Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Handy-Diebstähle in Bilbao: Polizei überlastet während Semana Grande
Lange Warteschlangen für Anzeigen wegen Handy-Diebstählen bei der Semana Grande in Bilbao befeuern die Debatte über Migration, Sicherheit und Stadtverwaltung.
Polizeiüberlastung bei der Semana Grande in Bilbao durch Handy-Diebstähle
Die erste Nacht der Semana Grande in Bilbao zeigte ein Bild, das die Stadtverwaltung gerne vermeiden würde. Dutzende Menschen standen mehr als eine Stunde lang vor dem Polizeizelt an, um den Diebstahl ihrer Handys anzuzeigen; in Stoßzeiten verdoppelten sich die Wartezeiten. Der Vorfall, zuerst von Gaceta.es gemeldet, hat in der Stadt eine Diskussion neu entfacht, die weit über saisonalen Taschendiebstahl hinausgeht: das Verhältnis zwischen Migration, Sicherheit und dem Modell der Volksfeste.
Verstärkter Einsatz, der nicht ausreichte
Die Municipalpolizei (Policía Municipal) hatte ihre üblichen Maßnahmen ausgeweitet, doch die Flut der Anzeigen übertraf alle Erwartungen. Zeugnisse wie das von Izaro Presa, einer jungen Frau, die um drei Uhr morgens wartete, nachdem sie ein Telefon verloren hatte, für das sie monatelang gespart hatte, illustrieren die Frustration. Beamte räumen ein, dass solche Diebstähle jedes Jahr wiederkehren und dass Diebe vor allem auf Geräte der neuesten Generation abzielen.
Die Lage des Zeltes am Eingang zum Festgelände verhinderte nicht, dass sich die Diebstähle an entlegenen Punkten vervielfachten. Einige Besucher beschrieben eine natürliche Fluchtroute über die Brücken in die Altstadt (Casco Viejo), während andere ironisch bemerkten, dass die Täter direkt vor den Augen der Polizisten handelten. Das Ergebnis: Warteschlangen von bis zu zwei Stunden für die Erstattung einer Anzeige.
Migration oder saisonale Kriminalität?]
Die Debatte hat die sozialen Medien und die Straßen erreicht. Ein Teil der öffentlichen Meinung führt den Anstieg auf die Ankunft von Migranten zurück und verweist auf angeblich organisierte Banden. Dem gegenüber stehen jene, die daran erinnern, dass das Herausreißen von Handys seit langem ein Klassiker bei Menschenmengen ist, lange bevor Migration das zentrale Thema war, und dass offizielle Daten keinen solchen Zusammenhang belegen.
Im Baskenland kreuzt sich diese Diskussion mit der lokalen Politik. Die Verwaltung der Festumzüge (comparsas) und der Ton der baskisch-nationalistischen Forderungen (abertzale) während der Feiern verleihen dem Streit eine ideologische Komponente. Manche behaupten, die links-nationalistische Linke habe identitäre Rhetorik über die öffentliche Sicherheit gestellt; andere kontern, dass ein krimineller Vorfall genutzt werde, um eine Gruppe ohne Beweise zu kriminalisieren.
Der Preis eines schlechten Images]
Fotos der Warteschlangen mitten in der Nacht verbreiteten sich schnell. Für eine Stadt, die auf Städtetourismus setzt, ist die Wahrnehmung von Unsicherheit ein Vermögenswert, der an Wert verliert. Der Vergleich mit anderen europäischen Städten beruhigt die Gemüter nicht: In Chaumont im Norden Frankreichs waren Militärpatrouillen nötig, um die Ordnung während der Feste aufrechtzuerhalten – ein Szenario, das manche im Baskenland für möglich halten, wenn sich der Trend nicht umkehrt.
Das Rathaus hat keine Änderungen an den Sicherheitsmaßnahmen angekündigt, und der nächste Festtag wird zur Feuerprobe. Sicher ist nur, dass Warteschlangen für Anzeigen nicht das Schild sind, das Bilbao Touristen zeigen möchte. Unterdessen wissen die Taschendiebe, die keine politischen Reden lesen müssen, bereits, wo sie morgen sein werden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (148 Antworten).
In Deutschland wird ein privates Fahrverbot an Wochenenden diskutiert. Die Automobilbranche schweigt, während Analysten dies als politisches Strohfeuer werten.
Spanien verzeichnet eine Arbeitslosenquote von 12,8%, doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt. Laut Daten ist die Hälfte der Erwerbslosen älter als 45 Jahre.