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Globale Schulden bei 90 % des BIP: Angst vor Kollaps nach US-Wahl
Der IWF beziffert die globale Verschuldung auf über 90 % des BIP, während sich die These verbreitet, dass der wirtschaftliche Zusammenbruch nach den Wahlen in den USA folgt.
IWF warnt vor Rekordverschuldung: Der Tag nach der US-Wahl
Der IWF warnt, dass die globale Verschuldung 90 % des weltweiten BIP überschreiten wird, während sich die These ausbreitet, dass der wirtschaftliche Kollaps nach den Wahlen in den Vereinigten Staaten eintreten wird. Kristalina Georgieva unterzeichnete den Bericht und spricht von Stagnation und einer erdrückenden Schuldenlast. Spanien zeigt in dieser Momentaufnahme positives Wachstum, doch die Institution selbst weist auf die Grundlage hin: massive Staatsausgaben und eine brüchige Struktur. Die Frage, die seit zwei Jahren durch die ökonomischen Diskussionen geistert, ist, wann es knallt. Und die am häufigsten genannte Antwort hat ein Datum.
Deutschland in Rezession und der Dollar als Zuflucht
Nur eine große Volkswirtschaft kann die Inflation im Euro-Raum bremsen. Und diese Wirtschaft ist bereits da: Deutschland befindet sich in der Rezession. Kalt betrachtet würde diese Zahl jeden Falken bei der EZB freuen, denn ein Rückgang der größten europäischen Volkswirtschaft dämpft die Preise, ohne dass Zinserhöhungen nötig sind. Die USA spielen in einer anderen Liga aus einem gewichtigen Grund: Der Dollar ist weltweit eine Zufluchtswährung, was es dem Land ermöglicht, Ungleichgewichte länger zu tragen als jedes andere.
Die Aufteilung des Planeten in Blöcke zieht sich durch jede Diagnose. Der Auslöser wäre kein Bankrott, sondern eine Entscheidung: An dem Tag, an dem der andere Block auf den Dollar verzichtet, ist das Schicksal besiegelt. Bis dahin dreht sich die Maschine weiter.
Warum kauft China Gold und Öl im großen Stil?
China ist zum Indikator geworden, den alle beobachten. Das Land häuft alles an, von Gold bis Rohöl, mit einer kursierenden Zahl: Es sollen täglich 300.000 Barrel unterirdisch gelagert werden. Die weitverbreitete Interpretation ist, dass Peking sich auf etwas vorbereitet, das intern bereits ein Datum hat.
Der Kontext hilft, die Bewegung zu verstehen. Die chinesische Immobilienkrise — wo das Spargeld der Familien in Beton floss — hätte dazu geführt, dieses Geld in Gold umzuleiten, wobei die Regierung selbst für das Metall wirbt. Ein Drittel der chinesischen Milliardäre soll Vermögen durch den Einbruch des Immobilienmarktes verloren haben, und das Land hat ein neues Konjunkturpaket aufgelegt. Während hierzulande alles außer Gold empfohlen wird, passiert dort genau das Gegenteil.
Warum wird der Kollaps seit Jahren vorhergesagt und tritt nicht ein?
Weil er eine akkumulierte Verzögerung mit sich bringt, die niemand mehr rechtfertigen kann. Im Jahr 2019 spannte sich der Repo-Markt bis zum Äußersten an, und die «Krise von allem» wurde angekündigt. Sie sollte Anfang 2021 kommen, dann im Sommer 2022, später im zweiten Quartal 2023. Das Datum wurde verschoben, ohne dass die Druckmaschine stoppte.
Die mechanische Erklärung ist einfach: Solange es Papier und Tinte gibt — oder einfache Buchungszeilen, weil fast nichts mehr gedruckt wird — hält das System stand. Wer die gegenteilige These vertritt, behauptet, dass die Druckmaschine nie ausgeht, und bisher geben ihm die Fakten recht. Das Problem, sagen andere, sei nicht das existierende Geld, sondern dasjenige, das in Bilanzen ohne Deckung steht.
Der Staat, der die Hälfte jedes Euros frisst
Der Anteil des Staates am spanischen BIP übersteigt bereits 50 %: Von jedem Euro, der in Spanien bewegt wird, werden 51 Cent von einer öffentlichen Verwaltung bewegt. Davon hängen direkt etwa drei Millionen Arbeitsplätze ab, und mit Subunternehmern und weiteren Ketten könnte sich die tatsächliche Zahl verdoppeln. Eine Maschinerie dieser Größe kann nicht effizient sein, so lautet die am häufigsten wiederholte Analyse.
Die Beispiele sind alltäglich: Der Arzttermin, der früher in einer Stunde erledigt war, kommt heute per App mit Tagen Wartezeit; das Niveau in Mathematik, Schreiben oder Geografie im Bildungssystem; Infrastrukturen — einschließlich Hochgeschwindigkeitszüge (AVE) —, die nach der Vergeudung europäischer Strukturfonds alt geworden sind. Bemerkenswert ist, dass kaum jemand die Diagnose bestreitet. Diskutiert wird nur, ob jemand sie beheben will.
Gold, Konserven und Diskretion: So bereiten sich die Überzeugten vor
Die Rezepte sind klassisch. Leben ohne Schulden, einen alten Beruf lernen, Land mit Brunnen, Wasser und Mehl im Haus. In Dörfern wird die Krise abgefedert, weil es keine Wolkenkratzer gibt, von denen man springen kann, und der Schlag verspätet eintrifft. Die apokalyptische Einkaufsliste wird von Gold und haltbaren Lebensmitteln angeführt.
Diskretion ist die am häufigsten wiederholte Regel: Nicht wegen Toilettenpapier streiten, nicht am Automaten Schlange stehen, niemanden wissen lassen, was man besitzt. Und eine Warnung aus der Vergangenheit: 2008 gingen mehr als die Hälfte der spanischen Banken pleite, und Millionen Aktionäre verloren ihr Investiertes. Auch wer sich sicher wähnte, fiel.
Die Analyse scheitert genau dort, am Kalender. Manche setzen das Datum des Schocks auf den Vollmond Mitte November, mit Uranus und dem Stern Algol über dem Aszendenten von New York. Andere behaupten, dass sich nichts vor den US-Wahlen bewegen werde und das Chaos am 10. Januar beginne. Und manche hören seit zwei Jahren dieselbe Vorhersage, ohne dass ihnen ein Euro zurückgegeben wurde. Die einzige gemeinsame Gewissheit ist, dass die Druckmaschinen vorerst weiterlaufen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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