Günstiger E-Book-Reader: Gebrauchter Kindle oder Alternative zum Sideloading?

Wer beim Kauf eines gebrauchten Kindle sparen will, kann teuer draufzahlen: Risiko der Gerätesperre und Fernlöschung von Inhalten. Offene Alternativen sind Kobo und PocketBook.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gebrauchter Kindle: Das Risiko, einen gesperrten E-Reader zu kaufen

Man stelle sich vor: Man findet einen Kindle zum Schnäppchenpreis auf Wallapop, kauft ihn voller Vorfreude, um ohne einen Cent für Bücher zu lesen, und stellt beim Verbinden fest, dass der Vorbesitzer ihn nie von seinem Amazon-Konto getrennt hat. Oder schlimmer: Amazon hat das Gerät wegen Diebstahl deaktiviert. Das Gerät wird zum digitalen Briefbeschwerer. Kein Einzelfall.

Wer seinen E-Reader mit piratierten Inhalten füllen will —eine illegale Aktivität, wie die Warnhinweise erinnern— stößt auf ein Ökosystem-Problem. Der Kindle ist darauf ausgelegt, innerhalb des geschlossenen Amazon-Ökosystems zu funktionieren. Bücher, die nicht von dort stammen, können jederzeit aus der Ferne gelöscht werden, wie es in der Vergangenheit bereits geschehen ist. Kein Gerücht: Das Unternehmen verfügt über Mechanismen, um Inhalte ohne Vorankündigung zu entfernen.

Die offene Alternative: Kobo, PocketBook und die Klassiker

Gegen die Amazon-Sperre bieten Marken wie Kobo (von Rakuten) und PocketBook Reader mit nativer EPUB-Unterstützung und großzügigerem DRM an. Sie hängen nicht von einem einzigen Firmenkonto ab. Ein älteres Sony-Gerät funktioniert in gutem Zustand ebenfalls ohne Probleme. Für alle, die nicht viel lesen, kann ein altes Tablet, das ohnehin zu Hause liegt, als Einstieg dienen – auch wenn Akku und Display nicht an einen dedizierten E-Reader heranreichen.

Der Gebrauchtmarkt: Schnäppchen oder Falle

Die Schleuderpreise auf Wiederverkaufsplattformen verbergen ein konkretes Risiko: Manche Geräte sind „gekastet“, weil sie nicht vom ursprünglichen Konto getrennt werden können oder von Amazon wegen Diebstahl deaktiviert wurden. Der Verkäufer muss sicherstellen, dass der Kindle vor dem Verkauf vom Konto getrennt ist. Sonst bleibt dem Käufer nur ein Ziegelstein.

Zum Schluss ein Gedanke: In einem Anlageforum nach einem gebrauchten E-Reader zu fragen, hat schon seine Ironie. Das ist bewusster Konsum, kein Börsengeschäft. Aber die Debatte macht eines klar: Auf dem Markt für E-Reader ist die Formatfreiheit mehr wert als die Marke.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).

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