Golf mit 150 PS für 49.000 Euro: Das chinesische Auto ist nicht mehr das Problem

Ein Forumsnutzer behauptet, ein Golf mit 150 PS koste 49.000 Euro in bar und 65.000 Euro finanziert. Die Differenz würde einem einfachen Dacia Logan entsprechen. Das deutsche Auto…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Golf mit 150 PS für 49.000 Euro: Das chinesische Auto ist nicht mehr das Problem
Golf mit 150 PS für 49.000 Euro: Die Inflation beim deutschen Auto

Laut einer Nachricht in einem Wirtschaftsforum wird ein Volkswagen Golf mit 150 PS – nicht einmal der GTI – für 49.000 Euro in bar angeboten. Finanziert steige die Summe auf 65.000 Euro. Die Differenz zwischen beiden Preisen – 16.000 Euro – würde nach derselben Rechnung für einen einfachen Dacia Logan für 13.000 Euro reichen, und es bliebe sogar noch für ein iPhone übrig. Die Zahl hat den Vergleich mit dem wiedereröffnet, was ein Premiumauto vor zwei Jahrzehnten kostete: Laut einer im Thread zitierten Suche begann ein BMW 5er E60 mit 258 PS im Jahr 2006 bei 49.100 Euro. Die Frage ist nicht mehr, ob der Golf teuer ist, sondern wie viel von diesem Preis Auto ist und wie viel Finanzierung, Vorschriften und Erzählung.

Der Preis des Golf: 49.000 Euro und steigend

Die Zahl, die die Diskussion ausgelöst hat, ist konkret: 49.000 Euro ohne Finanzierung für einen Volkswagen Golf mit 150 PS, laut des Eröffnungsbeitrags des Threads. Es ist nicht der GTI, die Sportversion, die jahrzehntelang einen Aufpreis rechtfertigte. Es ist ein Kompaktwagen der breiten Masse. Das einzige nennenswerte Extra ist nach dieser Darstellung das DSG-Automatikgetriebe.

Der Vergleich mit der Vergangenheit ist vernichtend. 2006 wurde ein BMW 5er E60 mit 258 PS – eine Luxuslimousine, kein Kompakter – in Spanien ab 49.100 Euro verkauft, laut der im Diskurs zitierten Referenzpreise. Der heutige Golf würde so viel kosten wie der damalige BMW. Die Inflation erklärt einen Teil; die regulatorische Besessenheit und die Kosten der Technik einen anderen. Aber der Kategoriesprung ist schwer zu schlucken: Ein Auto, das früher ein verbeamteter Beamter kaufte, verlangt heute laut einem Teilnehmer ein Notargehalt.

Manche behaupten, der Golf war nie Premium, und diese Preise haben ihn in etwas verwandelt, das er nicht ist. Der Vergleich mit dem Dacia Logan ist nicht zufällig: Der Finanzierungsaufschlag – 16.000 Euro – würde ein komplettes Auto kaufen, einfach, aber ein Auto, nach der Rechnung des Forumsnutzers. Der Skandal sei für ihn nicht nur der Listenpreis, sondern das, was man dafür zahlt, ihn nicht auf einmal zu bezahlen.

Finanzierung als Geschäft: 16.000 Euro Differenz

Die Kosten der Golf-Finanzierung sind der Teil, der die meisten Wogen schlägt. Von 49.000 auf 65.000 Euro ist keine Rundung: Das ist ein Aufschlag von 32 %, laut den im Thread genannten Zahlen. Dort kämen Zinssatz, Laufzeit, Versicherungen und in die Rate gepackte Wartungspakete hinein. Ballonangebote mit niedriger Schlussrate verbergen eine aufgeschobene Zahlung, deren Dimension viele Käufer erst am Ende erkennen.

Effektiver Jahreszins und Gesamtkreditbetrag sind die beiden Zahlen, die man genau prüfen muss, denn eine solche Differenz bei 49.000 Euro bedeutet meist einen hohen Zinssatz oder eine lange Laufzeit. Das Ergebnis, so die Darstellung des Forums: Der Käufer zahlt zwei Autos – eines für sich und eines für die Bank.

Die Ironie: Auch der Gebrauchtwagenmarkt hat sich angesteckt. Neuzugelassene Jahreswagen, früher Domäne der Oberklasse, umfassen inzwischen ganz normale Modelle, wie im Thread zu beobachten ist. Der spanische Fahrzeugbestand altert, weil Neuwagen unerreichbar sind und anständige Gebrauchte ebenfalls nicht billiger werden.

Das chinesische Auto als Ausrede und das deutsche Auto als Trugbild

Der ursprüngliche Titel ironisiert die „Proaktivität" von Volkswagen im Kampf gegen das chinesische Auto. Die Realität: Ein Golf für 49.000 Euro konkurriert nicht mit einem BYD oder MG, sondern mit der Nostalgie nach einem Golf, den es nicht mehr gibt. Chinesische Hersteller, so die Kommentare im Thread, wechseln Karosserie und Innenraum nicht jedes Jahr, fügen aber Kameras, Radare und Software hinzu. Der chinesische Kunde ärgert sich nicht über eine schlecht sitzende Tür; er ärgert sich, weil das Auto sich in Monaten alt anfühlt.

In Europa ist die Debatte eine andere. Manche behaupten, die Deutschen hätten den Zuverlässigkeitsvorsprung verloren, der sie in den Achtziger- und Neunzigerjahren groß machte. Steuerkettenrisse bei Neuwagen und gigantische Wartungskosten haben ihren Ruf beschädigt, so mehrere Teilnehmer. Die Japaner – allen voran Lexus – essen ihnen beim Thema Zuverlässigkeit das Brot ab, und die Koreaner sind bei der Garantie längst vorn, stets laut Meinungen aus dem Thread.

Deutsche Qualität ist für manche zum Werbemantra geworden. Wer einen Golf II GTI und einen BMW X5 besaß, weiß es laut seinem Zeugnis: Die Deutschen von heute sind nicht mehr die von früher. Man zahlt für die Marke, nicht für die Technik.

Die Agenda 2030 und der Wähler, der das Kleingedruckte nicht las

Das Gespräch driftet in die Politik. Es wird argumentiert, die Europäer hätten dafür gestimmt, die öko-resilientesten Menschen des Planeten zu sein, und Motoren behindert, die wenig verbrauchten und wenig ausstießen. Jetzt kommt die Rechnung dafür, so grün und so pogre zu sein. Die Agenda 2030 sei gelebt worden, und der Autopreis sei die Rechnung, so diese Haltung.

Es ist nicht ein Referendum, sondern viele. Sánchez, Merz, Macron, Starmer, Tusk: verschiedene Kandidaten, eine einzige Agenda im Programm, so die Behauptung im Thread. Die Wählerschaft wählte den Preis des Golf nicht, aber sie verhinderte ihn auch nicht. Das Ergebnis, so die Teilnehmer: ein alternder Fahrzeugbestand und eine Mittelschicht, die ein Grundnahrungsmittel nicht mehr kaufen kann.

Wohnungen sind seit Jahren vom Markt verschwunden. Autos erreichen die Grenze. Telefone kosten ein halbes Gehalt. Kreditzugang ist unmöglich. Das hat einen Namen, so ein Forumsnutzer: Kaufkraftverlust. Und einen Nebeneffekt: Der Gebrauchtwagenmarkt erhitzt sich, weil Neuwagen ein Luxus sind.



Wie weit muss ein Golf steigen, damit wir aufhören, ihn Golf zu nennen, und anfangen, ihn etwas anderes zu nennen?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (157 Antworten).

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