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Handy als Ausrede, nicht auszuweichen: der neue Bürgersteig-Konflikt
Das Handy als Ausrede, nicht Platz zu machen: Der wachsende Konflikt zwischen Fußgängern auf dem Gehweg und wie man eine Eskalation vermeidet.
Warum abgelenkte Handy-Fußgänger auf dem Gehweg nicht mehr ausweichen
Wie oft bist du schon mit jemandem zusammengestoßen, der auf sein Display starrt und nicht Platz macht, selbst wenn du es eilig hast? Das Phänomen hat inzwischen einen umgangssprachlichen Namen: der „Smombie“. Doch die eigentliche Debatte dreht sich nicht um Ästhetik, sondern um das Zusammenleben: Inwieweit ist das Handy zur passiven Ausrede geworden, den Gehweg zu beanspruchen, ohne über Platz zu verhandeln?
Bewusste Taktik oder einfache Abwesenheit?
Manche behaupten, ein Großteil der abgelenkten Fußgänger mache es absichtlich: Handy und Kopfhörer dienen als sozialer Schutzschild, der es ihnen erlaubt, nicht auszuweichen, mit der Ausrede, sie hätten einen „nicht gesehen“. Am anderen Ende stehen diejenigen, denen schlicht das Raumgefühl fehlt: Sie laufen schnurgerade, ändern auf hundert Metern dreimal die Richtung und beanspruchen die Mitte des Gehwegs, ohne ihre Umgebung wahrzunehmen. Beide Fälle, so die Betroffenen, enden am selben Punkt: am Zusammenstoß.
Die Eskalation: vom Ellbogenstoß bis zum Handgriff ans Gerät
Die öffentliche Diskussion beschränkt sich längst nicht mehr auf Beschwerden. Unter den Betroffenen kursieren Reaktionen, die vom gezielten Schultercheck bis zum Vorschlag reichen, dem Gegenüber „das Gerät aus der Hand zu schlagen“ oder einen Rempler zu nutzen, damit das Handy fliegt. Das sind nachvollziehbare Reaktionen, aber nicht ohne Risiko: Ein Streit mitten auf der Straße wegen eines Gehwegs endet selten gut. Die Ironie: Die wirksamste Lösung ist nach wie vor die langweiligste – anhalten, hinschauen und, wenn nötig, „Entschuldigung“ sagen. Das Handy mag das Tempo der Stadt bestimmen, aber Vorfahrt hat es damit noch lange nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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