Gebrauchter Thermomix: Schnäppchen oder Technikfalle?

Lohnt sich ein gebrauchter Thermomix? Wir prüfen Haltbarkeit, versteckte Kosten und Alternativen wie das Lidl-Gerät. Daten von Experten und Nutzern.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Gebrauchter Thermomix: Haltbarkeit gegen geplante Obsoleszenz

Eine gebrauchte TM5 für weniger als die Hälfte des Neupreises: Das Angebot scheint verlockend. Doch manche haben erlebt, wie der neueste Touchscreen der TM6 in Profiküchen kaputtgeht, während der alte analoge TM31 nach 25 Jahren noch immer läuft. Die Frage ist nicht nur eine des Preises, sondern auch, wie lange ein Gerät hält, das längst nicht mehr ewig funktioniert.

Der Modellvergleich: neu oder alt?

Die neuesten Modelle wie die TM6 bieten WLAN, Touchscreen und Schongarfunktionen. In Profiküchen werden jedoch ältere Versionen wie der TM31 wegen ihrer Robustheit und einfachen Reparierbarkeit bevorzugt. Ein Nutzer aus der Gastronomiebranche versichert, dass die Touchscreen-Modelle „sofort kaputtgehen" und dass Restaurants den TM51 kaufen (er meint den TM31, das letzte analoge Modell), weil er ewig hält. Andererseits wurde der TM5 in China gefertigt, während der TM6 zwischen Frankreich und Deutschland produziert wird, in Spanien aber nicht mehr verkauft wird.

Die Haltbarkeitsbilanz kippt bei den Ersatzteilen: Für den TM31 gibt es noch Originalteile, der TM21 hingegen ist nach 25 Jahren vom Markt und lässt sich nur noch mit Gebrauchtteilen oder in inoffiziellen Werkstätten reparieren. Wer eine gebrauchte TM5 kauft, sollte die protokollierten Betriebsstunden (beim Kundendienst registriert) prüfen und einen Prüfbeleg verlangen. Andernfalls könnte er ein billiges Gerät mit verschlissenem Bürstenmotor erwischen, wie es bei den älteren Modellen vorkam.

Vergleich mit Low-Cost-Alternativen

Der Monsieur Cuisine von Lidl, ein Drittel günstiger, hat Fans gewonnen, die ihn dem Thermomix vorziehen. Ein Nutzer, der beide besitzt, sagt, dass ihm das Lidl-Gerät besser gefällt, räumt aber ein, dass dessen Bürstenmotor weniger langlebig ist als der bürstenlose Motor der modernen Thermomix-Modelle. Ein anderer merkt an, dass für Babynahrung oder einfache Gerichte eine 200-Euro-Replik von Cecotec oder der MyCook von Taurus ausreichen, ohne dass man sich ruiniert.

Das eigentliche Risiko liegt aber nicht in der Marke, sondern in der Nutzung: Nach mehreren Erfahrungsberichten landen 50 % der Küchenmaschinen nach dem ersten Begeisterungsmonat im Schrank. Entscheidend ist, ob man das Gerät wirklich für das nutzt, wofür es gut ist: Suppen, Pürees, Teige und Risottos. Ein traditionelles Eintopfgericht gelingt damit nicht besser als in einem normalen Topf.

Die überraschende Erkenntnis: die Waage als Schwachstelle

Trotz ihrer Robustheit ist ein wiederkehrender Defekt bei allen Thermomix-Modellen, auch bei den ältesten, die Waage. Ein Besitzer von zwei Geräten (eines gebraucht für 250 € über Wallapop gekauft) sagt, dass die Waage bei keinem von beiden richtig funktioniert. Ein anderer Nutzer bestätigt das: „Die Waage hat nie richtig funktioniert". Das zeigt: Selbst bei den meistverehrten Produkten sind manche Komponenten von Natur aus anfällig.

Mit diesen Daten kann der Gebrauchtkauf einer TM5 ein Volltreffer sein, wenn man den Zustand prüft und akzeptiert, dass die Lebensdauer der Elektronik nicht unbegrenzt ist. Sie kann aber auch ein teurer Fehlkauf werden, wenn Display oder Motor kaputtgehen. Die Entscheidung hängt, wie immer, davon ab, wie viel einem die Funktionalität gegenüber dem Preis wert ist.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (65 Antworten).

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