Gericht in Ceuta untersucht das Verschwinden von Katzen in sieben Stadtvierteln

Ein Gericht in der spanischen Exklave Ceuta ermittelt über das Verschwinden und den Tod von Katzen in sieben Stadtgebieten. Es gibt Hinweise auf Tierquälerei und auf Funde weiterer toter Vögel.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Justiz in Ceuta hat Ermittlungen aufgenommen, um das Verschwinden und den Fund toter Katzen aufzuklären, einige mit Anzeichen von Verstümmelung, in mehreren Stadtgebieten, sowie Überreste anderer Vögel.

Das **Tribunal de Instancia 1 de Ceuta** (Gericht erster Instanz) ist in eine Untersuchung eingebunden, die eine Antwort auf eine besorgniserregende Situation geben soll, die in mehreren Stadtvierteln entstanden ist. Das Verfahren dreht sich um das Verschwinden einer unbekannten Zahl von Katzen und den Fund von Kadavern dieser Tiere, einige davon mit Anzeichen von Verstümmelung oder schweren Verletzungen. Die Anzeige, die von dem Verein **Zoelandia** eingereicht wurde, weist auch auf die Entdeckung von Überresten von Tauben und Möwen hin, die offenbar gefressen wurden. Die Vorfälle, die sich hauptsächlich zwischen dem **17. und 19. August 2026** ereignet haben sollen, wurden von den Anzeigenerstattern als potenziell strafbar nach den Straftatbeständen gegen Tiere eingestuft, die in Artikel **340 bis des Código Penal** (Strafgesetzbuch) verankert sind.

## Hinweise auf ein mögliches Delikt gegen Tiere

Der Verein **Zoelandia** reichte die Anzeige ein, nachdem er von mehreren besorgniserregenden Vorfällen erfahren hatte. Durch Medienberichte und Aussagen von Personen, die Katzenkolonien in **Ceuta** betreuen, wurde auf eine Reihe von Vorfällen von „besonderem Ernst“ aufmerksam gemacht. Darunter wurde das Verschwinden von Katzen aus verschiedenen Kolonien erwähnt, ihre erzwungene Verdrängung von ihren gewohnten Plätzen, die Zerstörung ihrer Futter- und Zufluchtsstellen sowie der Fund toter Tiere. Die Beschreibungen der Verletzungen, die bei einigen dieser Tiere festgestellt wurden, sind besonders alarmierend: Es ist von Verstümmelungen, Schnitten oder sogar davon die Rede, dass sie von spitzen Gegenständen durchbohrt worden seien.

Die Anzeige betont die Notwendigkeit festzustellen, ob diese Verletzungen mit gewalttätigen Handlungen vereinbar sind und ob die Tode unter Umständen eingetreten sind, die eine gründliche tierärztliche und polizeiliche Untersuchung erfordern. Es geht nicht nur um Katzen; auch wurde vom Fund von teilweise gefressenen Tauben und Möwen in denselben Gebieten berichtet. Die Anzeigenerstatter sind vorsichtig und schreiben die Taten in dieser Anfangsphase keiner bestimmten Person oder Gruppe zu, und machen deutlich, dass es Aufgabe der justiziellen und polizeilichen Ermittlung ist, die Umstände, die Ursachen der Verletzungen und Tode sowie die Identität der möglichen Verantwortlichen festzustellen.

## Betroffene Gebiete und das Ausmaß des Problems

Zu den Gebieten, in denen diese Vorfälle registriert wurden, gehören **Huerta Téllez**, **Carmelitas**, die **calle Goya**, **Príncipe**, **Sidi Embarek**, **Punta Blanca** und die Umgebung der Meerwasserentsalzungsanlage. Inoffizielle Quellen sprechen von insgesamt rund **65 Katzen**, die verschwunden oder tot aufgefunden wurden. Der Ernst der Vorfälle habe sich, so die gesammelten Aussagen, mit jedem weiteren Detail erhöht. Es ist von Tieren die Rede, denen ein Teil des Körpers fehlen soll oder die Verletzungen aufweisen sollen, die laut den veröffentlichten Zeugenaussagen mit gewalttätigen Handlungen vereinbar wären.

