Günstig heizen: mobile Wärmepumpen und ihre echte Grenze

Mobile Wärmepumpen haben einen COP von 2,6 und eine echte Grenze bei 5 Grad: Was zum günstigen Heizen wirklich funktioniert und was nicht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Günstig heizen: mobile Wärmepumpen und ihre echte Grenze
Mobile Wärmepumpe: günstig heizen unter 5 Grad

Günstig heizen hat diesen Winter einen unbequemen Namen: mobile Wärmepumpe. Und eine Grenze, die kaum jemand bestreitet: Unter 5 Grad draußen beginnt das Gerät zu schwitzen. Die Diskussion beginnt mit einer simplen Frage — welches Gerät funktioniert im Norden, wenn die Außentemperatur unter 5 Grad fällt — und endet als Abhandlung über häusliche Thermodynamik, komplett mit COP, Abluftschläuchen und 20-Euro-Heizdeckeln.

Der technische Konsens, der sich herausbildet, ist unbequem für Wunderverkäufer: Ein Ein-Schlauch-Mobilgerät bläst Luft aus dem Raum, erzeugt dort Unterdruck und zwingt kalte Außenluft zum Nachströmen. Das Ergebnis: Die Leistung bricht genau dann ein, wenn man sie am dringendsten braucht. Der COP dieser Geräte liegt üblicherweise bei etwa 2,6, gegenüber 3,0 bis 5,0 bei festen Split-Geräten. Übersetzt: Pro Kilowatt Strom erhält man rund 2,6 Wärme. Weder Magie noch Betrug — Physik.

Die 5-Grad-Grenze ist nicht mehr die von früher

Die klassische 5-Grad-Grenze ist schlecht gealtert. Vor zwei Jahrzehnten stellten die Geräte beim Heizen einfach ein, wenn das Außenthermometer fiel. Heute gibt es Geräte, die bei -10 °C arbeiten — mit Effizienzverlust, aber ohne aufzugeben — und manche halten bis -15 °C durch. Entscheidend sind das Kältemittel, der Druck und vor allem die richtige Platzierung des Außengeräts, damit der Schnee den Luftstrom nicht blockiert.

Der geschilderte Praxisfall: ein Zweitwohnsitz im Norden von Burgos in Spanien. Man kommt an, findet das Haus nach wochenlangem Leerstand bei 6 °C vor und hat binnen einer Stunde einen bewohnbaren Bereich bei 18 °C. Das schafft kein Warmwasserheizkörper, der 24 Stunden braucht, um die thermische Trägheit eines Hauses zu überwinden. Hier gewinnt die Wärmepumpe klar: Sie heizt die Luft sofort, auch wenn die Wände noch kalt sind.

Der Schlauch-Trick und das Loch im Fenster

Der häufigste Einwand betrifft die Bauarbeiten: Muss man eine Wand oder ein Dreifach-Argon-Fenster durchbohren, um die Luft abzuführen? Die vernünftige Antwort lautet: Ja — oder man montiert ein Zubehörteil mit Platte in der Öffnung. Wer das nicht will, hat das Problem des Unterdrucks im Raum. Kalte Luft dringt ein, wo sie kann.

Manche halten dagegen, dass im Heizmodus der Verdampfer des Mobilgeräts mit der Innenluft in Kontakt steht, das Gerät also die Außentemperatur gar nicht spürt. Stimmt — bis die Luft abgeführt werden muss. Da endet die Idylle. Beim kompletten Aufbau, mit Wärmeverlustberechnung und Schlauch-Bastellösung, entscheidet sich erst, ob das Ding wirklich leistet oder nur Lärm macht.

Die 20-Euro-Heizdecke, die mit allem konkurriert

Gegen den ganzen technischen Aufwand gibt es die prepper-tauglichste Winteralternative für 20 Euro im Billigladen: eine elektrische Heizdecke. Eine Minute anstecken, wörtlich, und sie wärmt anderthalb bis zwei Stunden lang. Mit einer Decke darüber zahlt man null Heizkosten. Brand- oder Kohlenmonoxidrisiko: keins. Für alle, die wirklich frieren, weil sie den Strom nicht bezahlen können, ist das der nützlichste Rat überhaupt.

Der Vergleich mit dem elektrischen Bettüberwurf hat einen Haken: Angeblich verbraucht dieser mehr Strom. Einen Messbeleg dafür gibt es nicht, nur Alltagserfahrung. Und Achtung beim Detail mit dem Stoffbezug: Ohne ihn verbrennt man sich die Hände.

Die ehrliche Liste der Optionen und ihres Kleingedruckten

Der Überblick über die Systeme lässt wenig Raum für Optimismus. Butan oder Propan funktioniert, ist aber in der Wohnung umständlich und hinterlässt in feuchten Klimata alles feucht. Pellets werden teurer und passen nicht in eine Wohnung; im Eigenheim kann der Abzug zu einer Nachbarschaftsbeschwerde führen. Petroleum heizt blitzschnell und ist als alleinige Heizung teuer. Brennholz braucht einen Kamineinsatz und erfüllt nicht immer die Vorschriften.

Die praktische Schlussfolgerung: Es gibt kein einziges System, sondern Systeme für jedes Haus und jeden Geldbeutel. Und die mobile Wärmepumpe bleibt — mit allen Nähten — die effizienteste Option für alle, die die Installation nicht anfassen können.

Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass sich die Mobilgeräte auch künftig jeden Herbst wie warme Semmeln verkaufen und die Debatte über ihren echten COP nie endet. Die Physik hat das letzte Wort, aber die Rechnung schreibt jeder selbst.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (96 Antworten).

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