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Trump versprach, die Inflation zu senken – greift aber öfter ein als Biden
Trump versprach, die Inflation zu beenden und äußere Militäreinsätze einzustellen: Ein Jahr später steigen die Preise und die Einsätze nehmen zu.
Trump versprach, die Inflation zu bändigen: Ein Jahr später passt die Geschichte nicht zusammen
Ein Jahr nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus gleicht die Bilanz in nichts dem Wahlkampf-Skript. Trump trat sein Amt mit zwei konkreten Versprechen an: die Inflation beenden und die Phase der Interventionen in anderen Ländern abschließen. Das erste ist verblasst — der US-Preisindex ist im Zeitraum gestiegen — und das zweite ist gebrochen: In zwölf Monaten wurden mehr Auslandseinsätze gezählt als in den vier Jahren zuvor. Der Iran-Einsatz im Besonderen wird als Geldgrube ohne erkennbare Gegenleistung beschrieben.
Die unmögliche Vereinbarkeit für den liberalen Wähler
Der Wähler, der sich als liberal bezeichnet, hat ein Kohärenzproblem. Trump hat Märkte nicht geöffnet: Er hat Zölle eingeführt. Er hat Transferleistungen nicht gekürzt: Er hat Schecks versprochen. Und er behandelt den internationalen Handel wie einen erklärten Gegner, nicht wie einen Regelrahmen. Das Etikett, das ihm im Wahlkampf angeheftet wurde, funktioniert besser als Witz denn als Beschreibung, und wer es verteidigt, muss sich verbiegen.
Die Partei, die wegschaut
Auffällig ist nicht der Kurswechsel, sondern das Schweigen. Abgesehen von einem Teil des MAGA-Ökosystems, das die Kritik aufrechterhält — Tucker Carlson, Candace Owens, Alex Jones — akzeptiert der republikanische Wähler das Paket mit einem Argument: Die demokratische Alternative wäre schlimmer. Das ist die einzige Achse, die beide Apparate erfolgreich bespielen: auf die Katastrophe des Gegners zeigen. Und manche gehen weiter: Sie behaupten, die Außenpolitik ändere kaum ihre Farbe, je nachdem wer die Befehle unterzeichnet, und das Gewicht der Lobbyisten in Washington verteile sich auf beide Parteien. Niemand hat das mit Daten widerlegt.
Der Tech-Apparat und die Geschäfte im Umfeld
Unter dem Lärm liegt eine weniger umstrittene Ebene: der Apparat rund um die Macht. Vance unterhält eine enge Beziehung zu Peter Thiel, und Palantir arbeitet für die Regierung. Von dort bis zum Verdacht, dass dieser Zugang dazu dient, interne Rivalen in der eigenen Partei zu überwachen, ist es ein Weg, den niemand dokumentiert hat, der aber hartnäckig kursiert. Parallel dazu nähren die Geschäfte des familiären Umfelds des Präsidenten die Vorstellung, das Amt funktioniere als Geschäftsplattform, und die Pläne für den Gazastreifen — verwüstet und in der Erzählung umwandelbar in eine Tourismusanlage mit Golfplätzen — passen in diese Logik.
Unter diesen Umständen müsste die Zustimmung einstürzen. Tut sie nicht. Die Wählerschaft, die die schiefen Zahlen sieht, wählt weiter dasselbe, und der Oppositionspolitiker, der das Chaos anprangert, ist Teil desselben Gefüges. Die Analyse bleibt dort hängen — nicht beim Datum, sondern bei der Frage, was nötig wäre, damit eine Zahl wehtut.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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