Gebrauchtwagenpreise explodieren: Modell steigt von 12.000 auf 21.000 Euro

Ein 2018 für 12.000 Euro gekaufter Wagen wird nun für 21.000 Euro verkauft. Die Preise für Gebrauchtwagen schießen in die Höhe, günstige Angebote verschwinden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gebrauchtwagenpreise explodieren: Modell steigt von 12.000 auf 21.000 Euro
Gebrauchtwagen: 12.000 € in 2018, 21.000 € vier Jahre später

Der Gebrauchtmarkt ist kein Rückzugsort mehr für jene, die sich einen Neuwagen nicht leisten können. Ein bestimmtes Modell, das 2018 neu für 12.000 Euro gekauft wurde, wird jetzt gebraucht für 21.000 Euro angeboten, mit zusätzlichen 60.000 oder 70.000 Kilometern auf dem Tacho. Wer es damals kaufte, verkauft es mindestens zum gezahlten Preis. Das Auto verliert nicht mehr sofort nach der Auslieferung vom Händler an Wert.

Die Überraschung tritt beim Suchen auf, nicht beim Kauf. Wer mit einem Budget von 7.500 Euro startete – die Hälfte der kalkulierten 15.000 oder 18.000 Euro als Ausgangspreis – stellte fest, dass es für dieses Geld "nur noch Schrott" gibt. Diese Diagnose wiederholt sich über alle Segmente hinweg, sogar bei größeren Fahrzeugen, die eigentlich weniger gefragt sein sollten.

Wie stark sind die Preise für Gebrauchtwagen gestiegen?

Konkrete Fälle zeigen die Eskalation besser als jeder Index. Ein Skoda Fabia von 2006, 2015 mit 45.000 km für 2.800 Euro gekauft, hat bereits 140.000 km zurückgelegt. Sein Besitzer schätzt, dass er ihn zum gleichen Preis verkaufen könnte, "oder sogar mehr". Ein Seat Ibiza 1.4 von 2003, ursprünglich für 1.100 Euro bezahlt, wird zwischen 2.000 und 2.500 Euro inseriert. Ein Opel Corsa, der neu 11.500 Euro kostete, wurde mit doppelter Laufleistung für 7.500 Euro angeboten. Und ein Mondeo von 2008 mit über 300.000 km stand für 4.000 Euro zum Verkauf.

Erschwingliche Sportwagen haben denselben Weg genommen, teils mit noch größerer Dynamik: Ein BMW Z4 stieg von 9.000 auf 15.000 Euro, ein älterer Mazda MX-5 von 3.000 auf Zahlen, die als "Wucher" beschrieben werden. Der Anstieg unterscheidet nicht zwischen Kleinwagen und Kultobjekten.

Warum steigen ältere Autos mit hoher Laufleistung im Wert?

Die häufigste Erklärung weist auf die Verteuerung von Neuwagen hin, nicht auf den Gebrauchtwagenmarkt. Emissionsvorschriften, aktive und passive Sicherheitsausstattung, Mehrwertsteuer und die Zulassungssteuer erhöhen den Preis pro Einheit vor der Zulassung. Die kommende Euro-7-Norm könnte den Preis eines Neuwagens um 2.000 bis 3.000 Euro verteuern, und dieser Schub überträgt sich letztlich auf das Angebot an Gebrauchtwagen.

Der zweite Faktor ist die Knappheit. Manche behaupten, es gebe einfach keine ordentlichen Autos mehr und der Markt habe die mittlere Stufe erschwinglicher, gepflegter Fahrzeuge verloren. Modelle, die früher populär waren, sind verschwunden oder wurden elektrifiziert und damit unerschwinglich: Ein Volvo XC60, der zwischen 30.000 und 38.000 Euro gehandelt wurde, sprang nach der Hybridisierung auf 65.000 Euro.

Dieselpreis stieg von 0,999 auf 1,87 Euro

Der Kraftstoffpreis ist das unbequeme Gegengewicht zu dieser Euphorie. Vor nicht langer Zeit wurde Diesel an Billigstationen für 0,999 Euro getankt; dieselben Marken zeigen nun 1,87 Euro. Man kam von komfortablen Preisen, und diese Trägheit hat sich auf die Preise für Gebrauchtwagen übertragen, so ein Teil der Analyse.

Da Benzin Richtung 2,50 Euro tendiert, wird es schwer zu rechtfertigen, ein altes, durstiges Auto zu behalten. Dies ist das Argument derer, die eine Korrektur erwarten: Wenn der Kraftstoff ein ganzes Jahr lang hoch bleibt, werden Launen auf dem Gebrauchtmarkt diese Preise nicht mehr tragen.

Umweltplaketten treiben die Preise ebenfalls nach oben

In vielen Städten haben Autos ohne Plakette ihre Tage gezählt, was das nutzbare Angebot verknappt. Ein Fahrzeug mit Plakette unter 3.000 Euro zu finden, zwingt Käufer dazu, bis ins Jahr 2004 oder früher zurückzugehen, also quasi in den Bereich des Schrotts. Die Definition eines Oldtimers selbst – 30 Jahre alt, Berichte eines autorisierten Labors und eines Klassikclubs sowie eine spezielle Hauptuntersuchung – fügt einen Prozess hinzu, der mindestens 600 Euro kostet.

Immer mehr Autofahrer rechnen rückwärts: Behalten und reparieren. Ein Peugeot 306 Diesel von 1998 mit 215.000 km wurde für 800 Euro gekauft und mit weiteren 1.500 Euro instand gesetzt. Der Motor hält; der Rest weniger gut. Manche prognostizieren, dass Werkstätten die großen Gewinner sein werden: Es gibt immer mehr alte Autos mit hoher Laufleistung, und selten vergeht ein Jahr ohne eine Reparatur ab 500 Euro aufwärts.

Welche Alternativen bleiben zum Gebrauchtwagenkauf?

Öffentliche Verkehrsmittel erscheinen in den Kalkulationen als die einzige Position, die nicht außer Kontrolle geraten ist, und wer es sich leisten kann, nutzt sie ohne Drama. Für den Rest bleibt die übliche Aufteilung: Auto für gelegentliche Fahrten, Bus für alles andere. Im Hintergrund steht eine Warnung aus der Branche: Wenige Premium-Fahrzeuge zu verkaufen bringt dieselbe Marge wie viele günstige. Die Konsequenz ist unbequem. Das Volksauto wird zum Luxusgut.

Was könnte mit den Preisen passieren?

Niemand wagt eine definitive Prognose. Manche hoffen, dass sich alles nach dem Sommer wieder normalisiert, geben aber zu, dass man auch von Hoffnung leben muss. Auf der anderen Seite würde die Verteuerung von Neuwagen – durch Euro 7 – Käufer weiterhin auf das bereits angespannte Gebrauchtangebot drängen. Angesichts dieser beiden gegenläufigen Kräfte scheint eine Korrektur unwahrscheinlicher als bloße Resistenz: Preise, die nicht fallen, Autos, die altern, ohne an Wert zu verlieren, und Käufer, die für einen Gebrauchtwagen zahlen, was gestern ein Neuwagen kostete.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (118 Antworten).

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