Gefangen im bequemen Job: das Paradox des 'Ich kann nicht mehr'

Ein Arbeitnehmer mit entspanntem Job und hohem Gehalt bekennt seine existenzielle Verzweiflung. Die Routine zermürbt mehr als die Anstrengung. Gibt es einen Ausweg?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gefangen im bequemen Job: Wenn 'Ich kann nicht mehr' nicht am Gehalt liegt

Er verdient leicht über dem Landesdurchschnitt, geht zu Fuß zur Arbeit, hat keinen Druck. Und trotzdem erklärt er, dass er den Verstand verliert. Das Paradox des Arbeitnehmers mit einem objektiv guten, aber psychisch unerträglichen Job taucht in der Debatte über den Arbeitsalltag immer deutlicher auf. Es ist nicht die Belastung, sondern die Wiederholung: derselbe Mist jeden Tag, wie er selbst gesteht, und die antizipatorische Angst, dass der Urlaub schon am ersten Tag zu Ende geht.

Demgegenüber wird auf Arbeitnehmer verwiesen, die seit 50 Jahren als Regaleinräumer 1.000 Euro verdienen und immer lächeln. Dysthymie? Eine Form der Depression, die gesellschaftliche Heiterkeit erzwingt, während es innerlich zusammenbricht. Die unbequeme Frage ist, ob diese Belastbarkeit seelische Gesundheit oder Auslöschung des Bewusstseins ist.

Unter den Bewältigungsstrategien sticht ein psychologischer Trick hervor: den Urlaub in Einwochenblöcke aufzuteilen, die mit zwei Arbeitswochen abwechseln. So verändert sich am Ende der ersten Urlaubswoche durch die Aussicht auf eine weitere Woche in naher Zukunft die Zeitempfindung. Ein kleiner Trick des Geistes, der, so wird argumentiert, die Angst lindert.

Was unterscheidet diejenigen, die jahrzehntelang lächelnd durchhalten, von denen, die nach wenigen Monaten zusammenbrechen? Die Debatte bleibt offen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (16 Antworten).

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