Die fünf in Venezuela freigelassenen Spanier kommen in Madrid an: Der Streit darüber, wer sie befreit hat, spitzt sich zu
Wenn die Regierung von Pedro Sánchez auf eine diskrete und dankbare Rückkehr gehofft hatte, sah die Realität anders aus. Die fünf Spanier, die in Venezuela inhaftiert waren —José María Basoa, Andrés Martínez Adasme, Miguel Moreno Dapena, Ernesto Gorbe Cardona und Rocío San Miguel— landeten am Freitagmittag in Barajas, doch die ersten Reaktionen waren nicht von Feierlichkeiten geprägt, sondern von politischer Kontroverse. Außenminister Albares beeilte sich, sie in den sozialen Medien willkommen zu heißen, doch abseits des offiziellen Scheinwerferlichts dominierte die Kritik am Ex-Regierungschef Zapatero die Stimmung.
Zapateros Schatten und Trumps Rolle
Sergio Contreras, Vorsitzender der NGO Refugiados Sin Fronteras und Freund eines Angehörigen von Rocío San Miguel, ging hart mit dem ehemaligen Regierungschef ins Gericht: "Zapatero war ein Feind der Freiheit Venezuelas und hat immer das Regime begünstigt." Der Vorwurf ist nicht gering zu nehmen. In dieselbe Richtung argumentieren zahlreiche Analysen, wonach der eigentliche Motor der Freilassung der Druck der Trump-Regierung über Senator Marco Rubio war – und nicht die Vermittlung von Zapatero und Lula, wie Medien wie RTVE verbreiten. Die Frage, die in der Luft liegt: Wären diese fünf Spanier ohne den Regierungswechsel in den USA noch immer hinter Gittern?
Erzwungenes Schweigen und unbeantwortete Fragen
Ein weiteres Detail, das Aufsehen erregt: Den Freigelassenen war es nicht erlaubt, Erklärungen abzugeben. Wie durchgesickert ist, wurden sie 40 Minuten lang mit den Behörden in Barajas zusammengebracht und anschließend zum Schweigen verpflichtet. Diplomatischer Druck, damit sie ihre Version nicht erzählen? Die Geheimniskrämerei nährt den Verdacht, dass die offizielle Darstellung sorgfältig gesteuert wird. Unterdessen wächst in den sozialen Medien die Skepsis über Zapateros Rolle unaufhörlich.
Eine unsichere Zukunft
Vorerst schweigen die fünf Freigelassenen. Sicher ist bereits jetzt: Zapateros Ansehen als Vermittler in Venezuela ist schwer beschädigt – nicht mehr nur die venezolanische Opposition, sondern auch die Betroffenen selbst und ihre Familien sehen ihn als Hindernis, nicht als Verbündeten. Die Geschichte dieser Freilassung hat mehr Facetten, als die Regierung zugeben möchte, und die offenen Rechnungen zwischen Spanien und Venezuela sind noch lange nicht beglichen.
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