Fünf EU-Länder koordinieren Abschiebungen von Migranten

Österreich, Deutschland, die Niederlande, Dänemark und Griechenland bilden eine Koalition zur Abschiebung von Migranten und planen Rückführungszentren bis Ende 2026, wie einer…

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Fünf EU-Länder koordinieren Abschiebungen von Migranten
Fünf EU-Länder koordinieren sich bei der Abschiebung von Migranten, während Sánchez für Aufnahme wirbt

Österreich, Deutschland, die Niederlande, Dänemark und Griechenland haben eine Koalition zur Abschiebung von Migranten gebildet und planen Rückführungszentren vor Ende 2026, wie aus einer Mitte Oktober in sozialen Medien verbreiteten Mitteilung hervorgeht. In Spanien wird die Ankündigung als Rückschlag für die Migrationspolitik der Regierung gewertet: Während Pedro Sánchez für Verteilung und Aufnahme eintritt, drehen mehrere europäische Partner zu Grenzkontrolle und Abschiebung. Das Bild der spanischen Isolation hat nun seinen Rahmen.

Was die Koalition sagt und wie Spanien antwortet

Die Gruppe der fünf Länder —Österreich, Deutschland, die Niederlande, Dänemark und Griechenland— spricht nicht von Quoten oder Solidarität, sondern von Rückführungszentren und Abschiebungen. Es ist der Kurswechsel, der in Spanien als direkte Ablehnung des Sánchez-Modells gelesen wird. Manche behaupten, der Ministerpräsident sei als vorausschauender Staatsmann dagegenstanden, während die europäischen Partner ihn «verpassen», und zugleich als unbequemer Partner, den niemand im Bild haben will. Beides zugleich, je nach Bedarf.

Das am häufigsten wiederholte Argument lautet, dass die europäische Migrationspolitik keinesfalls akzeptieren wird, was aus Spanien propagiert wird — weder von der Linken noch von der PP (der konservativen Volkspartei), und nur teilweise von Vox. Die Anschuldigung geht noch weiter: Es wird behauptet, die PSOE (die regierende Sozialistenpartei) agiere als der große marokkanische Lobbyverband in Spanien und Sánchez vertrete nicht spanische, sondern marokkanische Interessen. Das sind Behauptungen, die ohne Beleg kursieren und für das gelesen werden sollten, was sie sind: politische Anschuldigungen mitten im Schlagabtausch.

Die Rechnung, die niemand machen will: Wem nützt die Einwanderung?

Hier spaltet sich die Debatte in zwei Lager. Manche behaupten, die Ankunft von Migranten nütze vor allem Banken, Unternehmen und Rentnern: mehr Bevölkerung, mehr Nachfrage, mehr Geldbewegung und mehr Geschäft. Und dass diese Fahnen schwenkende Rechte nicht faschistisch, sondern liberal und konservativ sei, eine Verfechterin des Marktes und des Eigenheims, nicht der Arbeiter. Dagegen die gegenteilige Version: Das Geschäft liege in den Subventionen und im Netzwerk von Sozialarbeitern und Gewerkschaften, die für jede betreute Person kassieren, und die meisten kämen nicht zum Arbeiten.

Keine der beiden Lesarten hält allein mit den verfügbaren Daten stand. Fakt ist, dass die Sache aufgehört hat, sarracena zu sein, und zur Rechnungsaufgabe geworden ist. Wenn das Hilfesystem platzt —und manche halten das für ausgemacht—, zeigt sich das wahre Gesicht jedes Einzelnen.

Der Marokko-Faktor und die Schuldzuweisungen

Im Hintergrund erscheint Marokko als zentraler Akteur. Es wird daran erinnert, dass in Ceuta Migranten schikaniert und zurückgewiesen wurden, ohne dass auch nur einer aufs Festland gebracht wurde, gegen den Willen einiger Partner. Die Episode veranschaulicht den Widerspruch: ein Menschenrechtsdiskurs auf der einen Seite und eine Grenzkontrolle auf der anderen, die nach Belieben angewendet wird. Und es schwebt der Verdacht, dass die eigentliche Wahl nicht zwischen Migrationsmodellen liegt, sondern zwischen zwei internationalen Lobbys, die den Regierungen den Takt vorgeben.



Die europäische Koalition hat bis Ende 2026 Zeit, ihre Rückführungszentren aufzubauen. Spanien schaut vorerst von außen zu. Wenn der Kurswechsel sich festigt, wird die Isolation keine Metapher mehr sein, sondern eine Verhandlungsposition. Und was man damit gewinnt, hat bisher niemand erklärt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).

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