Gleicher PrestaShop: Kosten zwischen 50 € und 12.000 €

In Spanien variieren die Preise für Online-Shops auf Basis von PrestaShop stark, je nach Anbieter und Aufwand.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gleicher PrestaShop: Kosten zwischen 50 € und 12.000 €
Derselbe PrestaShop: 50 € oder 12.000 € je nach Anbieter

Frühjahr 2016. Ein Privatperson möchte einen Online-Shop für wenige Produkte eröffnen und holt ein Angebot bei einem bekannten IT-Spezialisten ein. Die Summe erscheint ihm als Wucher, was er auch äußert. Im selben Gespräch behauptet ein anderer Fachmann, dass sich dieser Shop in zwei Stunden für weniger als den Preis eines Abendessens einrichten lässt. Beide haben recht, und genau das ist das Problem.

Von 50 € bis 12.000 € für dasselbe Content-Management-System

Ein PrestaShop, installiert mit der Standardmethode „Weiter, Weiter, Weiter“ auf einem Shared Server, kann für 50 Euro zu haben sein. Das umfasst nur die Installation: Der Shop hängt neben anderen auf demselben VPS, Plugins sind veraltet, die Wartung obliegt dem Besitzer. Manche nennen es Shop, andere eher eine Baustelle.

Eine Stufe höher liegt ein „Spielzeug-Shop“ mit einer bei Themeforest gekauften Vorlage für 50 Dollar, der etwa 400–500 Euro kostet: zwei bis drei Stunden Arbeit, inklusive Mittagessen. Ein WordPress mit angepasster Vorlage bewegt sich zwischen 1.000 und 1.500 Euro. Eine professionelle Plattform startet bei zehntausend Euro und hat keine Obergrenze. Ein Unternehmer berichtete, dass sein Shop 2003 null Euro, 2006 1.000 Euro, 2012 6.000 Euro und 2016 12.000 Euro kostete. Derselbe Shop, vier Preise, dreizehn Jahre.

Die Softwareinstallation dauert zehn Minuten. Hier liegt das Missverständnis

„Man bezahlt nicht fürs Tippen, sondern dafür, welche Tasten man drückt“, fasst einer der IT-Experten zusammen. Die PrestaShop-Installation ist tatsächlich eine Sache von Minuten. Was abgerechnet wird, ist nicht dies, sondern das Wissen, um Probleme zu lösen, die die Software nicht out-of-the-box bietet: Versand, Rechnungsstellung, Zahlungs-Gateways, Backups.

Die Falle liegt in den Frameworks. Solange alles nach Plan läuft, kann jeder etwas Präsentables erstellen. Sobald das Geschäft eine nicht unterstützte Funktion benötigt – was immer der Fall ist –, müssen HTML, CSS, JavaScript und PHP angepasst werden. Dann bricht das Fundament der „zwei Stunden“ zusammen.



Was im ersten Angebot nicht steht

SEO. Ein Online-Shop ohne Suchmaschinenoptimierung verkauft nichts, und SEO wird nicht einfach installiert, sondern muss gepflegt werden. Die genannten Zahlen sprechen von 1.500 Euro monatlich für SEO, SEM und Werbung auf einer professionellen Plattform. Übersetzungen, Produktfotografie und Texte kommen extra hinzu.

Und dann ist da noch der Kunde. Mehrere Entwickler geben zu, kleine Aufträge abzulehnen, nicht wegen des Geldes, sondern weil das Projekt zu einer täglichen Betreuungssituation wird: Der Käufer erwartet, dass die Website jeden Tag verwaltet wird. Wenig verlangen und viel warten zu müssen, ist eine Kombination, die ausbrennt.

Ist es günstiger, die Arbeit außerhalb Spaniens zu vergeben?

Auf dem Tisch liegt die Option mit Freelance-Programmierern in Indien, mit Stundensätzen von 5 bis 10 Dollar. Für sehr eng definierte und überwachte Projekte funktioniert das; für einen Shop, der das Kerngeschäft ist, sind die Erfahrungsberichte weniger enthusiastisch. Es gibt Berichte über vollständige Neuentwicklungen nach der Zusammenarbeit mit billigen Anbietern und Verträge, die nur minimal erfüllt wurden. Die Einsparung beim Stundensatz zahlt man in Nachbesserungen zurück.

Die wiederkehrende Regel: Wer 60 Euro pro Stunde verlangt, muss dies mit Kundenreferenzen, Erfahrung und Sprachkompetenz untermauern. Wer fünf Euro nimmt, muss für anderes geradestehen.

Das Ende, das niemand kalkuliert hatte

Der Privatperson, der die Anfrage stellte, riet seinem Verwandten davon ab, mit dem teuren IT-Spezialisten zusammenzuarbeiten, verärgert über die hohe Summe. Der Verwandte suchte nach anderen Wegen. Der ausgeschlossene Experte landete, wie später berichtet wurde, in einem Verfahren zur Entlassung von Mitarbeitern (ERTE).

Es gibt keinen Konsenspreis. Es gibt eine Spanne von 50 bis 12.000 Euro, und jede Zahl bringt einen unterschiedlichen Leistungsumfang mit sich, der selten vor der Unterschrift schriftlich festgehalten wird. Dort scheitert die Abrechnung.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (141 Antworten).

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