Halbe spanische Erwachsene abhängig vom Staat: 16 Mio. Gehälter

50% der Erwachsenen sind auf Hilfen, Renten oder öffentliche Jobs angewiesen. Beschäftigungsquote unter 51%, Schulden von 1,5 Billionen Euro.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Hälfte der erwachsenen Spanier hängt bereits vom öffentlichen Sektor ab: 16 Millionen monatliche Gehaltsabrechnungen

Die Beschäftigungsquote unter der erwerbstätigen Bevölkerung erreicht laut dem INE (Nationales Statistikinstitut Spaniens) im ersten Quartal 2023 nicht einmal 51%. Dennoch erhält die Hälfte der über 18-Jährigen bereits eine Hilfe, eine Rente oder ein öffentliches Gehalt. Die Zahlen passen nicht zusammen: Der Staat zahlt 16 Millionen Gehälter pro Monat, aber die produktive Basis schrumpft.

Öffentliche Beschäftigung und ihre Zahlen

Laut Daten aus verschiedenen Quellen ist die Zahl der Beamten stetig gewachsen, während die private Wirtschaft die Erwerbsbevölkerung nicht absorbiert. Arbeitslose über 45 Jahre machen inzwischen 57% der Gesamtzahl aus, das höchste Niveau in der Geschichte, so El Economista. Zudem muss man zu den direkten öffentlichen Gehältern die Millionen von Arbeitnehmern privater Unternehmen zählen, die über Subunternehmer für die Verwaltung arbeiten – ein schwer quantifizierbares Loch, das die tatsächliche Abhängigkeit vom Staat vergrößert.

Kosten für Renten und Schulden

Das Rentensystem ist eine weitere Säule dieser Abhängigkeit. Die durchschnittliche Rente neuer Ruheständler nähert sich 1.600 Euro, laut El Mundo, und es gibt Rentner, die 4.500 Euro jährlich erhalten, ohne eingezahlt zu haben, so El Economista. Unterdessen hat die spanische Staatsverschuldung 1,5 Billionen Euro erreicht, nach einem Anstieg um 75.267 Millionen allein im Jahr 2022. Der Staat gibt mehr aus, als er einnimmt, und die Lücke wird durch weitere Schulden gedeckt.

Ist das Modell tragfähig?

Manche argumentieren, dass der öffentliche Sektor nur die Lücke füllt, die eine unfähige Privatwirtschaft hinterlässt, die nicht genug Jobs schafft. Andere weisen darauf hin, dass das Wachstum des Staates langfristig nicht tragbar ist und die einzige Lösung die Privatisierung von Dienstleistungen und Renten sei. Während die EZB die Zinsen hochhält, schießen die Schuldendienstkosten in die Höhe. Die Frage ist nicht, ob das Modell hält, sondern wann die Anpassung kommt.

Mit diesen Daten ist das Bild klar: Immer mehr Spanier leben vom Staat, und immer weniger produzieren das, was konsumiert wird. Die Kette spannt sich, und das schwächste Glied werden künftige Generationen sein.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (117 Antworten).

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