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Gehälter an Spaniens Berufsschulen: viele Jobs, aber Lücke zum Uni-Abschluss
Absolventen der höheren Berufsausbildung verdienen nach vier Jahren 23.243 Euro, im Schnitt liegen Uni-Absolventen bei 30.976 Euro. Die Beschäftigungsfähigkeit ist ähnlich, das Gehalt nicht.
Die berufliche Ausbildung vermittelt ihren Absolventen inzwischen fast so gut Jobs wie die Universität: 75% Sozialversicherungsanmeldung nach vier Jahren gegenüber 75,9% bei Hochschulabsolventen. Aber das Gehalt macht weiterhin den Unterschied: 23.243 Euro jährlich für einen Abschluss der höheren Stufe gegenüber durchschnittlich 30.976 Euro an der Universität.
Die berufliche Ausbildung ist nicht mehr Plan B. Im Schuljahr 2026-2027 erreichte sie in Spanien **1,24 Millionen Schüler**, 3,1% mehr als im Vorjahr und über 57% mehr als vor einem Jahrzehnt. Die Daten stammen vom Ministerio de Educación, FP y Deportes (spanisches Bildungsministerium). Das Stigma, das sie jahrzehntelang begleitete, verblasst allmählich – zumindest was die Jobsuche angeht.
Die Beschäftigungsfähigkeit unterscheidet nicht mehr zwischen einer Berufsausbildung und einem Studium. Das Observatorio CaixaBank Dualiza weist darauf hin, dass drei von vier Absolventen der dualen höheren Berufsausbildung nach vier Jahren bei der Sozialversicherung angemeldet sind, also **75% der Absolventen**. Die Fundación CYD beziffert in ihrem Bericht La empleabilidad de los jóvenes en España 2025 die durchschnittliche Anmelderate der Universitätsabsolventen auf **75,9%**. Praktisch derselbe Prozentsatz.
Auch die Unternehmen haben reagiert. Die Studie von Adecco und Infoempleo, die auf der Analyse von **386.315 Stellenangeboten** basiert, kommt zu dem Schluss, dass fast die Hälfte der neuen Stellenangebote eine berufliche Ausbildung verlangt. Der Arbeitsmarkt schätzt technische Bildung, und das zeigt sich bei den Einstellungen. Weniger zeigt es sich beim Gehalt.
## Die Gehaltsschere öffnet sich früh und wird mit den Jahren größer
In den ersten Jahren nach dem Abschluss sind die Unterschiede nicht dramatisch, aber sie existieren. Laut Zahlen von CaixaBank Dualiza verdienen Absolventen der höheren Berufsausbildung im Schnitt **19.863 Euro pro Jahr** bei Abschluss, 20.364 nach zwei Jahren, 21.686 nach drei und 23.243 nach vier. Ein Wachstum von 17% in diesem Zeitraum. Absolventen der mittleren Stufe verdienen noch weniger: 19.011 Euro im ersten Jahr, 18.764 im zweiten, 19.602 im dritten und 20.980 im vierten.
Die Universität spielt in einer anderen Liga. Die Fundación CYD zeigt, dass Absolventen privater Universitäten nach vier Jahren im Schnitt **33.990 Euro** verdienen, während Absolventen öffentlicher Universitäten eine durchschnittliche Beitragsbemessungsgrundlage von 30.429 Euro aufweisen. Der Gesamtdurchschnitt der Beitragsbemessungsgrundlage in Spanien für Universitätsabsolventen liegt bei **30.976 Euro**. Der Unterschied zu einem Abschluss der höheren Stufe beträgt rund 7.700 Euro pro Jahr.
Diese Distanz wächst mit der Zeit. Führungspositionen sind von Menschen mit Master, MBA oder Postgraduiertenabschluss besetzt, also Universitätsabsolventen. Wenn Berufsausbildungsabsolventen keine Führungsrollen erreichen, verfestigt sich die Gehaltsobergrenze. Die Daten von Adecco und Infoempleo bestätigen das: Stellenangebote für Führungspositionen mit beruflicher Ausbildung sind marginal, etwa **0,55% der Gesamtzahl**.
