Hantavirus: Das neue Zirkus-Stück, das Korruption in Spanien vertuschen soll

Der Hantavirus-Alarm auf der MV Hondius in Teneriffa, Spanien, ist die neue Medienshow, um Korruption zu vertuschen. Eine Analyse von Sánchez' Ablenkungsstrategie.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bicho: Das neue Zirkus-Stück, das Korruption in Spanien vertuschen soll

Am 11. Mai 2026 legte die MV Hondius mit 200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern unter Bicho-Verdacht im Hafen von Granadilla de Abona (Teneriffa) an. Was eine Routineevakuierung in Kap Verde hätte sein können, wurde zu einem beispiellosen Medienspektakel. Die Frage, die in der Luft liegt: Wie lange hält dieses neue fliegende Viech durch, und was soll damit vertuscht werden?

Ein Drehbuch, das wir schon kennen

Die Übereinstimmung ist einfach zu perfekt. Sánchez hat mehrere juristische Baustellen gleichzeitig: den Begoña-Fall, die Ermittlungen gegen Armengol und Torres, die Aussage von Aldama am 14. Mai vor der Audiencia Nacional (dem spanischen Obersten Gericht). Und plötzlich ist ein Schiff mit Bicho-Verdächtigen das einzige Thema der Nachrichtensendungen. Die Abfolge erinnert an andere Episoden: den Vulkan auf La Palma, die DANA-Flutkatastrophe, die Pandemie 2020. Immer wenn das Schwein (Sánchez) in Bedrängnis gerät, passiert eine Katastrophe oder ein Unglück.

Das Publikum beißt nicht mehr an

Anders als 2020 ist die Skepsis in der Bevölkerung inzwischen groß. Die Erinnerung an den Lockdown, den Beifall von den Balkonen, die Impfstoffe mit Nebenwirkungen und die geschlossenen Betriebe ist noch zu frisch. „Das einfache Volk hat die Einschließung noch allzu präsent im Kopf“, fasst eine Analyse zusammen. „Diesmal ist das Theater nicht mehr glaubwürdig.“ Die Mehrheit glaubt, dass es keinen neuen Lockdown geben wird, sondern dass die Sache in wenigen Wochen verpufft, wie bei den Affenpocken oder den Wildschweinen.

Ein Produkt für den Binnenmarkt

„Außerhalb dieses Schweinestalls verkauft sich das offenbar kaum“, ist zu lesen. Während in Spanien der Bicho die Schlagzeilen beherrscht, nehmen andere Länder die Sache kaum zur Kenntnis. Die WHO hat keinen globalen Alarm ausgerufen. Das eigentliche Ziel wäre, die Bevölkerung in ständiger Panik zu halten, damit sie nicht auf die Korruption schaut, und nebenbei mehr Staatsausgaben und neue Steuern zu rechtfertigen. „Die Einkommensteuer steigt um 6 %“, heißt es da. Die Rechnung des Zirkus zahlen wir alle.

Der Wirtschaftsfaktor

Manche vermuten, dass es diesmal nicht im Interesse der Regierung liegt, die Leute einzusperren, weil das BIP darunter leiden würde. „Sie sind böse, nicht dumm. Sie werden das BIP nicht mit drakonischen Maßnahmen gefährden.“ Außerdem ist der Tourismus im Sommer entscheidend. Der Alarm wird so lange aufrechterhalten, wie es passt, aber er wird abgeschaltet, sobald die Wahlen in Andalusien oder die WM anstehen. „In einem Monat reden sie über Migranten bei der WM“, heißt es spöttisch. In der Zwischenzeit senden die Medien der „Verbrecherbande“ täglich Sondersendungen darüber, ob die Patienten im Gómez Ulla hart oder weich kacken.

Mit 54 Antworten in 21 Tagen spiegelt die Debatte eine allgemeine Verärgerung wider. Der Bicho wirkt wie eine Sommer-Miniserie, nicht wie eine echte Bedrohung. Aber die Fähigkeit von Moncloa (dem Amtssitz des spanischen Ministerpräsidenten), das Drehbuch zu ändern, ist unendlich. Wir bleiben dran.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (53 Antworten).

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