Der Verein **Zoelandia** hält es für entscheidend, dass diese Hinweise und Zeugenaussagen überprüft werden. Dazu fordern sie, dass Kadaver oder Tierreste, die möglicherweise noch vorhanden sind, lokalisiert und einer gerichtstierärztlichen Untersuchung unterzogen werden. Ziel ist es, die Todesursache und den ungefähren Todeszeitpunkt, die Art der Verletzungen (ob sie ante mortem oder post mortem entstanden sind), das mögliche Vorhandensein von Schnitten, Verstümmelungen oder Traumata sowie das möglicherweise verwendete Werkzeug festzustellen. Außerdem soll geklärt werden, ob es Anzeichen gibt, die mit Überfahrenwerden, Angriffen durch andere Tiere, Vergiftungen oder anderen Ursachen vereinbar sind – und vor allem, ob ein bewusster menschlicher Eingriff vorlag.

## Untersuchung eines möglichen Zusammenhangs mit Siedlungen

Berichte in der Regionalpresse haben versucht, das Verschwinden und die Verdrängung der Katzen zeitlich mit der Errichtung von Siedlungen von Menschen an Orten in Verbindung zu bringen, die zuvor von den Katzenkolonien genutzt wurden. Die Anzeigenerstatter stellen jedoch klar, dass die bloße räumliche oder zeitliche Übereinstimmung nicht ausreicht, um jemandem strafrechtlich den Tod, die Verstümmelung oder Verletzung der Tiere zuzuschreiben. Daher muss die justizielle Untersuchung unterscheiden zwischen Tieren, die ihre Kolonie einfach verlassen haben, solchen, die versehentlich gestorben sind, solchen, die aus anderen Gründen verletzt wurden, und solchen, bei denen objektive Hinweise darauf bestehen, dass sie absichtlich von einer Person verletzt oder getötet wurden.

Die Anzeige berücksichtigt auch die Möglichkeit, dass es sich nicht um einen einzelnen Vorfall handelt, sondern um verschiedene Funde an unterschiedlichen Orten. Aus diesem Grund muss untersucht werden, ob es einen oder mehrere Täter gibt sowie einen zeitlichen, räumlichen oder sachlichen Zusammenhang zwischen den einzelnen Vorfällen. Ziel ist es festzustellen, ob es sich um unabhängige Handlungen oder um ein wiederholtes Verhalten handelt, das rechtlich entsprechend eingestuft werden kann.

Um diese Untersuchung durchzuführen, fordern die Anzeigenerstatter eine Reihe von Ermittlungsmaßnahmen. Darunter wird beantragt, dass ein offizielles Schreiben an das **SEPRONA** der **Guardia Civil**, an die **Policía Nacional** und an die **Policía Local de Ceuta** (Ordnungspolizei) gerichtet wird, damit diese über Anzeigen, Meldungen, Anrufe oder Vorfälle in Zusammenhang mit toten, verletzten, verschwundenen oder misshandelten Katzen seit Beginn der Ereignisse informieren. Außerdem wird beantragt, dass spezialisierte Beamte eine Augenscheininspektion der betroffenen Gebiete und aller anderen von den Kolonienbetreuern genannten Orte durchführen.

Schließlich wird als entscheidend erachtet, einen Abgleich zwischen dem Katzenbestand vor den Vorfällen und dem aktuellen Bestand durchzuführen, um die ungefähre Zahl der verschwundenen Tiere objektiv festzustellen. Die justizielle Untersuchung muss klären, ob hinter diesen Verschwinden und makabren Funden ein Muster bewusster Tierquälerei steckt.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (13 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver