als praktischer und weniger brutal: Projektbasierte Ausbildung, weniger Theorie, unabhängigerer Umgang mit Studierenden. Ein Master-Studiengang an der ESADE Business School mit anspruchsvollen Tests und hohem Sprachniveau ließ niemanden durchfallen. Auch nicht an einer Elite-Schule in Rolle, Schweiz. Die wiederkehrende Schlussfolgerung: Bildung für die Masse und Bildung für die Elite sind zwei verschiedene Dinge und haben nichts miteinander zu tun. Der unbequeme Nuance ist, dass Zugänglichkeit kein Synonym für Qualität ist; einige behaupten, dass die Tiefe in Mathematik und Physik im spanischen System im angelsächsischen Modell bei weitem nicht erreicht wird.
Reicht Geld für die Aufnahme in eine Ivy League?
Das vereinfachende Narrativ bricht hier zusammen: Ein Teilnehmer behauptet, dass in der Ivy League Reichtum allein nicht ausreicht. Sie haben genug Geld und bevorzugen brillante Studierende, die als Führungskräfte oder Nobelpreisträger prädestiniert sind. Familienspenden existieren und wiegen schwer, aber das System fungiert auch als globaler Talentmagnet. Im Fall Spaniens, der die Diskussion angestoßen hat, wird darauf hingewiesen, dass die Studentin von einer privaten Eliteschule in Barcelona stammte und ihr Abiturprojekt in Zusammenarbeit mit Yale entstand. Der Zugang, so heißt es, war nicht nur eine Frage des Portemonnaies.
Zusammenfassend gilt laut Thread: In Harvard fällt niemand durch, an der Polytechnischen Universität in den Neunzigern bestand kaum jemand, und keiner dieser Extreme hat das versprochene Arbeitsparadies geschaffen. Jedes Land wählt seine eigene Art der Selektion. Nur eine ist für den Studierenden kostenlos.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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