GTX 1060 6GB für 60 Euro: Alte Grafikkarte hält stand

Eine fast 300 Euro teure Karte kostet gebraucht nur 60 Euro und läuft Civilization VI mit 60 fps in 1080p. Ein Blick auf VRAM, Netzteile und RTX.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

GTX 1060 6GB für 60 Euro: Alte Grafikkarte hält stand
Für 60 Euro spielt eine Grafikkarte von 2016 Civilization VI mit 60 fps

Eine Grafikkarte, die bei Markteinführung knapp 300 Euro kostete, wurde gebraucht für 60 Euro gekauft. Der Käufer installierte sie in einem System mit Xeon E3 1225 v5 Prozessor und maß folgende Werte: Civilization VI mit 60 Bildern pro Sekunde, CPU-Auslastung bei 30% und ca. 40 Grad, GPU-Temperatur bei 58 Grad, Auslastung bei 45% und belegter Grafikspeicher von 4.300 MB. Alles in Full HD. Diese Daten überraschen jeden, der die Entwicklung der RTX-Serie verfolgt: Eine GPU aus dem Jahr 2016 mit 6 GB VRAM funktioniert immer noch einwandfrei.

Die Diskussion um diesen Kauf dreht sich im Grunde um die ewige Frage: Wie viel dessen, was der Markt als „veraltet“ bezeichnet, ist echte Obsoleszenz und wie viel ist Marketing?

6 GB vs. 3 GB: Der Unterschied macht sich bei 1080p bemerkbar

Das 6-GB-Modell ist nicht einfach die größere Variante. Befürworter begründen dies mit drei messbaren Argumenten. Das erste ist der Speicher: Laut dem Käufer überschreiten einige Spiele bei 1080p und maximalen Texturen die 3-GB-Marke, wie Forza 7, das etwa 5 GB benötigt, oder WRC Generations, das darüber liegt. Das zweite Argument ist die Temperatur: Nach Angaben des Käufers, basierend auf Online-Gaming-Videos, arbeitet der Prozessor mit der 6-GB-Version bis zu 10 Grad kühler. Das dritte Argument ist die reine Leistung, mit einem Vorteil von etwa 5 fps laut diesem Nutzer.

Dieser Vorsprung verwandelt die Karte nicht in etwas anderes, sondern macht sie nutzbar. Und genau diese Grenze zwischen funktioniert und funktioniert nicht unterscheidet einen überlegten Kauf von einem erzwungenen.

Tatsächliche 160 Watt statt empfohlener 800 Watt

Der zweite Aspekt betrifft das Netzteil. Im schlechtesten gemessenen Fall verbrauchte das Gesamtsystem aus Prozessor und Grafikkarte zwischen 160 und 170 Watt, betrieben durch ein 400-Watt-Netzteil mit Platinum-Zertifizierung. Die Karte benötigt nur einen einzigen 6-Pin-Anschluss. Dies ist hervorzuheben, da laut diesem Nutzer eine schwer haltbare Gewohnheit verbreitet ist: Netzteile mit 700 oder 800 Watt für Konfigurationen zu empfehlen, die nicht einmal die Hälfte davon erreichen.

Es geht nicht darum, dass Watt willkürlich verschwendet werden. Es geht darum, dass sie als Versicherung gegen eine Angst verkauft werden, die sich selten materialisiert. Die zusätzlichen Kosten müssen jedoch trotzdem bezahlt werden.

Temperaturen: Von 72 Grad auf 33 Grad durch manuelle Lüftersteuerung

Ein auffälliges Detail. Mit automatischer Lüftersteuerung liegt die Grafikkarte im Leerlauf bei etwa 49 Grad und erreicht unter Last 72 Grad. Bei manueller Steuerung sinkt die Leerlauftemperatur drastisch auf 29-33 Grad, bei einer Lüfterdrehzahl von etwa 700 U/min. Die berechtigte Frage ist, ob dieser zusätzliche Spielraum Nachteile bei Lärmpegel oder Verschleiß mit sich bringt. Die ehrliche Antwort: Niemand hat dies über Tausende von Stunden gemessen.

Braucht man eine RTX zum Spielen in 1080p?

Hier wird es wirklich interessant. Einige sind sich sicher: Diese Grafikkarte bewältigt 90% des PC-Katalogs mit hohen Details in 1080p, einschließlich Elden Ring. Andere erinnern daran, dass moderne Titel oft schlecht optimiert sind — Forza Motorsport ruckelt sogar auf einer 1070 — und dass der VRAM schneller knapp wird als die Rechenleistung.

Eine dritte Gruppe fügt das wirtschaftliche Gegenargument hinzu: Für etwa 200 Euro gibt es neue Grafikkarten mit mehr Zukunftspotenzial, längerem Support und besserem Wiederverkaufswert. Die Berechnung der Lebensdauer fällt für die gebrauchte Karte schlechter aus, obwohl sie ein Drittel kostet. Es ist ein Patt zwischen billig kaufen und gut kaufen, das keine Seite eindeutig löst.

Von 300 auf 60 Euro: Was sagt der Gebrauchtmarktpreis?

Die Wertminderung ist deutlich: Knapp 300 Euro zum Launch, etwa 250 Euro während ihrer höchsten Popularität (laut diesem Nutzer) und 60 Euro auf dem Gebrauchtmarkt. Wer sie zum Neupreis kaufte, finanzierte die gesamte Kurve. Wer sie am Ende ihrer Lebensdauer erwirbt, übernimmt das Risiko fehlenden Supports, profitiert aber auch vom Positiven: DirectX 12 funktioniert weiterhin und das Betriebssystem erkennt die Karte problemlos.

Man sollte den Schnäppchen-Faktor nicht romantisieren, aber auch nicht so tun, als wäre die Alternative kostenlos. Der Grafikkartenmarkt hat Neuheiten immer vorab bepreist.

Wie viele Jahre hält eine Karte von 2016 in 1080p noch durch? Das hängt davon ab, was jeder bereit ist, nicht zu kaufen. Und diese Zahl veröffentlicht kurioserweise kein Hersteller.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (199 Antworten).

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