## Der Berufszweig macht den Unterschied: von 18.000 bis 28.500 Euro
Innerhalb der beruflichen Ausbildung gibt es sehr unterschiedliche Welten. Der Berufszweig, zu dem ein Ausbildungsprogramm gehört, verändert das wirtschaftliche Ergebnis völlig. In der höheren Stufe liegt die durchschnittliche Beitragsbemessungsgrundlage im zweiten Jahr bei 21.900 Euro, aber einige Zweige übertreffen diesen Wert deutlich. Marítimo-Pesquera (Seefahrt und Fischerei) erreicht **28.500 Euro**, Instalación y Mantenimiento (Installation und Wartung) 26.900, Química (Chemie) 26.700 und Fabricación Mecánica (Maschinenbau) 26.300. Electricidad y Electrónica (Elektrotechnik und Elektronik) liegt bei 24.200, Seguridad y Medio Ambiente (Sicherheit und Umwelt) bei 23.800 und Energía y Agua (Energie und Wasser) bei 23.600.
Am anderen Ende stehen die niedrigsten Bemessungsgrundlagen: Imagen Personal (Körperpflege) mit **18.000 Euro**, gefolgt von Administración y Gestión (Verwaltung und Management) mit 19.300, Actividades Físicas y Deportivas (Sport und Bewegung) mit 19.600 und Servicios Socioculturales y a la Comunidad (sozial- und gemeinwesenbezogene Dienste) mit 19.900. Zwischen dem Zweig mit der höchsten und dem mit der niedrigsten durchschnittlichen Beitragsbemessungsgrundlage liegen **10.500 Euro pro Jahr**: Marítimo-Pesquera liegt etwa 58% über Imagen Personal.
Einige dieser Zweige kommen an Universitätsgehälter heran. Die meisten bleiben weit davon entfernt. Technische, IT- und Technologieprofile entkommen den allgemeinen Statistiken am besten. **Mónica Moso**, Forscherin am Wissens- und Innovationszentrum der Fundación CaixaBank Dualiza, erklärt es so: „Innerhalb der beruflichen Ausbildung sind die Gehaltsunterschiede je nach Stufe und Berufszweig sehr erheblich." Und sie fügt hinzu: „Der tatsächliche Zugang hängt stark vom Sektor, von der Erfahrung und von der Art des Unternehmens ab. In Tätigkeitsbereichen, in denen die Führung universitäre Berufsabschlüsse verlangt, behält die Universität einen klaren Zugangsvorteil."
## Die gesellschaftliche Wahrnehmung des Gehalts spricht weiterhin dagegen
Schon vor der Einschreibung lastet auf dem Image der beruflichen Ausbildung eine Bürde beim Gehalt. Das von CaixaBank Dualiza erstellte Barómetro de la Formación Profesional zeigt, dass nur eine Minderheit davon ausgeht, dass ein Berufsausbildungsabsolvent mehr verdient als ein Universitätsabsolvent. **31%** der Befragten glauben, dass die Gehälter ähnlich sind, während **45%** sie für etwas niedriger oder viel niedriger halten. Der Bericht beschreibt diese Wahrnehmung als „vorsichtig".
Es ist kein unbegründeter Eindruck. Die Zahlen bestätigen ihn. Die berufliche Ausbildung hat bei Beschäftigungsfähigkeit, Schülerzahlen und unternehmerischer Anerkennung gewonnen, aber das Gehalt bleibt ihre Schwachstelle. Die Obergrenze existiert, und sie ist kein Gefühl: Sie steckt in den Beitragsdaten, in den Angeboten für Führungskräfte und im Aufstiegsweg innerhalb der Unternehmen.
Die Wahl zwischen beruflicher Ausbildung und Universität ist längst keine Frage mehr, ob man einen Job findet oder nicht. Beide Wege vermitteln ihre Absolventen mit ähnlichen Quoten in den Arbeitsmarkt. Die entscheidende Frage ist eine andere: Wie viel verdient man und wie weit kann man es bringen. Da gewinnt die Universität weiterhin. Die technische Berufsausbildung holt in bestimmten Sektoren auf. Der Rest schaut vorerst aus der Ferne zu.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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