Geraspelte Kiwi: Gesündere Marmeladen-Alternative

Industrielle Marmelade enthält 40 % zugesetzten Zucker. Frisches Obst zu raspeln ist eine einfache Alternative. Ernährungsdaten und Debatte um ein gesundes Frühstück.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Geraspelte Kiwi auf Toast: Das Frühstück, das Marmelade alt aussehen lässt

Marmelade aus dem Supermarkt ist im Grunde Gift mit 40 % zugesetztem Zucker. Die Alternative ist so einfach wie eine Kiwi und eine Reibe zu nehmen. Die Idee, frisches Obst zu raspeln, statt es mit Zucker zu kochen, gewinnt immer mehr Anhänger, und es ist nicht nur ein Trend: Es ist eine Frage der Ernährung. Da Kühlschränke ganzjährig mit Obst gefüllt sind, hält das Argument, Marmelade diene der Konservierung von Überschüssen, nicht mehr stand. Eine Kiwi zu raspeln dauert drei Minuten und ergibt einen konzentrierten Geschmack ohne Süßungsmittel.

Wie viel Zucker versteckt sich in Marmeladen?

Nach den in der Debatte kursierenden Daten enthält industrielle Marmelade mindestens 40 % zugesetzte Zucker. Selbst „zuckerfreie“ Varianten greifen auf Süßstoffe zurück, die nicht alle als gesund betrachten. Im Gegensatz dazu liefert geraspeltes Obst Ballaststoffe, Vitamine und Wasser ohne Verarbeitung. Selbstgemachtes Quittenmus (Dulce de Membrillo), eine weitere genannte Alternative, bietet ein interessantes Nährstoffprofil: Pro 100 Gramm liefert es 197 mg Kalium, 15 mg Vitamin C und 0,7 mg Eisen, aber beim Kochen gehen hitzeempfindliche Vitamine verloren. Der Schlüssel liegt darin, nicht zu kochen.

Ist es ein vollständiges Frühstück?

Nicht jeder applaudiert der Idee. Manche behaupten, dass Toast mit geraspeltem Obst immer noch eine Kohlenhydratbombe sei und ein wirklich gesundes Frühstück Proteine und Fette enthalten sollte. Getoastetes Brot mit Kiwi mag weniger schlecht sein als Gebäck, aber es ist kein Wundermittel. Befürworter argumentieren jedoch, dass angesichts des typischen spanischen Frühstücks, das von Keksen bis zu industriellem Gebäck reicht, jeder Schritt hin zu frischem Obst ein Fortschritt ist.

Die Tradition des Raspelns: Valencia tat es schon mit Tomaten

Eine Kuriosität, die aus dem Austausch hervorgeht: In Valencia ist es traditionell, Tomaten für Toast zu raspeln, eine Technik, die nun auf Kiwis übertragen wird. Das Raspeln verhindert im Gegensatz zum Pürieren, dass das Obst zu einer Art Gazpacho wird, und erhält eine Textur, die am Brot haftet. Dieselbe Logik gilt für Nektarinen, Mangos oder Birnen. Empfohlen werden Ercolina-Birnen aus Murcia, da Sorten aus Lérida länger reifen müssen.

Mit diesen Elementen hat der Vorschlag, Marmelade hinter sich zu lassen, seine Berechtigung, auch wenn er kein Allheilmittel ist. Frisches Obst zu raspeln ist einfach, günstig und vermeidet vor allem übermäßigen Zucker. Vielleicht ist es nicht das perfekte Frühstück, aber im Vergleich zu industrieller Marmelade ist es ein fester Schritt in die richtige Richtung. Während man darauf wartet, dass die Lebensmittelindustrie den Zucker reduziert, haben Verbraucher bereits eine Lösung im Kühlschrank gefunden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (126 Antworten).

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