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Grok wird kostenpflichtig: Musks großzügige KI ist vorbei
Grok, Musks KI, erzeugt keine Bilder und Videos mehr kostenlos. SuperGrok kostet 35 €/Monat, der günstigere Plan 10 €. Nutzer suchen nach Alternativen und Tricks.
Grok wird kostenpflichtig: Musks großzügige KI ist vorbei
Seit gestern erfordert die Erzeugung von Bildern oder Videos mit Grok, der KI von xAI, eine Zahlung. Die Maßnahme, die abrupt umgesetzt wurde, hat eine Welle von Beschwerden bei Nutzern ausgelöst, die das Werkzeug zu ihrem üblichen Content-Generator gemacht hatten. Die erste Dosis ist immer gratis, und die zweite muss, wie man beim Geschäftsmodell der Tech-Konzerne gesehen hat, bezahlt werden.
Das Geschäftsmodell: erst binden, dann den Hahn zudrehen
Die Strategie ist so alt wie der Plattform-Kapitalismus: das Produkt verschenken, bis eine Abhängigkeit entsteht, und wenn der Nutzer nicht mehr ohne leben kann, wird der Rotstift angesetzt. Bei Grok kam der Rotstift in Form eines Abonnements. Der Premium-Plan, SuperGrok, kostet 35 Euro im Monat. Ein Preis, der nach Aussage der Zahler durch die Geschwindigkeit und eine Zensur gerechtfertigt ist, die «nach Branchenmaßstäben sehr niedrig» sei. Die meisten sehen das anders.
Die Hauptbeschwerde lautet, dass man selbst gegen Bezahlung nicht bekommt, was früher kostenlos war. Manche stellen fest, dass die Qualität der generierten Bilder schlechter geworden ist und die Videos weiterhin ein ungelöstes Problem bleiben. Das Gefühl, für ein verschlechtertes Produkt zu zahlen, ist der gemeinsame Nenner der Kritik.
Zensur, die zweite Front
Die Debatte über Zensur bei generativer KI ist wieder zurück im Fokus. Während manche Grok-Nutzer bedauern, dass die Filter verschärft wurden, meinen andere, dass regulatorischer Druck und politische Korrektheit ChatGPT in eine «Rechtschreibprüfung mit Größenwahn» verwandelt haben. Die natürliche Entwicklung der Branche sei es, mit Freiheit zu locken und dann den goldenen Käfig zu bauen. Das Ergebnis: Viele suchen nach Alternativen ohne Filter, sei es auf Telegram oder auf Webseiten, die versprechen, was die großen KIs nicht mehr bieten.
Alternativen und Tricks: der Guerillakrieg der Nutzer
Vor der Paywall hat die Nutzerschaft ein Arsenal an Lösungen ausgebreitet, das von der genauen bis zur abenteuerlichen Idee reicht. Der meistdiskutierte Trick besteht darin, temporäre E-Mail-Konten zu erstellen und die Zahlungsmethode von Amazon Pay zu nutzen, um die drei Tage Testphase zu genießen und vor der Abbuchung zu kündigen. Eine Methode, die nach Aussage der Anwender zwei Minuten dauert und es erlaubt, die Kostenlosigkeit unbegrenzt zu verlängern. Allerdings ist der Weg schwieriger geworden: Die Zahlung mit Amazon Pay funktioniert nicht mehr, was die Suche nach neuen Schlupflöchern erzwingt.
Andere Nutzer gehen den Weg der freien Software. Das Rezept ist klar: ein starker PC, Open-Source-Modelle wie Ollama, kostenlose Bildgenerierungs-Tools und etwas Geduld. Die Einstiegskosten sind hoch —acht- bis zehntausend Euro an Hardware—, aber die gewonnene Unabhängigkeit ist unbezahlbar. Wer es sich nicht schwer machen will, kann auf die Telegram-Chat-KIs zurückgreifen, die weiterhin Inhalte ohne Filter und ohne Kosten erzeugen, allerdings mit der Unsicherheit, was hinter jedem Bot steckt.
Serverkosten und der RAM-Krieg
Hinter der Entscheidung, Geld zu verlangen, steht eine unumgängliche Realität: Server kosten Geld. Die KI-Unternehmen schlucken die gesamte weltweite RAM-Produktion, und das muss sich amortisieren. Die Frage ist, ob der Nutzer dafür bereit ist zu zahlen. Die Antwort ist, den Kommentaren nach zu urteilen, für die meisten ein klares Nein. «Für Memes zahlen», fasst eine der knorrigsten Analysen zusammen. Die Konkurrenz ist aber weiterhin da: Es gibt immer etwas Gratis oder Günstigeres, und die Nutzer sind bereit zu migrieren.
Inzwischen ist die Preisstrategie von Grok flexibler geworden. Gerade wurde ein Plan für 10 Euro im Monat eingeführt, günstiger als das 35-Euro-SuperGrok. Ein Schachzug, der Nutzer gewinnen soll, die nicht den vollen Preis zahlen wollen, aber nicht mehr ohne das Werkzeug leben können. Die offene Frage ist, ob dieser neue Beitrag ausreicht, um die Nutzerflucht zu stoppen, oder ob die KI, wie in anderen Fällen, durch die Gier auf den Boden knallen wird. Die Zeit wird es zeigen, aber die erste Papiertüte ist nicht mehr gratis.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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