LVMH schwächelt: Umsatz sinkt um 5,8 %, Modedivision gibt um 8,5 % nach

LVMH vermeldet im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 19.121 Mio. €, ein Minus von 5,8 %. Die Modedivision fällt um 8,5 %. Hohe Multiples, schwache Fundamentaldaten und…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

LVMH schwächelt: Umsatz sinkt um 5,8 %, Modedivision gibt um 8,5 % nach

April 2026. Der Luxuskonzern LVMH hat seine Quartalszahlen vorgelegt: 19.121 Millionen Euro Umsatz im ersten Quartal, 5,8 % weniger als im Vorjahr. Die Vorzeigesparte Mode und Lederwaren (Louis Vuitton, Dior…) erzielte 9.247 Millionen Euro, ein Rückgang von 8,5 %. Der Krieg im Nahen Osten ist die offizielle Erklärung, doch die Besucherzahlen und internen Entscheidungen erzählen eine andere Geschichte.

Die Dividende als Trostpreis

Die Aktie gab an der Wall Street nach den Zahlen um 4 % nach, und wer sie wegen ihres Status als Dividendenaristokrat hält, stößt auf eine Realität: In einem Abwärtstrend ist die Dividende irrelevant, wenn der Kurs weiter einbricht. Die Umsätze sinken, das EBITDA geht zurück, der Cashflow stagniert seit Jahren, und die Multiples liegen weiterhin auf Wachstumsniveau, das das Unternehmen nicht mehr rechtfertigt.

Die Bunker-Erzählung: weniger Personal, weniger Service, mehr Café

Nach internen Quellen führte das Unternehmen im April 2025 einen Stellenabbau (ERE) durch, der dank einer Software zur Produktionsorganisation 40 % der Belegschaft reduzierte. Services wie Pförtner und Kellner, die Getränke servierten, wurden gestrichen; Flaschenwasser wurde durch Leitungswasser ersetzt. In Barcelona wird das Geschäft am Passeig de Gràcia umgebaut: Ein Stockwerk soll ein Café werden, ein anderes Schmuck und Uhren aufnehmen – die Sparten mit den geringsten Einbußen –, während der Raum für Taschen und Lederwaren, wo die Umsätze am stärksten fallen, verkleinert wird.

Auch das Kundenprofil ändert sich. Schätzungsweise 75 % der Käufer sind chinesische Touristen, der Rest stammt aus Kreisen, über die das Unternehmen lieber nicht spricht. Die Verkaufsprovisionen liegen bei 0,2 % für Touristen und 0,3 % für Einheimische bis zu einem Artikelpreis von 2.800 Euro, was den Druck auf die Margen zeigt.

Macht das aktuelle Multiple noch Sinn?

Mit stagnierenden oder rückläufigen Umsätzen, EBITDA und Cashflow, in einem Umfeld von Zollkonflikten und schrumpfendem Konsum in Asien bleiben die Multiples auf dem Niveau eines wachsenden Unternehmens. Der Markt scheint den Kurs – wie manche Analysen anmerken – an ein Extrem getrieben zu haben, das nicht zu den Fundamentaldaten passt.

Unsicherheiten über die chinesische Nachfrage, die Konkurrenz durch Fälschungen und rechtliche Auseinandersetzungen (wie die Klage des Hermès-Erben) erhöhen den Abwärtsdruck zusätzlich. Kurzfristig ist der Trend bearish. Langfristig meinen einige, dass der aspirationale Luxus mit einer schrumpfenden Mittelschicht und einem Tourismus konfrontiert ist, der das Vorkrisenniveau nicht wiedererreicht. Vor diesem Hintergrund lautet die Frage, ob der aktuelle Kurs den Einbruch bereits einpreist oder ob noch Luft nach unten bleibt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).

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